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Gut war nur eine Viertelstunde: FCN enttäuscht in Regensburg

Stark begonnen, ganz stark abgebaut: Beim FCN war schnell die Luft raus - 27.05.2020 13:10 Uhr

Zumindest das stimmte: Im Zweikampfverhalten war FCN-Kapitän Hanno Behrens mit 83 Prozent eine Bank.

© Daniel Marr/ Sportfoto Zink, Daniel Marr / Sportfoto Zink / Pool


"Unglücklicher geht es nicht", ordnete Regensburgs Trainer Mersad Selimbegovic den 2:2-Ausgleich vom 1. FC Nürnberg nach dem sehenswertem Kopfball-Eigentor von Tim Knipping (SSV Jahn Regensburg) in der vierten Minute der Nachspielzeit ein. Immerhin die Vorarbeit kam von Nürnbergs Adam Zrelak, dessen Schuss auf das Jahn-Gehäuse von Knipping unhaltbar abgefälscht wurde.

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Ishak, Rückstand, Eigentor: Ein glücklicher Club befreit sich nicht

Es bleibt weiter eng für den 1. FC Nürnberg! Beim Gastspiel in Regensburg geht der Club früh in Führung, gibt dann das Spiel aus der Hand und hat am Ende gar Glück, überhaupt noch einen Zähler aus der Oberpfalz zu entführen. Wir haben die besten Bilder aus dem Jahn-Stadion!



Der Club im Glück: FCN rettet Punkt in Regensburg


Des Einen Freud ist des Anderen Leid: "Wir nehmen den Punkt gerne mit", erklärte Club-Coach Keller nach der Partie. In der Anfangsviertelstunde und dem frühen 1:0 durch Mikael Ishak, der sein Keller-Debüt feiern konnte - sah es ja noch gut aus. Dann baute der FCN allerdings deutlich ab, und Regensburg übernahm die Kontrolle. Doch überraschenderweise liest sich die Matchstatistik nicht so schlecht, wie sich das Spiel im Nachhinein anfühlte.

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Dovedan und nur ein bisschen besser: Miese Noten für den FCN

Nürnbergs Lieblingsclub liegt in Regensburg nach einer richtig guten Anfangsviertelstunde vorne. Dann baut der Keller-Club jedoch mächtig ab. Am Ende kann der akut abstiegsbedrohte Altmeister mit einem glücklich erzielten Remis mehr als zufrieden sein. Sind auch Sie zufrieden, fragten wir. Die Antwort fällt eindeutig aus, auch wenn die Meinungen der Redaktionen und der User bei einzelnen Spielern auseinandergehen.


In sieben Kategorien rangiert der Club vor Regensburg, in vier Kategorien liegen die Oberpfälzer vorn, bei Toren und Abseitsstellungen (je eine) liegen die Teams gleich auf.

Mit 17 Torschüssen liegt der Club deutlich vor den Regensburgern (11 Versuche), wobei die Gastgeber mit 120,25 Kilometern ein höheres Pensum an Laufleistung abspulten - der Club hinkt hier 2,55 Kilometer hinterher. Zumindest in der Kategorie gespielte Pässe haben sich die Rot-Schwarzen im Vergleich zu ihren vergangenen Partien deutlich verbessert - 415 Mal wurde der Ball gespielt, Regensburg kommt auf 336. Davon kamen beim Club 292 Pässe an (219 bei Regensburg), was 123 Fehlpässe in Summe (117 bei Regensburg) macht und einer Passquote von soliden 70 Prozent (65 Prozent bei Regensburg) entspricht. Keine schlechte Statistik, doch einen entscheidenden Ballverlust leistete sich eben nur der Club, in Person von Philip Heise, dessen Aktion kurz vor der Pause zum 1:1-Ausgleich führte.


Club-Comebacker Ishak: "Ich habe das Gefühl vermisst"


Der Ballbesitz war aus Club-Sicht mit 55 Prozent zwar relativ hoch, die Zweikampfquote mit einem Schnitt von 46 Prozent gewonnener Duelle allerdings schwach. Der Jahn ging resoluter zur Sache: 12 Foul- bzw Handspiele auf Nürnberger Seite stehen 19 auf Regensburger Seite gegenüber. Enttäuschend aus Nürnberger Sicht auch die Anzahl der Eckbälle: Regensburg trat sechs Standards von der Seite, der FCN lediglich einen.

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Handwerkliche Sorgfalt und Mängel: Kritik zum Jahn-Remis des FCN

Eine gute Note holt sich kein Club-Spieler beim glücklichen Punktgewinn des 1. FC Nürnberg in Regensburg ab. Einige Dreier gibt's beim Wieder-einmal-kein-Dreier-Spiel des abstiegsbedrohten Altmeisters immerhin. Und dennoch arbeiten die Einzelkritiken der NZ heraus, dass man sich um den FCN auf vielen Positionen Sorgen machen muss.


In der Einzelbewertung sind vor allem die Zweikampfwerte von Nikola Dovedan mit 20 Prozent und Tim Handwerker mit 25 Prozent erschreckend - Kapitän Behrens ist hier mit 83 Prozent gewonnener Zweikämpfe eine echte Bank. Solide Werte haben auch Konstantinos Mavropanos (Passquote: 74 Prozent/Zweikampfquote: 58 Prozent), Fabian Nürnberger (PQ: 84 Prozent/ZQ: 50 Prozent) und Fabian Schleusener (PQ: 70 Prozent/ZQ: 75 Prozent).


Datum fix: DFL gibt Termin für Corona-Frankenderby bekannt


Ob es für den Club im nächsten Heimspiel gegen den VfL Bochum (Samstag, um 13 Uhr im Live-Blog auf nordbayern.de) endlich für den ersten Geisterspiel-Dreier reicht? Anlass zur Hoffnung geben lediglich die ersten 15 Minuten und das Comeback von Mikael Ishak, der fast 300 Minuten auf einen Treffer und fast zehn Monate auf einen Startelfeinsatz warten musste.


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