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Club-Guzerl: Als Eckes die Kirsche ins HSV-Tor knallte

Das FCN-Idol spricht über seine Erfolge gegen Hamburg - 08.01.2021 22:47 Uhr

So stand's am 9. März 1992 in den Nürnberger Nachrichten: Die Bayern bekamen Backenfett auf dem Betzenberg und verharrten in ungewohnten Tabellenregionen. Der Club hielt durch einen 2:0-Erfolg in Hamburg indes Anschluss an die Spitzengruppe.

02.12.2011 © NN


"Ich habe gute Spiele gegen den HSV gemacht - und meist ein Tor." Dieter Eckstein erinnert sich gerne an die Wohlfühl-Auftritte gegen die Rothosen. Im Mai 1991 behält sein Club zuhause mit 3:1 die Oberhand. Zweikampf-Maschine Uwe Wolf grätscht den Ball am Muttertag nach zwei Minuten über die Linie, widmet den frühen Führungstreffer seiner Mama. Eckes rundet nach einer Viertelstunde den Blitzstart ab. Die dazu passende Szene liefert der 55-Jährige prompt: "Reiner Wirsching ist über rechts durchgegangen, hat vom Fünfer zurückgelegt. Ich musste nur noch einschieben." Dass er in der Schlussminute per Strafstoß noch an HSV-Keeper Richie Golz scheitert, trübt Ecksteins Freude damals nicht. Es ist eine Randnotiz, die der leidgeprüfte Sympathieträger schlicht vergessen hat.

Auch im März 1992 ist Nürnbergs Torgarant erfolgreich - diesmal im Volkspark. Rainer Zietsch hat den Club in Front gebracht. Eckstein sorgt mit Saisontreffer elf für die Entscheidung: Nach einem "tödlichen Pass von André Golke" sprintet er Dietmar Beiersdorfer davon, jagt den Ball zum 2:0 ins Kreuzeck. Der erste Sieg in Hamburg nach 25 Jahren ist bald danach aktenkundig. "Eine Mordsgeschichte", gibt der Mann die mediale Begeisterung damals wieder, der im Juli 2011 dreizehn Minuten klinisch tot war.

Rot-Schwarz gegen Raute: Das große Club-HSV-Quiz!

© Herbert Voll

Club gegen HSV! Das klingt nach Bundesliga, mindestens - ist am 15. Spieltag in Nürnberg aber nur die Begegnung zwischen dem Tabellenelften und einem Aufstiegsaspiranten in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Wie gut kennen Sie sich aus mit dem dem FCN, mit den Rothosen und mit der Geschichte der zahlreichen Duelle? Club-Quiz, auf geht's!

© Herbert Voll

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Frage 1/18:

Wie viele Meisterschaften mehr hat der Club auf dem Briefkopf stehen?

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Frage 2/18:

Welcher Spielplatz der beiden Traditionsvereine liegt näher am geographischen Stadtzentrum?

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Frage 3/18:

Welcher der altgedienten Vereine hat den jüngeren Youngster in der Startelf?

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Frage 4/18:

Welchen Wunsch übermittelt Kanzler Schmidt dem FCN bei dessen Aufstieg 1978 via Telefonschalte?

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Frage 5/18:

Wie viele Buden machte Törles Knöll in zwei Spielzeiten für die HSV-Zweitvertretung in Liga vier?

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Frage 6/18:

Warum dürften "echte" Norddeutsche Hanno Behrens' Großvater richtig cool finden?

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Frage 7/18:

In welcher Abstiegssaison kassierte Christian Mathenia mehr Gegentore?

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Frage 8/18:

Welcher Meisterspieler von 1968 wurde knapp zehn Jahre später mit dem HSV Europapokalsieger?

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Frage 9/18:

Wie oft traf Pierre-Michel Lasogga bei Nürnbergs fürchterlicher 0:5-Heimklatsche im Oktober 2013?

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Frage 10/18:

Wie oft begegneten sich die beiden Traditionsvereine bislang in der Bundesliga?

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Frage 11/18:

Welcher Ex-HSV'ler und späterer Club-Coach hat die meisten Treffer und Einsätze gegen den FCN?

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Frage 12/18:

Wie lange war der letzte Club-Sieg in Hamburg her, bis Dieter Eckstein ihn 1992 sicherstellte?

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Frage 13/18:

Als Marek Mintal im Sommer 2004 in Hamburg dreimal traf,…

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Frage 14/18:

Wer brachte den FCN bei der ersten Bundesliga-Begegnung im Dezember 1963 in Front?

© Herbert Voll

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Frage 15/18:

Apropos Heinz Strehl: Wie oft traf Nürnbergs Bundesliga-Rekordtorschütze beim 5:0-Heimsieg 1965?

© Herbert Voll

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Frage 16/18:

Welcher gebürtige Hamburger schoss Schiedsrichter Kasper im Dezember 1991 die Lichter aus?

© Herbert Voll

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Frage 17/18:

Auf welchen Platz führte Dieter Hecking den Club in der Saison 2010/11?

© Sportfoto Zink

© Sportfoto Zink

Frage 18/18:

Warum sorgte Bakery Jatta vom HSV im Sommer 2019 nach der 0:4-Niederlage des FCN für Diskussionen?

© Herbert Voll

Dass im Zweitliga-Bereich aus Nürnberger Sicht noch keine vergleichbaren Erfolgsgeschichten zu notieren sind, in der Statistik ausschließlich eine herbe 0:4-Heimklatsche und ein 1:4 in der Rückrunde stehen, hängt vor allem damit zusammen, dass der HSV bis Sommer 2018 als einziger Klub seit Gründung der Bundesliga stets der Eliteklasse angehörte. Vor dem Wiedersehen im Volkspark zumindest sprühte Eckstein vor Vitalität, nicht aber vor Zuversicht: "Ich zittere immer mit dem Club, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass er dort was holt", sagte dieser am Telefon - und sollte Recht behalten.

Assistgeber Timmy Simons freut sich bereits. Almog Cohen drückt den Ball zum 2:0-Endstand über die Linie.

29.01.2011 © Zink


Im eigenen Haus hatte der FCN seine Bilanz gegen die Rautenträger bereits im Januar 2011 aufpoliert. Timmy Simons stellte vom Elfmeterpunkt auf 1:0. Kurz darauf musste Gojko Kacar vom Feld - er hatte den durchbrechenden Robert Mak als letzter Mann gestoppt. Frank Rost lenkte den anschließenden Hegeler-Freistoß an die Latte. Hamburgs Schlussmann war jedoch machtlos, als Simons auf Almog Cohen passte und dieser aus der Nahdistanz seinen ersten Bundesliga-Treffer verbuchte.

Einige Nürnberger feierten gegen den HSV Torerfolge in mehrfacher Ausführung: Im Sommer 2004 stellte selbst ein Dreierpack von Marek Mintal beim turbulenten 3:4 in Hamburg allerdings keinen Punktgewinn sicher. Max Morlock, Franz Brungs und Gustav Flachenecker ließen es je zweimal klingeln. Als der "Gustl" 1965 doppelt zur Stelle war, wurde er beim 5:0-Heimsieg gegen Team von Uwe Seeler nur von einem Mann getoppt: Goalgetter Heinz Strehl markierte die drei weiteren Treffer.

Ein Endspiel in drei Akten

1922 hatten derweil auch zwei Partien nicht gereicht, um im Finale um die Deutsche Meisterschaft einen Titelträger zu küren. In Berlin wirkte Hamburgs erster Treffer als Wachmacher für den FCN, der durch Heiner Träg mit dem Ausgleich antwortete. Nach dem 2:1 schien der dritte Meistertitel unter Dach und Fach, ehe sich der HSV doch noch in die Verlängerung rettete. In dieser ließen nicht nur die Kräfte der Spieler extrem nach. Als der Schiedsrichter erschöpft zusammenbrach, wurde der Final-Fight nach 190 Minuten abgebrochen.

Beim neuen Versuch in Leipzig waren keine 20 Minuten gespielt, als der Club nach einer Roten Karte dezimiert war. Nach 90 Minuten war erneut kein Sieger gefunden. In der Verlängerung nahm der Irrsinn seinen Lauf: Kugler verlor bei einer Kollision mehrere Zähne, auch “Boitl“ Popp schied verletzt aus. Torschütze Träg wurde vom Platz gestellt. Auf diesem standen nur noch sieben Cluberer. Die Regeln schrieben mindestens acht vor - Spielabbruch! Das Nachspiel am grünen Tisch wurde per Münzwurf für den HSV entschieden - dieser verzichtete auf den Titel.

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2010/11: Cohens Premiere - Der Heimsieg gegen Hamburg

Der 1. FC Nürnberg gewinnt sein Heimspiel gegen den HSV und holt den ersten Dreier in der Rückrunde. Timmy Simons schießt das 1:0 selbst und bereitet das 2:0 vor. Nürnbergs zweiter Treffer ist das erste Bundesliga-Tor für Almog Cohen.


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Leidgeprüftes FCN-Idol: Dieter Eckstein, ein echter Club-Held

Obwohl seine aktive Zeit vorbei ist, kann Dieter Eckstein nicht vom Fußball lassen. Als gerngesehener Gast auf den Plätzen der Region brach der Fanliebling im August 2011 in der Pause eines Benefizspiels zusammen - Herzattacke, künstliches Koma. Inzwischen geht es der Club-Legende wieder gut. Am 12. März 2020 feierte Eckes seinen 56. Geburtstag. Vollziehen Sie die Karriere des nach Heinz Strehl erfolgreichsten Nürnberger Bundesliga-Torschützen nach!


 

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