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Bye, Bye, Bayern! Hermann ist jetzt frei für den Club

Pokal-Party war gestern: Fachmann soll dem FCN als Sportdirektor helfen - 26.05.2019 16:12 Uhr

Biergeduscht nach Nürnberg: Peter Hermann könnte dem Club vielleicht bald schon wieder mit Rat und Tat zur Seite stehen. © Matthias Balk/dpa


"Der Peter hat noch ein sehr wichtiges Pflichtspiel zu absolvieren. Bevor das nicht absolviert ist, müssen wir uns mit dem Thema in der Öffentlichkeit nicht beschäftigen", gab Robert Palikuca, Nürnbergs auch in diesem Fall erfolgreich um Kürze und Prägnanz bemühter Sportvorstand, jüngst bei der Vorstellung von Damir Canadi zur Kenntnis. "Da liegt der Fokus jetzt voll auf dem Pokalspiel. Das sollte man respektieren und ihn damit jetzt in Ruhe lassen", mahnte der Club-Macher, der sich an diesem Tag eh viel lieber mit dem neuen Club-Coach beschäftigen wollte.

Mit Peter war natürlich Peter Hermann gemeint. Beim verbrieften Bemühen darum, mehr Kompetenz in die sportliche Führung des FCN zu holen, war dieser schon davor mehrfach als Top-Kandidat für die wieder neu zu etablierende Stelle des Sportdirektors genannt worden - hatte bis eben aber noch dieses sehr wichtige Pflichtspiel vor der Brust.

Nach dem 3:0-Pokal-Erfolg der Bayern im Berliner Olympiastadion ist die Situation eine andere - und der Fußballfachmann frei für den Club. "Peter Hermann hat heute sein letztes Spiel gemacht", ließ Karl-Heinz Rummenigge, Münchens Vorstandsboss, im Zuge der nächtlichen FCB-Feiern in der Hauptstadt wissen. Nach übereinstimmenden Medienberichten sind die wieder unsanft im Unterhaus gelandeten Franken, die von ihrem altbayerischen Rivalen erst 1987 als Rekordmeister abgelöst wurden, schon seit einiger Zeit heiß auf den Mann, der von Toni Kroos einst als "bester Co-Trainer, den ich je hatte" geadelt wurde. An dem Mann, der bereits bewiesen hat, dass er den Club wieder nach oben hieven kann.

In der Saison 2008/09 hatte Hermann an der Seite von Michael Oenning maßgeblich Anteil am prompten Club-Comeback in der Bundesliga. Nur allzu gerne hätte man in Nürnberg damals schon mit dem inzwischen 69-Jährigen weiter gearbeitet. Doch Hermann musste in Leverkusen fortan Jupp Heynckes helfen, mit diesem beim FCB dann das Triple einsacken und nach Engagements auf Schalke, in Hamburg und Düsseldorf am Samstag mit Niko Kovac das Double auf den Münchner Briefkopf drucken.

Einer Rückkehr zum Club, dem Hermann - wie man schon mehrfach hörte, immer noch sehr zugewandt ist - steht jetzt nichts mehr im Weg. Das weiß auch Robert Palikuca, der den Fußball-Weisen aus Leverkusen aus seiner Düsseldorfer Zeit gut kennt und den wohl besten In-Zweiter-Reihe-Arbeiter Deutschlands jetzt auch nicht mehr in Ruhe lassen muss. 

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apö

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