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"Er hat Mannschaft geschadet": Pereiras Aussetzer wirkt nach

Fassungslosigkeit auch innerhalb der Mannschaft - Schommers will sprechen - 25.02.2019 10:00 Uhr

Folgerichtige Entscheidung: Schiedsrichter Sascha Stegemann schickt Matheus Pereira mit Rot vom Platz. © Foto: Sportfoto Zink


Auf ein abschließendes Urteil verzichtete Boris Schommers. Dass das folgenschwere Vergehen eine Sanktion nach sich ziehen wird, nicht nur weil es das DFB-Sportgericht für Tätlichkeiten nun mal so vorsieht, sondern auch, weil Matheus Pereira seine Mitspieler um eine echte Siegchance beraubt hatte, ist klar. "Ich möchte erst mit dem Spieler sprechen", fuhr Nürnbergs Interimstrainer fort.

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Erst wenn das Bild komplett sei, also auch der Sünder einen Beitrag zur Aufklärung geleistet hat, will sich Schommers dazu dezidiert äußern. Doch egal, was Pereira auch vorbringen wird, entschuldigen wird der Leihspieler von Sporting Lissabon sein Verhalten nicht mehr können. "Das darf ihm nicht passieren. Erst recht nicht in so einem wichtigen Spiel für uns", schimpfte Torhüter Christian Mathenia und wunderte sich doch recht milde über dessen "südamerikanisches Temperament" und wollte den Offensivspieler nicht zu sehr abstrafen: "Es ist passiert. Er ist auch nur ein Mensch."

"Wir sind doch eine Mannschaft"

Auch Eduard Löwen verzichtete darauf, "nachzutreten" und behielt seinen Ärger für sich: "Wir sind doch eine Mannschaft." Eine Mannschaft, die in den nächsten Wochen ohne Pereira, der an guten Tagen mit seiner technischen Begabung nicht zu ersetzen sein wird, auskommen muss. An Tagen wie in Düsseldorf aber unbeherrscht auftritt und nicht nur eine schmerzliche Lücke im Team entstehen lässt. Auch bei Niko Gießelmann scheint er mit seinem leichten Schlag in den Genitalbereich einen großen Schaden angerichtet zu haben. Der Ex-Fürther hatte ihn mit einem rustikalen Sprung in den Rücken zuvor provoziert und auch noch beschimpft. Nach der Tätlichkeit ließ sich der Düsseldorfer Abwehrspieler minutenlang behandeln.

Am Abend im Aktuellen Sportstudio schilderte er Pereiras Eingriff als "für Männer eben besonders schmerzhaft". Um seine Standfestigkeit muss man sich offensichtlich auch auf sportlicher Ebene ernsthaft sorgen. Immerhin ging Gießelmann überaus theatralisch zu Boden. "Man kann das clever nennen, sicherlich aber auch unsportlich. Einen Fair-Play-Preis gewinnt er damit nicht", hatte Club-Kapitän Hanno Behrens auch dazu eine klare Meinung, verhehlte aber nicht, dass die Schuld eindeutig bei Pereira liegt. "Das kann man nicht erklären. Früher hätte man so etwas vielleicht noch verstecken können, aber heute wird doch auf den Videos alles gesehen!"

Egal aus welcher Perspektive man es betrachtet, es bleibt mindestens "eine Dummheit", wie Behrens nach der 1:2-Niederlage reichlich fassungslos betonte: "Es prasselt momentan viel auf uns ein. Das darf ihm nicht passieren. Er hat damit der Mannschaft geschadet."

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jabs

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