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Franke Beierlorzer wird neuer Trainer des FSV Mainz 05

Beierlorzer war auch in Nürnberg im Gespräch - 18.11.2019 15:19 Uhr

Der Franke Achim Beierlorzer soll in Zukunft dem FSV Mainz 05 den Weg aus der Krise weisen. © Marius Becker


Nur neun Tage nach seinem unfreiwilligen Abgang beim 1. FC Köln hat Achim Beierlorzer wieder einen Job in der Bundesliga. Der 51-Jährige wird neuer Trainer beim Abstiegskandidaten FSV Mainz 05. Die Rheinhessen hatten sich nach dem 0:8 bei RB Leipzig und dem 2:3 gegen Union Berlin von Sandro Schwarz getrennt. Beierlorzer erhält nach Klub-Angaben einen Vertrag bis zum Sommer 2022 und sitzt in der Partie am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) bei der TSG 1899 Hoffenheim erstmals auf der Bank des Tabellen-16. Laut Sky übernimmt Markus Gisdol in Köln für Beierlorzer, bestätigt hat der Verein dies aber noch nicht.

"Bei sachlicher und inhaltlicher Betrachtung ist Achim Beierlorzer ein typischer Trainer für Mainz 05", kommentierte FSV-Sportvorstand Rouven Schröder in einer Pressemitteilung. Der Coach sagte: "Sicherlich ist dies eine kuriose Situation im Fußball: Vor einer Woche war ich noch Trainer in Köln, nun werde ich in Mainz als Chefcoach vorgestellt."

Beierlorzer hatte mit Köln in elf Spielen nur sieben Punkte gesammelt, die Mainzer haben zwei Zähler mehr. Der Franke soll nun den selbst ernannten Karnevalsverein davor bewahren, am Saisonende nach elf Jahren wieder ins Unterhaus abzustürzen. Der jüngere Bruder des früheren Bayern-Profis Bertram Beierlorzer arbeitete schon in verschiedenen Funktionen bei RB Leipzig und war von 2017 bis 2019 Chefcoach beim SSV Jahn Regensburg. Köln hatte am Freitag, nur eine Woche nach der Trennung, den bis 2021 laufenden Vertrag mit dem Coach aufgelöst. Über die Höhe der Abfindung machte der Verein keine Angaben.

Mainz hatte zuletzt in Leipzig und auch gegen Berlin eine desolate Leistung gezeigt. Der Klub entzog daher dem gebürtigen Mainzer Schwarz nach zweieinhalb Jahren das Vertrauen. Nach elf Spieltagen steht die Mannschaft mit lediglich neun Punkten und einem miserablen Torverhältnis von 12:30 auf dem Relegationsplatz.

Mit den heutigen Startrainern Jürgen Klopp (FC Liverpool) und Thomas Tuchel (Paris Saint-Germain) hatte Mainz einst zwei Eigengewächse zu Trainern befördert. Klopp wurde 2002 von Präsident Harald Strutz und Manager Christian Heidel direkt vom Spieler zum Trainer gemacht. Tuchel trainierte ein Jahr die U19, ehe er 2009 zum Chef aufstieg. Klopp-Kumpel Schwarz hatte die 2. Mannschaft der Mainzer und die U19 betreut.

dpa

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