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Die Frage nach der Mitte: Fürth fokussiert sich auf den Jahn

Personalsorgen am Ronhof - Springt Caligiuri in die Bresche? - 04.10.2018 16:47 Uhr

In der Kleeblatt-Zentrale klafft eine Lücke: Kann Marco Caligiuri sie schließen? © Sportfoto Zink / MeZi


Der Dritte trifft auf den Fünften: Das Kirchweih-Heimspiel der SpVgg Greuther Fürth gegen Jahn Regensburg ist gleichzeitig ein Top-Spiel der 2. Fußball-Bundesliga. Beim Jahn-Team von Trainer Achim Beierlorzer sah es danach zu Saisonbeginn - unter anderem verlor man gegen Aufsteiger Paderborn und im DFB-Pokal beim Oberligisten Chemie Leipzig - noch gar nicht aus. Doch die Englische Woche haben die Oberpfälzer höchst erfolgreich bestritten, alle drei Spiele wurden gewonnen. Besonders spektakulär war der 5:0-Auswärtssieg beim Hamburger SV.

"Sie haben einen guten, geilen Trainer..."

Mit neun Punkten aus drei Spielen machte der Jahn auch in der Tabelle einen ordentlichen Sprung. "Sie haben eine gewisse Kontinuität und einen guten, geilen Trainer, der die Mannschaft gut entwickelt hat. Sie spielen einen sehr erfrischenden Fußball", sagt Kleeblatt-Trainer Damir Buric zum Gegner. 

Buric selbst muss vor der Partie das wohl bisher kniffligste Personalpuzzle der bisherigen Saison lösen: Im defensiven Mittelfeld tut sich eine schmerzhafte Lücke auf. Yosuke Ideguchi wird mit einem Riss des hinteren Kreuzbandes im Knie noch lange ausfallen, zum großen Bedauern seines Trainers. "Er hat bei uns bislang eine tolle Einstellung gezeigt und wird uns sehr fehlen", sagt Buric.

Dazu kommt: Lukas Gugganig muss wegen seiner fünften Gelben Karte für eine Partie aussetzen. Den etwas offensiveren Part des Japaners Ideguchi im zentralen Mittelfeld kann Sebastian Ernst übernehmen. Einen defensiven Abräumer vor der Abwehr zu finden, den der Österreicher Gugganig in den vergangenen Wochen sehr überzeugend gegeben hat, wird dagegen deutlich schwerer. Richard Magyar hat auf dieser Position in der vergangenen Saison bereits gespielt, hat zuletzt aber gemeinsam mit Mario Maloca ein sehr stabiles Innenverteidiger-Duo gebildet.

Eine Chance für den Kapitän? 

Theoretisch wäre auch Kapitän Marco Caligiuri - zuletzt nicht mehr in der Startelf - im defensiven Mittelfeld denkbar. "Schon möglich", sagt Buric zu solchen Gedankenspielen. Allerdings ist Caligiuri auf dieser laufintensiven Position schon seit Jahren nicht mehr zum Einsatz gekommen. Möglicherweise lautet die Frage also einfach: Soll Caligiuri in der Innenverteidigung und Magyar auf der "Sechs" spielen – oder umgekehrt?

Wohl eher für die Ersatzbank ständen mit Daniel Adlung, Patrick Sontheimer und Benedikt Kirsch drei weitere Optionen aus der Regionalligamannschaft zur Verfügung – alle drei aber in zuletzt ohne Profi-Praxis. Zumal Kirsch und Sontheimer eigentlich auch keine klassischen, defensiv ausgerichteten "Sechser" sind. "Es wird eine Kunst, die Mannschaft so aufzustellen, dass wir unsere Stärke beibehalten und unser Spiel durchziehen können", sagt Buric: "Die Balance zwischen defensiver und offensiver taktischer Organisation muss passen."

"Das wird eine sehr schwere Situation"

Immerhin sind Roberto Hilbert und Nik Omladic inzwischen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. "Man muss sehen, wie weit sie sind", sagt Buric, der die Bedeutung des Regensburg-Spiels betont: "Das ist für uns ein unglaublich wichtiges Spiel." Denn: Nach dem Heimspiel gegen Regensburg steht eine zweiwöchige Länderspielpause an. Und danach warten in den folgenden neun Partien bis zur Winterpause gleich sechs Auswärtsspiele auf das Kleeblatt. "Das wird eine sehr schwere Situation, die noch vor uns liegt. Wir müssen fokussiert in das Spiel gegen Regensburg gehen", warnt der Trainer.

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Im dritten Spiel der Englischen Woche sammelte die SpVgg Greuther Fürth am Sonntag die Zähler zwei, drei und vier. Bei der SG Dynamo Dresden erkämpften sich die Buric-Boys einen 1:0-Sieg - Sie haben abgestimmt: Hier sind die Noten der Kleeblatt-Profis.


 

Alexander Pfaehler E-Mail

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