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Feinarbeit im Trainingslager: Das hat Canadi mit dem Club vor

Der FCN bereitet sich derzeit in Österreich auf die neue Saison vor - 09.07.2019 10:47 Uhr

Trainer Damir Canadi ist als akribischer Arbeiter bekannt - zum Auftakt in Maria Alm legte der Österreicher gleich richtig los. © Sportfoto Zink / DaMa


Auch wenn Damir Canadi bekanntlich aus Österreich stammt, bietet ihm das erste Trainingslager mit dem 1. FC Nürnberg eine persönliche Premiere. Die rund 2000 Einwohner zählende Gemeinde Maria Alm in der Region Hochkönig, wo der Club seit Sonntag sein Quartier bezogen hat, ist auch für den gebürtigen Wiener Neuland. "Mit dem FCN dort zum ersten Mal hinzureisen und sich auf die neue Saison vorzubereiten – darauf freue ich mich sehr!", hatte Canadi vor der Abreise am Sonntag betont.

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Neue Gesichter und Abschiede: So hat sich der Club-Kader verändert

Da kann man schon mal leicht den Überblick verlieren. Während der eine Spieler freudig vorgestellt wird, wird der andere gerade verabschiedet. So läuft es in der Sommerpause im Fußballgeschäft - auch beim 1. FC Nürnberg. Diese Spieler sind zur Saison 2019/2020 gekommen - und diese sind gegangen.


Ob dem 49-Jährigen viel Zeit bleibt, das idyllische Salzburger Land zu erkunden, ist allerdings eher nicht anzunehmen. Schließlich wartet auf Canadi und sein neu formiertes Trainerteam viel Arbeit. Feilen will der Chefcoach vor allem an "Details im körperlichen und taktischen Bereich", zudem hat er in Sachen Technik bei manchen seiner Profis "einige Defizite" entdeckt. "Wir wollen geschlossen gegen den Ball arbeiten, um so unsere Qualitäten in der Offensive auszuspielen", benannte der Coach ein zentrales Thema für diese intensive Phase der Vorbereitung.

Abseits des Fußballplatzes soll das Teambuilding eine gewichtige Rolle spielen. Mit Nikola Dovedan (1. FC Heidenheim), Robin Hack (1899 Hoffenheim), Oliver Sorg (Hannover 96), Felix Lohkemper (1. FC Magdeburg), Tim Handwerker (1. FC Köln), Asger Sörensen (RB Salzburg) und Keeper Andreas Lukse (SCR Altach) sowie dem aus der eigenen U21 hochgezogenen Jungprofi Fabian Nürnberger wollen immerhin acht neue Kräfte in den Zweitligakader integriert werden. Zudem sind mit dem von Borussia Dortmund gekommenen Sturmtalent Paul-Philipp Besong sowie Linksverteidiger Ekin Celebi und Torhüter Jonas Wendlinger drei primär für die U21 vorgesehene Nachwuchskräfte mit nach Maria Alm gereist.

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Bergpanorama, Pools und Sauna: Hier bereitet sich der Club vor

Es ist ein wichtiger Baustein in der langen und harten Vorbereitungsphase des FCN: Das Trainingslager. Dieses Jahr zieht es das Team um Trainer Damir Canadi ins österreichische Maria Alm. Dort können sich Hanno Behrens und Co. intensiv auf die kommende Spielsaison vorbereiten. Neben Krafträumen und, natürlich, einem Fußballplatz, gibt es zur Regeneration auch Pools und Saunas.


Verzichten muss Canadi in Österreich noch auf Adam Zrelak, der slowakische Angreifer ist nach seinem Ende Februar erlittenen Kreuzbandriss mit Reha-Maßnahmen beschäftigt. Zudem fehlt Virgil Misidjan laut Vereinsangaben wegen "privater Verpflichtungen", der Niederländer soll erst im Lauf der Woche wieder zur Mannschaft stoßen.

 

 

 

Bereits am Dienstagabend um 18 Uhr steht das erste Testspiel des Trainingslagers beim FC Pinzgau auf dem Programm, betreut wird der heimische Drittligist vom deutschen Ex-Nationalspieler Christian Ziege. Tags darauf geht es zum SK Bischofshofen aus der viertklassigen Salzburger Liga (Anstoß 18.30 Uhr). Nachdem in den bisherigen Testspielen munter durchgewechselt wurde, will Canadi diesen Doppelpack nun dazu nutzen, um "allen Kaderspielern 90 Minuten Spielzeit anzubieten", wie es der Coach formuliert. 

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Erste Eindrücke aus dem Trainingslager: Der Club fühlt sich pudelwohl

Viele strahlende junge Männer mit entspannten Mienen haben sich da in Maria Alm die roten Trainingsjacken angezogen. Der FCN ist in Österreich angekommen und scheint sich dort gut eingefunden zu haben. Die gute Laune wurde allerdings etwas getrübt, weil sich Paul-Philipp Besong bei einer Einheit verletzte.


Wenn der Bundesligaabsteiger dann zum Abschluss seines neuntägigen Trips in die Alpenrepublik am Sonntag (18.30 Uhr) noch bei Rapid Wien seine Aufwartung macht, dürfte sich zwei Wochen vor dem Ligastart schon eine voraussichtliche A-Elf herauskristallisieren.  

Uli Digmayer

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