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Erster Kleeblatt-Test: Remis gegen Absteiger Wehen Wiesbaden

Leitl testet munter durch und bietet gleich zwei Mannschaften auf - 08.08.2020 18:47 Uhr

Zurück auf dem Platz: Mergim Mavraj.

© Sportfoto Zink


Die Anzahl der verfügbaren Spieler gab es her, die Temperaturen taten das Ihre dazu, also schickte Fürths Coach Stefan Leitl pro Halbzeit jeweils eine komplett neue Elf aufs Feld. Die erste führte Branimir Hrgota als Kapitän auf den Platz. Der Schwede war es auch, der den ersten Treffer für das Kleeblatt erzielte. Wegen einem Foul im Strafraum des SVWW entschied der Referee auf Elfmeter, den Hrgota zum 1:0 für die Gastgeber (8.) verwandelte. Nach dem Abgang von Mittelstürmer Daniel Keita-Ruel zum Ligakonkurrenten SV Sandhausen testete Leitl den Skandinavier im Angriffszentrum. Links flankiert von Kenny Redondo, rechts von Jamie Leweling.

"Wir müssen immer wieder in die Ordnung kommen und dann attackieren“, hatte Leitl seinen Spielern vor dem Anpfiff als eine der letzten Anweisungen mit auf den Weg gegeben. Seiner ersten Auswahl gelang das bis zur Pause nicht immer, obwohl insbesondere Paul Seguin im Mittelfeld immer wieder um Organisation und Struktur bemüht war. Offensiv wie defensiv.

Burchert trägt die Kapitänsbinde

Doch weil die Hessen ihrerseits auch früh störten, hatten die Franken nach der Trinkpause Mitte des ersten Durchgangs Probleme im Aufbau und der SVWW zwei, drei gute Gelegenheiten. Den Ausgleich zum 1:1 erzielte kurz vor der Pause Gianluca Korte, der einen von der Latte abgeprallten, direkten Freistoß ins Netz köpfte (43.).

Brachte das Kleeblatt vom Elfmeterpunkt in Führung: Branimir Hrgota.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Nach dem Seitenwechsel trug Keeper Sascha Burchert die Kapitänsbinde, Havard Nielsen übernahm von Hrgota die Angriffsmitte und Ahmet Gürleyen gab neben Mergim Mavraj in der Innenverteidigung sein Debüt im Trikot des Kleeblatts. Der robuste Testspieler vom FSV Mainz 05 bot eine solide Partie. Die von Leitl verlangte Grundordnung hielt Fürths Elf in der zweiten Hälfte über die gesamten 45 Minuten gesehen besser als ihre Vorgänger aus der ersten.

"Insgesamt war die zweite Halbzeit besser"

Mit einem schönen Volley markierte Marco Meyerhöfer die 2:1-Führung für die SpVgg (54.). Nach vorne gelang den in der vergangenen Saison von der zweiten in die dritte Liga abgestiegenen Gästen nun nicht mehr so viel gefährliches, weil die Fürther weniger Lücken ließen. Das 2:2 fiel in der Schlussphase dennoch und etwas unerwartet. Einen langen Pass verwertete Marvin Ajani (86.) zum Ausgleich.

"Insgesamt denke ich, war die zweite Halbzeit besser als die erste, weil wir in der zweiten Halbzeit bis auf individuelle Ballverluste und eben das Gegentor nichts zugelassen haben. In der ersten Hälfte war es doch so, dass das eine oder andere Mal die Abstimmung nicht so gepasst hat, wie wir uns das vorgestellt haben“, lautete Leitls Fazit.

Fürth vor der Pause: Funk - Kratzer, Jaeckel, Subaric, Raum - Ernst, Seguin, Torlak - Leweling, Hrgota, Redondo.

Fürth nach der Pause: Burchert - Meyerhöfer, Gürleyen, Mavraj, Lungwitz - Tillman, Stach, Green - Abiama, Nielsen, Stefaniak.

Tore: 1:0 Hrgota (8. Foulelfmeter), 1:1 Korte (43.), 2:1 Meyerhöfer (54.), 2:2 Ajani (86.).

Florian Jennemann

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