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Diese Fitnessparcours sind in Erlangen und Landkreis geplant

Stadt denkt über Standort Bayernstraße nach, Neunkirchen plant Bewegungspark - 18.03.2021 05:56 Uhr

Einzelne Trainingsgeräte stehen in den Regnitzwiesen an der Bayernstraße schon. Hier könnte bald ein richtiger Fitnessparcours entstehen.

17.03.2021 © Foto: Harald Sippel


Es musste nicht erst Corona kommen, um Sport im Freien boomen zu lassen. Schon bevor die Pandemie die Republik fest in den Griff nahm, wurden in Erlangen und im Landkreis neue Fitnessparcours und Bewegungsparks geplant. Die Gründe dafür dürften vielfältig sein.

Sport im Freien auf öffentlichen Plätzen ist kostenlos und gesellig, schließlich braucht man, um sich dafür zu treffen, keinen Vertrag im selben Fitnessstudio.

Eröffnung im Sommer 2022?

In Erlangen sind aktuell zwei Fitnessparcours in Planung. Einer ist am Bürger-, Begegnungs- und Gesundheitszentrum (BBGZ) in der Hartmannstraße vorgesehen. Geplant ist aktuell, dort Mitte des Jahres mit den Arbeiten an den Außenanlagen zu beginnen. Im Sommer 2022 könnte die Eröffnung anstehen.


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Der zweite geplante Fitnessparcours war immer für den Stadtwesten vorgesehen. Nun hat das Amt für Sport und Gesundheitsförderung ein Areal dafür ins Auge gefasst: an der Bayernstraße, neben dem Neunmühlsteg zum Freibad West, wo sich bereits jetzt eine kleine Freizeitanlage mit Grillplatz und Sportgeräten befindet. 50 000 Euro sind für den Parcours aktuell eingeplant.

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Aufgenommen haben wir in unseren Überblick nur Anlagen, die kommunal gefördert, kostenlos und für alle zugänglich sind. Sportanlagen im Freien sind unter den aktuellen Corona-Beschränkungen geöffnet und dürfen das selbst dann bleiben, wenn der Inzidenzwert über 100 klettern sollte. Denn die Infektionsschutzverordnung sieht auch dann keine Schließung von Sportanlagen vor. Zu beachten sind aber die jeweils gültigen Kontaktbeschränkungen.


"Da ist etwas los"

"Der Platz an sich ist schon belebt, da ist etwas los", sagt Sportamtsleiter Ulrich Klement. "Wir sehen ihn dort als gute Ergänzung." An der Stelle gebe es eine Zielgruppe bis in den Anger hinein, schon jetzt würden dort Menschen Übungen machen. Noch gibt es aber keine Entscheidung: Momentan wird der Standort gemeinsam mit anderen Ämtern geprüft. In der Sportausschusssitzung am 27. April soll darüber abgestimmt werden.

Sollte es bei der Bayernstraße bleiben, werde man die Menschen dort mit einbinden, etwa bei der Frage, was für Geräte gewünscht seien, verspricht Klement: "Wir machen das nicht vom Grünen Tisch aus." Ziel sei, den Parcours noch in diesem Jahr zu errichten, einen genauen Zeitplan gebe es aber noch nicht.

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Gehen andere Standorte leer aus?

Die Entscheidung würde auch bedeuten: Andere Standorte gehen zunächst leer aus, der Ortsbeirat in Hüttendorf hatte sich etwa darum beworben, den Fitnessparcours beherbergen zu können. Auch Überlegungen in Büchenbach-Nord am Kanal etwas zu bauen, hat es gegeben. "Wir haben eben nur begrenzte Mittel. Das ist damit nicht aus der Welt, aber es ist in dem Ranking, das wir uns erarbeitet haben, eben nicht ganz vorne gelandet", sagt Klement.

Im Kriterienkatalog der Stadt geht es zum Beispiel um eine gute Erreichbarkeit oder darum, wie gut bereits bestehende Infrastruktur in den Plan einbezogen werden kann. Immerhin sagt der Sportamtsleiter: "Es wird nicht der letzte Fitnessparcours sein, den wir in Erlangen errichten."

In Neunkirchen am Brand soll dagegen bald der erste entstehen. Angedacht ist weniger ein Fitnessparcours, sondern ein Bewegungspark für Ältere. Die Planung soll erst im kommenden Jahr beginnen, dafür sind 5000 Euro vorgesehen. Für den Park, der im Jahr 2023 kommen könnte, sind es 30 000 Euro.

Ein Wunsch der Senioren

Der Wunsch nach einem Bewegungspark komme aus dem Seniorenbeirat. "Wir hätten gerne letztes Jahr begonnen, aber Corona und andere Themen haben eine andere Priorisierung notwendig gemacht", sagt Bürgermeister Martin Walz (CSU).

Bis 2023 dürfte Corona allerdings wohl Geschichte sein. "Es wäre natürlich schön, jetzt einen Bewegungspark zu haben. Aber selbst wenn wir ihn in Corona-Zeiten geplant hätten, hätten wir ihn so schnell nicht fertigstellen können", so Walz. "Da haben wir den Senioren mit anderen Themen einen größeren Gefallen getan."

Wunschstandort ist der Brandbachgarten mitten im Ort. "Dort können wir mit dem, was schon da ist, Jung und Alt zusammenbringen", sagt Walz. Für viele Senioren seien Fitnessstudios keine wirkliche Alternative, glaubt der Bürgermeister, der Bedarf deshalb da. Egal, ob gerade eine Pandemie tobt oder nicht.

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