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Club: Große Triumphe und bittere Dramen

Der 1. FCN vor seinem 1000. Bundesliga-Spiel - 21.01.2012 12:27 Uhr

Eine Szene aus dem ersten Bundesliga-Spiel des 1.FCN: Hertha-Torwart Wolfgang Tillich in Aktion, rechts Heinz Strehl.


Die Premiere: Am 24.August 1963 startete der Club gegen Hertha BSC Berlin ins Abenteuer Bundesliga. Max Morlock hatte die Elf von Trainer Herbert Widmayer im mit 60000 Zuschauern gefüllten Olympiastadion in Führung gebracht (40.), dann aber verursachte Nürnbergs Stürmerlegende einen Handelfmeter, den Hans-Günter Schimmöller zum 1:1 verwandelte (63.). Neben Morlock gestalteten Roland Wabra, Paul Derbfuß, „Charly“ Ferschl, Reinhold Gettinger, Ferdinand Wenauer, „Steff“ Reisch, „Gustl“ Flachenecker, Heinz Strehl, Heiner Müller und Richard Albrecht die Bundesliga-Premiere des 1.FCN aktiv mit.

der größte Erfolg: 1968 feierte der Club unter Trainer Max Merkel seine neunte und bislang letzte Meisterschaft. 1988 und 2007 qualifizierte man sich für den Uefa-Cup.

der bitterste Abstieg: Aufgrund seiner besonderen Dramatik gilt der Last-Minute-Abstieg von 1999 als besonders traumatisch, aber auch die unfassbaren Abstürze als amtierender Meister (1969) sowie im Jahr nach dem DFB-Pokalsieg (2008) prägten nachhaltig das Image des Clubs als „Depp“. Außerdem mussten die Franken 1979, 1984, 1994 und 2003 den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Das zweifelhafte Prädikat Rekord-Absteiger teilt man sich seit 2009 allerdings mit Arminia Bielefeld.

die höchsten Heimsiege: Als dankbare Gäste erwiesen sich zweimal Mannschaften aus Berlin: Am 18. September 1965 gab es ein 7:2 gegen das legendär erfolglose Team von Tasmania, am 15. November 1986 wurde mit dem selben Ergebnis Blau-Weiß Berlin heimgeschickt. Eine 0:5-Packung erlebten in Nürnberg der Hamburger SV, der Karlsruher SC, der VfB Leipzig und der FC St. Pauli.

die höchsten Auswärtssiege: Mit jeweils 4:0 dominierte der Club am 21. Oktober 1967 bei Werder Bremen sowie am 5. September 1987 beim FC Homburg.

die höchste Heimniederlage: Am 27. April 1984 überrollte der VfB Stuttgart im Städtischen Stadion desolate Franken mit 6:0.

die höchste Auswärtsniederlage: Auch auswärts erlebte der Club eine historische Pleite just gegen Stuttgart: Am 5. November 1983 ging der FCN beim VfB mit 0:7 unter.

die Auswärtsmisere: In der Abstiegssaison 1983/84 holte Nürnberg in der Fremde keinen einzigen Punkt (0:34) – ein bis heute unerreichter Negativrekord.

das torreichste Spiel: Eine Sternstunde erlebte der Club am 4. Dezember 1967, als er den FC Bayern München mit 7:3 deklassierte. Franz Brungs steuerte zum legendären Triumph sensationelle fünf Tore bei.

die längste Siegesserie: Sieben Siege in Folge gelangen vom 14. bis zum 20. Spieltag der Saison 1987/1988.

die längste Niederlagenserie: Vom 26. Spieltag 1983/1984 bis zum ersten Spieltag 1985/1986 ging der Club elfmal in Folge leer aus.

das 1000. Tor: Am 14. September 2002 schrieb Publikumsliebling Sasa Ciric Geschichte, als er beim 1:2 gegen den FC Bayern München Oliver Kahn per Elfmeter überwand – es war Nürnbergs 1000. Bundesligator.

der 1000. Punkt: Wurde am 18. Dezember 2005 beim 1:1 gegen Hertha BSC Berlin perfekt gemacht.

Mit diesem Tor zum 1:0 (Endstand 2:0/Strehl) beim FC Bayern machte Franz Brungs (mit Sepp Maier und Gerd Müller) am 18. Mai 1968 den Gewinn des neunten Meistertitels perfekt. Beim 7:3-Hinspielsieg hatte er fünfmal getroffen! © Imago, NZ




der Rekordspieler: Die meisten Einsätze auf dem Buckel hat Thomas Brunner, der zwischen 1980 und 1996 328 Mal im Oberhaus auflief (18 Tore). Dahinter folgen Andreas Köpke (280), Dieter Eckstein (189), Andreas Wolf (175), Heinz Strehl (174) und der noch aktive Raphael Schäfer (169).

der Schützenkönig: In der Saison 2004/05 sicherte sich der Slowake Marek Mintal als erster Nürnberger Profi die Torjägerkanone. Mit 24 Treffern in 34 Spielen verwies das „Phantom“ Bayerns Starstürmer Roy Makaay (22) mal eben auf Rang zwei.

der Rekord-Torjäger: Mit 76 Treffern führt Heinz Strehl die interne Schützenliste an, gefolgt von Dieter Eckstein (66) und Franz Brungs (50).

Uli Digmayer

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