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Der FCN bestätigt Max Bögl als Stadion-Partner

Neumarkter Firmengruppe und der Club machen gemeinsame Sache - 15.05.2015 12:59 Uhr

Strategische Partnerschaft: Der 1. FC Nürnberg und Max Bögl kooperieren in Sachen Stadion. © Michael Matejka


Das Unternehmen, das in Schlagdistanz zur Spielwiese des FCN bereits alleiniger Arena-Gesellschafter ist, war bereits im Vorfeld als Club-Partner gehandelt worden. Von einer Pole-Position in Sachen Stadion-Kooperation wollte Thomas Grethlein vor einigen Tagen jedoch nicht sprechen. “Wir führen mit vielen möglichen Investoren Gespräche, da ist aber noch gar nichts in trockenen Tüchern“, diktierte der Aufsichtsratsboss der Nürnberger Zeitung in den Schreibblock. Nun hat der FCN Max Bögl in trockene Tücher gepackt, am Freitag bestätigte der Verein auf der clubeigenen Internetseite eine strategische Partnerschaft. 

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Als das Nürnberger Stadion einmal Victory-Stadium hieß

Das "Max-Morlock-Stadion", der oft geäußerte Wunsch vieler Club-Fans, ist Realität geworden. Die Arena des Altmeisters ist nun nach der Vereinsikone, die Deutschland 1954 in Bern zum Weltmeister machte und für den FCN über 22 Jahre lang Treffer an Treffer reihte, benannt. Doch wie hieß die Spielstätte der Rot-Schwarzen eigentlich früher? Auf jeden Fall vielversprechend: Ausgerechnet Victory-Stadium tauften sie die Amis nach dem Zweiten Weltkrieg.


Man hat einiges vor mit der Neumarkter Firmengruppe. Es geht um das Nürnberger Stadion, seit 1963 die Heimat des Altmeisters. Das Vorgehen, nachdem die Stadt vorübergehend als Betreiber übernimmt: Schritt für Schritt. Der FCN möchte auf jeden Fall in den Betrieb und die Vermarktung seiner Spielstätte eingebunden sein. Er ist – wie Sportvorstand Martin Bader makelt – “einer von drei Vereinen der Bundesliga und 2. Liga“, bei dem das nicht der Fall ist. Die Abhängigkeit, die sich aus den aktuellen Besitzverhältnissen ergibt, sei “unbefriedigend“.

“Wir sind der festen Überzeugung, dass ohne eine Übernahme der Verantwortung für das Stadion durch den 1. FC Nürnberg in naher Zukunft keine Weiterentwicklung des Spielstandortes stattfinden wird", folgert der Club-Vorstand. Erst einmal möchten der FCN und Max Bögl pachten, ein Vorschlag dazu liegt im Postfach der Stadt. Der auslaufende Betreibervertrag sei – laut Bader – eine „Chance, um überhaupt die Grundlage für einen späteren Stadionumbau zu realisieren“.

Ein modernes, ein reines Fußballstadion ist das Ziel der Rot-Schwarzen. Die Tartanbahn, die das Feld in Dutzendteich-Nähe umrahmt, würde einem solchen Ziel zum Opfer fallen. Vorstellbar ist ein Umbau nach der Vorbild der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart. “Die Firmengruppe Max Bögl kann viel Know-How aus den Bereichen Bau und Betrieb von Sportstätten in eine strategische Partnerschaft mit dem 1. FC Nürnberg einbringen", erklärt Johann Bögl, der Gesellschafter des Unternehmens, warum die Neumarkter dem FCN bei der Umsetzung seiner Visionen helfen können. Für 150 Millionen hat die Firmengruppe die Frankfurter Commerzbank-Arena umgebaut sowie das neue Rhein-Energie-Stadion in Köln mit einem Volumen von 118 Millionen errichtet. Gelungene Arbeitsproben hat der Club-Partner demnach bereits geliefert. 

apö

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