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Fränkische Handball-Ikone Gerda Reitwießner wird 80

Nürnbergerin bestritt 61 Länderspiele und traf dabei 117 mal - 08.04.2021 06:00 Uhr

Hatte einst ein Titelabonnement: Gerda Reitwießner.

14.07.2020 © e-arc-tmp-20200519_155037-1.jpg, ARC


Als Spielmacherin, aber auch auf vielen anderen Positionen setzten ihre Trainer Adolf Feldlin, Erwin Porzner oder Volker Schneller die quirlige Linkshänderin ein, die vom ESV West über die DJK Bayern zum Club gestoßen war. Egal, ob auf dem Großfeld oder in der Halle – sie erlebte die Wandlungs- und Übergangsphase ihrer Sportart hautnah mit.

Zehn deutsche Meistertitel im Freien und unter dem Dach fuhr Reitwießner, die heute ihren 80. Geburtstag feiert, mit "ihrem" Club ein. Dabei blieb ihr Talent auch auf höherer Ebene nicht verborgen: 61 Länderspiele bestritt die Nürnbergerin, die heute im Stadtteil Reichelsdorf lebt, warf dabei 117 Tore und krönte ihre Laufbahn mit der Bronzemedaille bei der WM 1965 in Dortmund. Als "gesellige Teamplayerin" würde sie Walter Keim wohl heute bezeichnen, der damals einer der Macher beim Frauenhandball des Clubs war, und Reitwießner "ein gutes Auge und enormen Trickreichtum" attestierte.

Ein Händchen für kleinere Bälle demonstrierte Gerda Reitwießner auch nach dem Ende ihrer Karriere als Handballerin, als sie die Sportart wechselte: Mit dem Seniorinnenteam des 1. FCN holte sie sechs bayerische Tennis-Meistertitel, wobei sie den Schläger in der rechten Hand hielt. Wohingegen sie später beim Golfen wieder die Linke als Führhand nutzte.

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Legenden: Die 100 größten Sportler aus Franken und der Oberpfalz

Gestritten haben wir, manchmal, aber immer in der Einigkeit, dass die Liste der Sportler*innen, die "Unsere 100" sein sollten, keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben dürfte. Sonst hätten es "Unsere 1000" werden müssen. In einer Region, deren (früher) große Fußballvereine insgesamt 13 Deutsche Meistertitel feiern durften, hätten sich mühelos allein 100 Kicker finden lassen – was allerdings sehr viele Schwarzweißfotos bedeutet hätte, es ist ja alles etwas länger her. So ist eine herrlich bunte Bildergalerie entstanden - aus Faustballer*innen, Kämpfer*innen, ganz vielen Sieger*innen und natürlich auch Fußballern. In den Nürnberger Nachrichten sind 100 Geschichten erschienen, Auszüge daraus lesen sie in dieser Galerie.


T.S./pro

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