Erst Elfer-Frust, dann Oster-Jubel: FCN feiert gegen Paderborn

4.4.2021, 16:33 Uhr
Druck ist für den Club in letzter Zeit nichts Neues. Der ist direkt nach der Länderspielpause nochmal etwas größer geworden, nachdem Osnabrück am Samstag überraschend drei Punkte gegen Karlsruhe geholt hat. In der jüngeren Vergangenheit ist der Club unter einem solchen Druck gerne mal eingeknickt – nicht aber gegen Paderborn. Die Nürnberger traten ähnlich entschieden und aggressiv auf wie im Derby, konnten aber im Gegensatz dazu über einen 2:1-Sieg freuen und drei Zähler zu ihrem Punktekonto hinzufügen.
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Druck ist für den Club in letzter Zeit nichts Neues. Der ist direkt nach der Länderspielpause nochmal etwas größer geworden, nachdem Osnabrück am Samstag überraschend drei Punkte gegen Karlsruhe geholt hat. In der jüngeren Vergangenheit ist der Club unter einem solchen Druck gerne mal eingeknickt – nicht aber gegen Paderborn. Die Nürnberger traten ähnlich entschieden und aggressiv auf wie im Derby, konnten aber im Gegensatz dazu über einen 2:1-Sieg freuen und drei Zähler zu ihrem Punktekonto hinzufügen. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Der Club startet mutig in die Partie und beschäftigt die Paderborner in deren Hälfte, sodass diese schlecht in ihr berüchtigtes Pressing kommen. Das übernimmt stattdessen der FCN, der die Gäste früh stört und einen kontrollierten Spielaufbau unterbindet. Dafür lassen die Nürnberger Offensivkräfte meist die linke Paderborner Abwehrseite frei und greifen dann geschlossen und energisch an, sobald der Ball zu Chima Okoroji kommt. Taktisch beginnt die Partie also interessant, Torchancen oder nur Strafraumszenen sind aber noch Mangelware.
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Viel Abwehrarbeit, wenig Offensive

Der Club startet mutig in die Partie und beschäftigt die Paderborner in deren Hälfte, sodass diese schlecht in ihr berüchtigtes Pressing kommen. Das übernimmt stattdessen der FCN, der die Gäste früh stört und einen kontrollierten Spielaufbau unterbindet. Dafür lassen die Nürnberger Offensivkräfte meist die linke Paderborner Abwehrseite frei und greifen dann geschlossen und energisch an, sobald der Ball zu Chima Okoroji kommt. Taktisch beginnt die Partie also interessant, Torchancen oder nur Strafraumszenen sind aber noch Mangelware. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Den ersten vorsichtigen Versuch startet dann Tom Krauß, der nach einem Zusammenspiel zwischen Tim Handwerker und Fabian Nürnberger im Paderborner Strafraum auftaucht. Er zieht aus spitzem Winkel ab, trifft aber den Ball nicht richtig. Leopold Zingerle muss nicht eingreifen.
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Krauß mit der ersten Chance der Partie

Den ersten vorsichtigen Versuch startet dann Tom Krauß, der nach einem Zusammenspiel zwischen Tim Handwerker und Fabian Nürnberger im Paderborner Strafraum auftaucht. Er zieht aus spitzem Winkel ab, trifft aber den Ball nicht richtig. Leopold Zingerle muss nicht eingreifen. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Auf der anderen Seite wagt sich auch Paderborn in den Nürnberger Strafraum. Dennis Srbeny versucht es aus etwa 13 Metern, sein Schuss ist aber kein Problem für Christian Mathenia.
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Srbeny testet Mathenia

Auf der anderen Seite wagt sich auch Paderborn in den Nürnberger Strafraum. Dennis Srbeny versucht es aus etwa 13 Metern, sein Schuss ist aber kein Problem für Christian Mathenia. © Timm Schamberger, dpa

Beide Mannschaften drehen jetzt etwas auf und drängen energischer in Richtung gegnerisches Tor. Nach einer flachen Hereingabe von Enrico Valentini trifft Erik Shuranov den Ball, der kurz zuvor nochmal aufspringt, in aussichtsreicher Position nicht. Wenig später zielt Mats Möller Daehli nach einer schönen Kombination durch die Nürnberger etwas zu hoch.
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Kurze Drangphase beider Teams

Beide Mannschaften drehen jetzt etwas auf und drängen energischer in Richtung gegnerisches Tor. Nach einer flachen Hereingabe von Enrico Valentini trifft Erik Shuranov den Ball, der kurz zuvor nochmal aufspringt, in aussichtsreicher Position nicht. Wenig später zielt Mats Möller Daehli nach einer schönen Kombination durch die Nürnberger etwas zu hoch. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Vom Paderborner Ballbesitzfußball ist in der ersten halben Stunde der Partie noch wenig zu sehen, auf beiden Seiten dominieren Fehlpässe und Ballverluste das Spiel. Die kurze Drangphase ist auch schnell wieder vorbei: Beide Teams fokussieren sich aufs Verteidigen und taktieren sich gegenseitig aus. Ziel ist es vor allem, den Gegner vom Fußballspielen abzuhalten. Dazu kommen noch Stockfehler und Ungenauigkeiten.
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Fokus auf der Verteidigung

Vom Paderborner Ballbesitzfußball ist in der ersten halben Stunde der Partie noch wenig zu sehen, auf beiden Seiten dominieren Fehlpässe und Ballverluste das Spiel. Die kurze Drangphase ist auch schnell wieder vorbei: Beide Teams fokussieren sich aufs Verteidigen und taktieren sich gegenseitig aus. Ziel ist es vor allem, den Gegner vom Fußballspielen abzuhalten. Dazu kommen noch Stockfehler und Ungenauigkeiten. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Doch dann geht der Club wie aus dem Nichts in Führung. Bisher sah es ganz eindeutig so aus, als würde es torlos in die Pause gehen. Stattdessen findet Valentinis Flanke aus dem rechten Halbfeld Manuel Schäffler, der einläuft und aus fünf Metern unbedrängt vor Zingerle einköpfen kann. Danken kann er dafür allerdings auch Marcel Correia, der sich bei der hohen Hereingabe enorm verschätzt.
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FCN-Führung aus dem Nichts

Doch dann geht der Club wie aus dem Nichts in Führung. Bisher sah es ganz eindeutig so aus, als würde es torlos in die Pause gehen. Stattdessen findet Valentinis Flanke aus dem rechten Halbfeld Manuel Schäffler, der einläuft und aus fünf Metern unbedrängt vor Zingerle einköpfen kann. Danken kann er dafür allerdings auch Marcel Correia, der sich bei der hohen Hereingabe enorm verschätzt. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Das Tor befeuert die Nürnberger, die sich jetzt kompromisslos in jeden Zweikampf werfen und kurz vor der Halbzeit fast doppelt so viele direkte Duelle gewonnen haben wie die Paderborner. Trotzdem gelingt wenig später auch Paderborn ein Treffer aus dem Nichts. Nach einem gefühlvollen Ball von Srbeny aus dem Mittelfeld kommt Christopher Antwi-Adjei in halbrechter Position ins Laufen, lässt Lukas Mühl stehen und Mathenia aus acht Metern keine Chance.
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Ausgleich aus dem Nichts

Das Tor befeuert die Nürnberger, die sich jetzt kompromisslos in jeden Zweikampf werfen und kurz vor der Halbzeit fast doppelt so viele direkte Duelle gewonnen haben wie die Paderborner. Trotzdem gelingt wenig später auch Paderborn ein Treffer aus dem Nichts. Nach einem gefühlvollen Ball von Srbeny aus dem Mittelfeld kommt Christopher Antwi-Adjei in halbrechter Position ins Laufen, lässt Lukas Mühl stehen und Mathenia aus acht Metern keine Chance. © Timm Schamberger

Damit geht es mit einem insgesamt gerechten 1:1 in die Pause. Loben kann man in der ersten Halbzeit dieser Partie neben der Effektivität vor dem Tor hauptsächlich das Defensivverhalten beider Mannschaften, denen es jeweils gelingt, Chancen oder auch nur annähernd ansehnlichen Offensivfußball des Gegners zu verhindern. Abgesehen natürlich von den beiden Gegentoren, bei denen die Abwehr sich jeweils in einen kurzen Sekundenschlaf verabschiedet hat.
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1:1 zur Pause

Damit geht es mit einem insgesamt gerechten 1:1 in die Pause. Loben kann man in der ersten Halbzeit dieser Partie neben der Effektivität vor dem Tor hauptsächlich das Defensivverhalten beider Mannschaften, denen es jeweils gelingt, Chancen oder auch nur annähernd ansehnlichen Offensivfußball des Gegners zu verhindern. Abgesehen natürlich von den beiden Gegentoren, bei denen die Abwehr sich jeweils in einen kurzen Sekundenschlaf verabschiedet hat. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Der Club startet direkt mit einem Ausrufezeichen in die zweite Hälfte. Nach einem langen Ball bringt Mühl die Kugel zu Krauß, der aus der Distanz abzieht. Sein Schuss lässt den Pfosten zittern, Zingerle hat noch Glück, dass der Abpraller ihn verpasst und vom Tor wegspringt. Auf der anderen Seite verpasst Correia im Nürnberger Fünfer nach einem Freistoß von Chris Führich knapp.
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Pfostenknaller

Der Club startet direkt mit einem Ausrufezeichen in die zweite Hälfte. Nach einem langen Ball bringt Mühl die Kugel zu Krauß, der aus der Distanz abzieht. Sein Schuss lässt den Pfosten zittern, Zingerle hat noch Glück, dass der Abpraller ihn verpasst und vom Tor wegspringt. Auf der anderen Seite verpasst Correia im Nürnberger Fünfer nach einem Freistoß von Chris Führich knapp. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Die größte Chance des Spiels hat dann Schäffler vom Elfmeterpunkt. Eine Flanke von Asger Sörensen hatte der Nürnberger Stürmer volley genommen, dabei aber Correias Hand getroffen, die dieser ausgestreckt hatte. Schiedsrichter Alexander Sather entscheidet sofort auf Strafstoß. Schäffler tritt selbst an, seinen zu unplatzierten Schuss kann Zingerle aber halten.
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Schäffler verschießt Elfmeter

Die größte Chance des Spiels hat dann Schäffler vom Elfmeterpunkt. Eine Flanke von Asger Sörensen hatte der Nürnberger Stürmer volley genommen, dabei aber Correias Hand getroffen, die dieser ausgestreckt hatte. Schiedsrichter Alexander Sather entscheidet sofort auf Strafstoß. Schäffler tritt selbst an, seinen zu unplatzierten Schuss kann Zingerle aber halten. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Sorgen muss sich der Club jetzt um Nürnberger machen, der sich nach 66 Minuten an die Leiste fasst und ausgewechselt werden muss. Für ihn kommt Nikola Dovedan. Wenig später darf noch Dennis Borkowski für Erik Shuranov ran, der nach einem starken Derby gegen Paderborn kaum aufgefallen ist. Inzwischen hat die Partie an jeglicher Fahrt verloren, die sie bisher noch hatte. Den unbedingten Willen auf den Sieg sieht man in dieser Phase des Spiels bei keiner der beiden Mannschaften, Chancen gibt es so gut wie keine.
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Nürnberger muss raus

Sorgen muss sich der Club jetzt um Nürnberger machen, der sich nach 66 Minuten an die Leiste fasst und ausgewechselt werden muss. Für ihn kommt Nikola Dovedan. Wenig später darf noch Dennis Borkowski für Erik Shuranov ran, der nach einem starken Derby gegen Paderborn kaum aufgefallen ist. Inzwischen hat die Partie an jeglicher Fahrt verloren, die sie bisher noch hatte. Den unbedingten Willen auf den Sieg sieht man in dieser Phase des Spiels bei keiner der beiden Mannschaften, Chancen gibt es so gut wie keine. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Das lässt Krauß so nicht auf sich sitzen. Möller Daehli setzt sich im Mittelfeld stark durch und legt kurz vor dem Sechszehner dann auf Krauß ab. Anspielstationen hat er keine, also fasst er sich ein Herz und nagelt den Ball mit Wucht ins Paderborner Tor.
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Krauß fasst sich ein Herz

Das lässt Krauß so nicht auf sich sitzen. Möller Daehli setzt sich im Mittelfeld stark durch und legt kurz vor dem Sechszehner dann auf Krauß ab. Anspielstationen hat er keine, also fasst er sich ein Herz und nagelt den Ball mit Wucht ins Paderborner Tor. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Getrübt wird die Freude über den Führungstreffer durch die Auswechslung von Johannes Geis, der verletzt ausgewechselt werden muss. Für ihn kommt Hanno Behrens.
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Auch Geis verletzt sich

Getrübt wird die Freude über den Führungstreffer durch die Auswechslung von Johannes Geis, der verletzt ausgewechselt werden muss. Für ihn kommt Hanno Behrens. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Die zweite Halbzeit ist nicht die Halbzeit von Manuel Schäffler. Erst verschießt er den Elfmeter, dann verpasst er die Entscheidung. Nach einem schönen Steckpass von Dovedan taucht Schäffler vor Zingerle auf. Er entscheidet sich dafür, am Keeper vorbeizugehen, wodurch der Winkel aber etwas spitz wird. Sein Abschluss wirkt etwas überhastet und wird dem Paderborner Kasten nicht gefährlich.
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Schäffler wieder im Pech

Die zweite Halbzeit ist nicht die Halbzeit von Manuel Schäffler. Erst verschießt er den Elfmeter, dann verpasst er die Entscheidung. Nach einem schönen Steckpass von Dovedan taucht Schäffler vor Zingerle auf. Er entscheidet sich dafür, am Keeper vorbeizugehen, wodurch der Winkel aber etwas spitz wird. Sein Abschluss wirkt etwas überhastet und wird dem Paderborner Kasten nicht gefährlich. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Der SCP bemüht sich im Anschluss noch, den Ausgleich zu erzielen, die Versuche wirken aber weitestgehend halbherzig und etwas hilflos. Weil am Ende sogar Zingerle im Nürnberger Strafraum unterstützt, hat am Ende Dovedan sogar noch die Möglichkeit, das Spiel vor dem Abpfiff schon zu entscheiden. Allein macht er sich auf den Weg zum Paderborner Tor, bekommt am Ende noch etwas Druck und schiebt den Ball aus etwa 40 Metern am Kasten vorbei.
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Dovedan vergibt vor dem leeren Tor

Der SCP bemüht sich im Anschluss noch, den Ausgleich zu erzielen, die Versuche wirken aber weitestgehend halbherzig und etwas hilflos. Weil am Ende sogar Zingerle im Nürnberger Strafraum unterstützt, hat am Ende Dovedan sogar noch die Möglichkeit, das Spiel vor dem Abpfiff schon zu entscheiden. Allein macht er sich auf den Weg zum Paderborner Tor, bekommt am Ende noch etwas Druck und schiebt den Ball aus etwa 40 Metern am Kasten vorbei. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Zu sehr muss er sich aber nicht darüber ärgern, denn kurz danach ist Schluss. Der Club behält nach einem von starker Abwehrarbeit und vielen kleinen Fehlern auf beiden Seiten geprägtem Spiel drei Punkte in Nürnberg und kann mit etwas breiterer Brust in das kleine Derby gegen den Tabellenletzten aus Würzburg gehen.
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Verdienter Kampfsieg

Zu sehr muss er sich aber nicht darüber ärgern, denn kurz danach ist Schluss. Der Club behält nach einem von starker Abwehrarbeit und vielen kleinen Fehlern auf beiden Seiten geprägtem Spiel drei Punkte in Nürnberg und kann mit etwas breiterer Brust in das kleine Derby gegen den Tabellenletzten aus Würzburg gehen. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr