Bezirksliga Süd

Der TSV Greding gewinnt das Süd-Derby gegen den TV Hilpoltstein

2.9.2021, 15:26 Uhr
Mit starkem Antritt und Konzentration bis zum Schluss schafften es die Gredinger in der 90. Minute nochmal vor das Tor der Burgherren und zum entscheidenden Treffer.

Mit starkem Antritt und Konzentration bis zum Schluss schafften es die Gredinger in der 90. Minute nochmal vor das Tor der Burgherren und zum entscheidenden Treffer. © Salvatore Giurdanella

„Ich weiß nicht, warum wir in der zweiten Hälfte so eingebrochen sind. Auch nicht, ob wir so nachgelassen haben, oder ob Greding so viel stärker geworden ist“, haderte Julian Schmidpeter, der eine Part des Hilpoltsteiner Trainergespanns, mit dem Spielverlauf. Sein Kollege Martin Baeck-Gugel war sich hingegen in einem anderen Punkt sicher: „Das Spiel haben wir in der ersten Halbzeit verloren, wären wir da in Führung gegangen, hätte es einen anderen Verlauf genommen. In der Pause hätte ich nie gedacht, dass wir als Verlierer vom Platz gehen.“

Die Burgherren durften tatsächlich ihren Möglichkeiten aus Durchgang eins hinterhertrauern. Da waren sie die aktivere Mannschaft und hatten drei Mal die Führung auf dem Fuß. Aber Gredings Schlussmann Fabian Lang klärte gegen Jörg Kotschak aus spitzem Winkel (31.), kurze Zeit später rettete für ihn Leon Mayinger gegen Niklas Engel auf der Torlinie (39.) und mit dem Pausenpfiff pflückte Goalie Lang Kotschak den Ball gerade noch vom Fuß.

Warum sich nahezu alle Beteiligten einig waren, dass der Gredinger Sieg am Ende verdient war, lag an der zweiten Hälfte. Da zeigten die Schwarzachstädter ein anderes Gesicht und hatten auch Möglichkeiten; die besten gleich nach Wiederanpfiff.

Erneut verschossen

Der Unparteiische Peter Schweigert entschied auf Strafstoß, Felix Templer schoss diesen aber neben das Tor. Zehn Minuten später trat Fabian Wolfsteiner auf der rechten Außenbahn energisch an, „nagelte“, den Ball aber an die Lattenunterkante. Von dort sprang er Fabian Koller vor die Füße, TV-Kapitän Benedikt Herzog rettet noch auf der Linie.

Als man schon mit einer Nullnummer rechnen durfte, jubelte Greding dann doch noch. Lukas Billner schritt in der 90. Minute zum Eckball, im Zentrum wurde Moritz Rabl aus dem Gewühl und der Drehung heraus zum Siegtorschützen.

Erstmals hat die Gmelch-Truppe am Mittwochabend auswärts gewonnen und auch zwei Siege hintereinander geholt. „Wenn wir jetzt am Sonntag auch noch in Ansbach-Eyb was holen, war es eine schöne Woche“, sagte Wolfgang Gmelch, der auch über einen anderen Aspekt froh war: „Wir brauchen keine Elfmeter, um ein Spiel zu gewinnen.“

Denn die Elfmeter-Problematik bei den Gredingern bleibt trotz Sieg bestehen. „Inklusive Vorbereitung haben wir in dieser Saison drei Elfmeter bekommen und alle verschossen“, sagt der seit dieser Runde tätige TSV-Trainer und fügte kopfschüttelnd hinzu: „So etwas kannst du nicht erklären, das ist reine Kopf- und Nervensache bei den Spielern.“ Auf der Suche nach einer Lösung spukt Wolfgang Gmelch nun eine nicht alltägliche Idee im Kopf herum: „Ich habe gerade mit meinem Torwart gesprochen.“ Ob Fabian Lang wohl der Mann mit Nerven aus Stahl ist.

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