768.000 Euro weniger Gehalt

Gehaltskürzung für ungeimpften Kimmich: "... und alle verlieren"

Sebastian Böhm
Sebastian Böhm

Sportredaktion

E-Mail zur Autorenseite

21.11.2021, 13:44 Uhr
Die Maske reicht nicht mehr: Wegen eines Kontakts mit einer positiv getesteten Person musste sich Joshua Kimmich in häusliche Isolation begeben. 

Die Maske reicht nicht mehr: Wegen eines Kontakts mit einer positiv getesteten Person musste sich Joshua Kimmich in häusliche Isolation begeben.  © Swen Pförtner/dpa

Die Berufsbezeichnung "Irgendwas mit Medien" ist für ihn erfunden worden. Podcast, Talkshow, Kolumne - Micky Beisenherz ist überall dabei, jeden Tag. Weil er zwischendurch die Zeit findet, das große Ganze mit dem Fußball zu verbinden, soll hier sein Beitrag stehen:

Der Fall Kimmich, schrieb Beisenherz, habe "so etwas wunderbar Symbolhaftes: Ein kleiner Teil des Teams lässt sich nicht impfen – alle verlieren." Ein kleiner Teil dieses kleinen Teils beschimpfte Beisenherz reflexartig sehr laut. Beim großen, vielleicht zu leisen Teil des Teams Deutschland hält sich derweil das Mitleid mit Kimmich in Grenzen. Dass auf der Gehaltsabrechnung des ungeimpften Nationalspielers nach einem Bericht der BamS das Salär von 768.000 Euro für die vergangene Quarantäne-Woche fehlt, das darf man als folgerichtig erachten.

Wir haben so viel mehr verloren

Der FC Bayern bezahlt Kimmich mit 20 Millionen Euro im Jahr ordentlich dafür, dass er Fußball spielt. Kann er das nicht, weil er das Risiko von Langzeitimpfschäden höher einschätzt als das Risiko, sich zu infizieren und andere zu gefährden, dann muss er die Konsequenzen akzeptieren.

Das Team FC Bayern hat ohne den isolierten Kimmich in Augsburg drei Punkte verloren. Das ist lächerlich wenig im Vergleich zu dem, was Team Deutschland im letzten Jahr verloren hat.