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Bald brodelt’s wieder beim Erlanger Triathlon

800 Sportler sind dabei: Veranstaltung beim TV Erlangen steigt am 31. Juli - 19.07.2016 11:11 Uhr

Spektakel an der Dechsendorfer Kanalbrücke: Mehrere Tausend Zuschauer feuern die insgesamt 800 Triathleten beim Schwimmstart an. © Klaus-Dieter Schreiter


Zwei freuen sich ganz besonders auf den Startschuss. Rodrigo Nebel und Marcus Schattner liefern sich seit mehr als 20 Jahren ihr ganz persönliches Duell beim Erlanger Triathlon. Zunächst ging es noch um den Titel. Schattner hat auf der Kurzdistanz bereits fünfmal gewonnen, Nebel zwischen 2000 und 2011 sogar sechsmal. Mittlerweile aber geht es vor allem darum, wer überhaupt schneller ist.

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Wenn es am Sonntag, 31. Juli, um 9 Uhr an der Dechsendorfer Kanalbrücke lost geht, werden insgesamt wieder 800 Triathleten am Start sein. Über die Kurzstrecke, die olympische Distanz, wollen 300 Athleten über 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und elf Kilometer Laufen ihr Bestes geben. Auf der Mitteldistanz mit 2000 Meter Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen sind es 500 Sportler.

Spendenaktion im Stadion

Die Strecke ist dabei im Vergleich zum Vorjahr nahezu identisch. Es gibt eine Doppelwechselzone an der Kanalbrücke. Die Radstrecke führt durch Dechsendorf, Großenseebach, Hannberg, Niederlindach, Klebheim, Buch, Neuhaus, Heppstädt, Hemhofen, Röttenbach, Kleinseebach und Möhrendorf. In dieser Gegend könnte es auf Grund der Teilsperrungen zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Laufstrecke geht am Kanal entlang, durch das Stadion des TV 1848 Erlangen und in die Mönau. Ihr Ziel erreicht haben die Triathleten dann erneut im Stadion am Kosbacher Weg.

Dort wird es wieder die Spendenaktion „Jeder Schritt zählt — Laufen für den guten Zweck“ mit einem Laufband geben. Sponsor M-net spendet für jeden gelaufenen Kilometer zehn Euro für die Initiative „Lauf gegen Krebs“.

Die Sportler freuen sich, die Startplätze für die Kurzdistanz waren innerhalb von 21 Stunden ausgebucht, auch alle Plätze auf der Mittelstrecke sind vergeben. Rund 60 Prozent der Teilnehmer kommen aus Bayern, die übrigen aus ganz Deutschland. Ähnlich wie der Challenge Roth lebt der Erlanger Triathlon von Rückkehrern, die immer wieder dabei sind. Auch 30 TVler haben sich bei ihrem Heimrennen angemeldet.

Die Organisatoren und Sponsoren freuen sich auf ihren Erlanger Triathlon. © Katharina Tontsch


Dass ein Triathlon-Fest dem nächsten folgt, stört dabei kaum. Die wenigsten starten auf den Langdistanz und kürzeren Strecken. Außer Bernd Hagen. Der Möhrendorfer war Sonntag in Roth dabei und will auch in Erlangen für das Team Arndt starten. Vergangenes Jahr hatte er hier wegen einer Verletzung aufgeben müssen. Ein weiteres bekanntes Gesicht wird die Vorjahres-Siegerin über die Kurzdistanz sein, Lena Gottwald.

Sicherheit der Sportler

Für Erlangen ist es das größte Sportereignis des Jahres. Die Organisationsleitung übernimmt ab dem nächsten Jahr die hauptamtliche Vereinsmitarbeiterin Jennifer Steib. Nun ist Ulrike Rabenstein aber noch dabei, nach 13 Jahren zum letzten Mal. 300 ehrenamtliche Helfer werden zudem rund um die Strecke gebraucht. Noch sind nicht alle gefunden.

Ebenfalls überall an der Strecke werden zudem Sanitäter und Hilfskräfte zu finden sein. Einen Todesfall — am Sonntag beim Challenge Roth starb ein Staffel-Schwimmer — hatte es in Erlangen zwar noch nie gegeben. Die Sicherheitsmaßnahmen am Kanal sind aber hoch. Kajak-Fahrer, DLRG und die Wasserpolizei sind vor Ort. Insgesamt sind drei Rennärzte unterwegs. „Auf den kürzeren Distanzen ist die Gefahr, sich zu übernehmen, nicht so groß“, sagt Triathlon-Urgestein Heinz Rüger. „Hier müssen auch Einsteiger alle drei Sportarten absolvieren und nicht in einer Einzelsportart absolute Höchstleistung bringen.“

Damit auf der Radstrecke Zwischenfälle ausbleiben, ging der TV Erlangen in die Offensive: „Wir haben die Anwohner informiert“, sagt Rabenstein. Die Veranstalter haben und werden viele Plakate in der Region aufhängen. Sollte das Wetter passen, hoffen alle auf einen neuen Zuschauerrekord mit mehr als 10 000 Menschen an der Strecke. 

KATHARINA TONTSCH

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