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Neuer Sportdirektor bei Brose Bamberg: De Rycke macht's

Geschäftsführer Dirks spricht von einem "Wunschkandidaten" - 16.05.2019 17:41 Uhr

Ab dem 1. Juli 2019 kommt Leo De Rycke vom belgischen Spitzenklub Telenet Giants und will mit Bamberg voll durchstarten. © Foto: Brose Bamberg


Auf den ersten Blick schien sich der Ausflug nach Antwerpen nicht gelohnt zu haben für Brose Bamberg. Anfang Mai reiste der ehemalige Serienmeister nach Belgien, nur zwei Siege hätte es dort gebraucht, um bereits den zweiten Titel der Saison für die umfangreiche Trophäensammlung abzustauben. Es wurden: zwei sehr frustrierende Niederlagen - einen Sieg hat der Verein beim Final Four der Champions League aber doch verbuchen können.

Bamberg soll "heller Stern auf Basketballkarte bleiben"

Wie der Verein am Donnerstag bekannt gab, wird Leo De Rycke neuer Sportdirektor in Bamberg, bisher hatte er diesen Posten in Antwerpen inne. Am Montag hatte die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass man sich in Oberfranken intensiv um De Rycke bemüht, offenbar war das Werben spätestens rund um das Finalturnier erfolgreich. Er fühle sich sehr geehrt und sei stolz darauf, "Sportdirektor einer der führenden Basketball-Organisationen in Deutschland und Europa zu werden", ließ der 54 Jahre alte Belgier ausrichten. Nach neun Jahren bei den Telenet Giants Antwerpen möchte er nun dafür sorgen, dass Bamberg "weiterhin ein heller Stern auf der Basketballkarte" bleibt.

Zuletzt hat man sich in Bamberg ja damit abfinden müssen, dass man in der Bundesliga nicht mehr der hellste Stern ist. Zwar konnte das Team um Federico Perego den nationalen Pokal gewinnen, die Punkterunde schloss Brose Bamberg aber nur als Fünfter ab und startet damit ab Sonntag ohne Heimvorteil in die Playoffs.

Umbruch geht weiter

Der im vergangenen Sommer vollzogene Umbruch ist immer noch nicht abgeschlossen, es knattert immer noch im Getriebe. De Rycke soll nun dafür sorgen, dass die Idee mit jungen und hungrigen Spielern weiter voran getrieben wird. In Antwerpen hat er bereits bewiesen, dass er sich auf diesem Gebiet auskennt. Arne Dirks, Bambergs Geschäftsführer, nennt den Nachfolger des unsichtbaren Ginas Rutkauskas einen "Wunschkandidat" und sagt: "Er ist bestens vernetzt im Spieler- und Agentenmarkt und hat seine Stärke im Entdecken und Fördern von Talenten bereits unter Beweis gestellt." De Rycke spricht Deutsch, Dirks bescheinigt ihm eine "authentische und bodenständige Persönlichkeit".

Ob De Rycke auch gleich noch einen Trainer aus Antwerpen mitbringt, ist dagegen noch offen. Auch darüber wurde zuletzt spekuliert, bei Brose Bamberg möchte man aber noch nicht ausschließen, dass Perego die Mannschaft auch in der kommenden Saison anleitet.

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