Behrens, Leibold, Aufstieg! Der Club schafft's in Sandhausen

6.5.2018, 15:25 Uhr
06.05.2018 --- Fussball --- Saison 2017 2018 --- 2. Fussball - Bundesliga --- 33. Spieltag: SV Sandhausen 1916 SVS - 1. FC Nürnberg Nuernberg FCN ( Club ) --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / DaMa --- ....Jubel / Freude / Torjubel nach Tor zum 0:1 - Hanno Behrens (18, 1. FC Nürnberg / FCN ) jubelt freut sich - Torschütze: Hanno Behrens (18, 1. FC Nürnberg / FCN )
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© Sportfoto Zink / DaMa

Vor exakt einem Jahr hatte der Club ebenfalls auf Sandhausens schönem Spielplatz vorbeigeschaut. Durch ein 1:0 am Hardtwald - als Siegtorschütze des FCN firmierte damals ein gewisser Abdelhamid Sabiri - zurrte der Köllner-Club den Klassenerhalt in der Kurpfalz fest. Zwölf Monate später, unmittelbar an der Pforte zur Erstklassigkeit stehend, erinnerte sich scheinbar auch der Club-Coach an diese Steilvorlage - zumindest in einem stillen Moment vor Spielbeginn.
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Köllner und das Kollektivgedächtnis

Vor exakt einem Jahr hatte der Club ebenfalls auf Sandhausens schönem Spielplatz vorbeigeschaut. Durch ein 1:0 am Hardtwald - als Siegtorschütze des FCN firmierte damals ein gewisser Abdelhamid Sabiri - zurrte der Köllner-Club den Klassenerhalt in der Kurpfalz fest. Zwölf Monate später, unmittelbar an der Pforte zur Erstklassigkeit stehend, erinnerte sich scheinbar auch der Club-Coach an diese Steilvorlage - zumindest in einem stillen Moment vor Spielbeginn. © Sportfoto Zink / JüRa

Begleitet wurden Köllner und sein aufstrebender Club ins nördliche Baden von rot-schwarzen Heerscharen. Mehr als 9000 FCN-Fans - so war es bereits im Vorfeld zu lesen - hatten die Pilgerfahrt mit Nürnbergs Premium-Club mitgemacht und waren ihrem Lieblingsverein in die beschauliche Kurpfalz und das nur rund 15.000 Zuschauer fassende Stadion gefolgt. Das Übergewicht auf den Rängen,…
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Heimspiel am Hardtwald

Begleitet wurden Köllner und sein aufstrebender Club ins nördliche Baden von rot-schwarzen Heerscharen. Mehr als 9000 FCN-Fans - so war es bereits im Vorfeld zu lesen - hatten die Pilgerfahrt mit Nürnbergs Premium-Club mitgemacht und waren ihrem Lieblingsverein in die beschauliche Kurpfalz und das nur rund 15.000 Zuschauer fassende Stadion gefolgt. Das Übergewicht auf den Rängen,… © Sportfoto Zink / DaMa

… sollte sich nach Anpfiff rasch auch auf dem Platz ausdrücken – in Form einer ersten Chance für einen couragiert startenden Club. Der FCN drängte nach nur 20 Sekunden mit flottem Direktspiel über links. Behrens brachte...
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Es beginnt mit Behrens

… sollte sich nach Anpfiff rasch auch auf dem Platz ausdrücken – in Form einer ersten Chance für einen couragiert startenden Club. Der FCN drängte nach nur 20 Sekunden mit flottem Direktspiel über links. Behrens brachte... © Sportfoto Zink / DaMa

...den Ball nach einem energischen Vorstoß ins Zentrum, wo Eduard Löwen blank stand, das Spielgerät in Rücklage aber über den Kurpfalz-Kasten knallte.
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Drüber!

...den Ball nach einem energischen Vorstoß ins Zentrum, wo Eduard Löwen blank stand, das Spielgerät in Rücklage aber über den Kurpfalz-Kasten knallte. © Sportfoto Zink / DaMa

Auch im Anschluss hielt der Altmeister, bei dem sich im Vergleich zum bravourösen Braunschweig-Sieg Sepsi anstelle von Werner in der Startelf wiederfand, das Tempo hoch und den Gegner mit konsequentem Pressing in der Defensive.
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Sepsi startet durch

Auch im Anschluss hielt der Altmeister, bei dem sich im Vergleich zum bravourösen Braunschweig-Sieg Sepsi anstelle von Werner in der Startelf wiederfand, das Tempo hoch und den Gegner mit konsequentem Pressing in der Defensive. © Sportfoto Zink / JüRa

Nach durchaus ansehnlichen, weil temporeichen und vom Club überlegen gestalteten zehn Minuten wurde das Duell in Sandhausen - zumindest aus der Sicht von Fußball-Gourmets – ein bisschen dröger und unappetitlicher.  Die Kontrahenten beharkten sich im zweikampfintensiven Bereich rechts und links der Mittellinie, ohne sonderlich viel spielerischen Esprit zu versprühen.
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Kampfspiel in der Kurpfalz

Nach durchaus ansehnlichen, weil temporeichen und vom Club überlegen gestalteten zehn Minuten wurde das Duell in Sandhausen - zumindest aus der Sicht von Fußball-Gourmets – ein bisschen dröger und unappetitlicher. Die Kontrahenten beharkten sich im zweikampfintensiven Bereich rechts und links der Mittellinie, ohne sonderlich viel spielerischen Esprit zu versprühen. © Michael Bermel/Eibner-Pressefoto

Nürnbergs nächste Annährung ans Gehäuse der Gastgeber sollte so auch ein wenig auf sich warten lassen. Nach einer runden Viertelstunde und einer Flanke von Sepsi, der für Werner in Nürnbergs Startelf gerückt war, platzierte Mikael Ishak einen Kopfball in die Tormitte, ohne SVS-Schlussmann Schuhen jedoch aus den Schuhen zu hebeln.
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Ishak probiert's

Nürnbergs nächste Annährung ans Gehäuse der Gastgeber sollte so auch ein wenig auf sich warten lassen. Nach einer runden Viertelstunde und einer Flanke von Sepsi, der für Werner in Nürnbergs Startelf gerückt war, platzierte Mikael Ishak einen Kopfball in die Tormitte, ohne SVS-Schlussmann Schuhen jedoch aus den Schuhen zu hebeln. © Michael Bermel/Eibner-Pressefoto

Allgemein schaffte es der Altmeister trotz weiteren Vorteilen in Sachen Ballbesitz allerdings nun kaum noch, Dominanz im letzten Drittel herzustellen. Der SVS mit Ex-Cluberer Philipp Förster gestaltete das Spiel zusehends ausgeglichener, lag nach 38. Minute aber dennoch hinten.
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Försters Freunde werden frecher

Allgemein schaffte es der Altmeister trotz weiteren Vorteilen in Sachen Ballbesitz allerdings nun kaum noch, Dominanz im letzten Drittel herzustellen. Der SVS mit Ex-Cluberer Philipp Förster gestaltete das Spiel zusehends ausgeglichener, lag nach 38. Minute aber dennoch hinten. © Michael Bermel/Eibner-Pressefoto

Der Aufstieg kündigt sich an! Nach einer Ecke von Enrico Valentini, Nürnbergs Standardstar,  wuchtete der aufgerückte Georg Margreitter das Spielgerät saftig aufs Gehäuse, wo Schuhen per Blitzreflex bravourös parierte, bei Behrens' Kopfball-Abstauber aus der Nahdistanz aber machtlos war. Das 14. Saisontor von Nürnbergs Elite-Elmshorner brachte den Club der Erstliga-Rückkehr ein großes Stück näher.
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Hanno hievt den Club nach oben

Der Aufstieg kündigt sich an! Nach einer Ecke von Enrico Valentini, Nürnbergs Standardstar, wuchtete der aufgerückte Georg Margreitter das Spielgerät saftig aufs Gehäuse, wo Schuhen per Blitzreflex bravourös parierte, bei Behrens' Kopfball-Abstauber aus der Nahdistanz aber machtlos war. Das 14. Saisontor von Nürnbergs Elite-Elmshorner brachte den Club der Erstliga-Rückkehr ein großes Stück näher. © Sportfoto Zink / DaMa

In der ersten Hälfte hatte der Club alles im Griff gehabt. Doch nach der Pause lief's erst einmal anders herum: Während ein zu zögerlicher FCN den Start in den zweiten Spielabschnitt verschlief, wurden die Sandhäuser nach Wiederbeginn im Vorwärtsgang deutlich aktiver und vor dem Club-Tor nahezu zwangsläufig präsenter.
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Schludriger Re-Start

In der ersten Hälfte hatte der Club alles im Griff gehabt. Doch nach der Pause lief's erst einmal anders herum: Während ein zu zögerlicher FCN den Start in den zweiten Spielabschnitt verschlief, wurden die Sandhäuser nach Wiederbeginn im Vorwärtsgang deutlich aktiver und vor dem Club-Tor nahezu zwangsläufig präsenter. © Michael Bermel/Eibner-Pressefoto

Richard Sukuta-Pasu entwischte nach einem weiten Schlag Georg Margreitter, köpfte die Kugel aber zentral in Bredlows aufnahmebereiten Arme.
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Fast wär's sukatu-passiert

Richard Sukuta-Pasu entwischte nach einem weiten Schlag Georg Margreitter, köpfte die Kugel aber zentral in Bredlows aufnahmebereiten Arme. © Michael Bermel/Eibner-Pressefoto

Und das Kocak-Kollektiv - vor gar nicht langer Zeit noch auf Tuchfühlung zum FCN im Aufstiegsrennen, nach zwei sieglosen Spielen im wahnsinnig engen Zweitliga-Tableau aber sogar mit einem wenngleich unwahrscheinlichen Abstiegsszenario konfrontiert, machte weiter. In oftmals vorderster Front mit Rurik Gislason, der noch bis zum Winter für den Club stürmte. Der Isländer forderte FCN-Fänger Fabian Bredlow zwischen der 58. und der 67. Minute gleich zweimal anspruchsvolle Arbeitsproben ab. Wäre Nürnbergs Nummer eins in der zweiten Szene nicht reaktionsschnell ins rechte untere Eck getaucht und mit einer brillanten Parade auffällig geworden, wäre die Kugel eben dort eingeschlagen.
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Ruhig, Rurik, Ruhig!

Und das Kocak-Kollektiv - vor gar nicht langer Zeit noch auf Tuchfühlung zum FCN im Aufstiegsrennen, nach zwei sieglosen Spielen im wahnsinnig engen Zweitliga-Tableau aber sogar mit einem wenngleich unwahrscheinlichen Abstiegsszenario konfrontiert, machte weiter. In oftmals vorderster Front mit Rurik Gislason, der noch bis zum Winter für den Club stürmte. Der Isländer forderte FCN-Fänger Fabian Bredlow zwischen der 58. und der 67. Minute gleich zweimal anspruchsvolle Arbeitsproben ab. Wäre Nürnbergs Nummer eins in der zweiten Szene nicht reaktionsschnell ins rechte untere Eck getaucht und mit einer brillanten Parade auffällig geworden, wäre die Kugel eben dort eingeschlagen. © Michael Bermel/Eibner-Pressefoto

Der Club hatte den Zugriff auf die Partie nahezu völlig verloren, konterte in der 70. Minute aber immerhin zielführend: Möhwald schleppte die Kugel durch die Offensivzentrale in den SVS-Strafraum und versuchte, Schuhen zu tunneln. Mit der Hacke lenkte der Kurpfalz-Keeper das Leder an den rechten Pfosten, von wo der Ball nach rechts außen prallte. Nach Möhwalds nachfolgender Hereingabe war es Ishak, der die Kugel mit dem Kopf auf Kasten beförderte, im erneut reaktionsschnellen Schuhen aber seinen Meister fand.
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Doppelchance

Der Club hatte den Zugriff auf die Partie nahezu völlig verloren, konterte in der 70. Minute aber immerhin zielführend: Möhwald schleppte die Kugel durch die Offensivzentrale in den SVS-Strafraum und versuchte, Schuhen zu tunneln. Mit der Hacke lenkte der Kurpfalz-Keeper das Leder an den rechten Pfosten, von wo der Ball nach rechts außen prallte. Nach Möhwalds nachfolgender Hereingabe war es Ishak, der die Kugel mit dem Kopf auf Kasten beförderte, im erneut reaktionsschnellen Schuhen aber seinen Meister fand. © Sportfoto Zink/DaMa

Die bedrohliche Phase, in der sich das 1:1 angedeutet hatte, hatte der Club nun überstanden – und setzte in der 76. Minute zum finalen, das Erstliga-Ticket lösenden Schlag an. Möhwald passte zu Leibold und der herrlich öffnend auf Löwen, der auf den Weg Richtung SVS-Gehäuse machte. Sandhausens Abwehrverbund hatte sich aufgelöst. Löwen legte vor dem in dieser Szene alleingelassenen Schuhen auf den mitgelaufenen Leibold – 2:0, Bundesliga!  Die
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Die Erstliga-Entscheidung

Die bedrohliche Phase, in der sich das 1:1 angedeutet hatte, hatte der Club nun überstanden – und setzte in der 76. Minute zum finalen, das Erstliga-Ticket lösenden Schlag an. Möhwald passte zu Leibold und der herrlich öffnend auf Löwen, der auf den Weg Richtung SVS-Gehäuse machte. Sandhausens Abwehrverbund hatte sich aufgelöst. Löwen legte vor dem in dieser Szene alleingelassenen Schuhen auf den mitgelaufenen Leibold – 2:0, Bundesliga! Die "Oh-wie-ist-das-schön-Gesänge" des mitgereisten Anhangs gingen in die Endlosschleife. Es war eine herrliche Party, die mit Abpfiff am Hardtwald noch viel herrlicher wurde. © Sportfoto Zink / JüRa