Rückschritt für den HCE

25:34! Erlangens Bundesliga-Handballer sind in Göppingen chancenlos

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Sebastian Gloser

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5.12.2021, 16:01 Uhr
Hat viel Arbeit vor sich: Michael Haaß wirkte in Göppingen zunehmend ratlos, wie er seiner Mannschaft wieder Selbstbewusstsein einhauchen könnte.

Hat viel Arbeit vor sich: Michael Haaß wirkte in Göppingen zunehmend ratlos, wie er seiner Mannschaft wieder Selbstbewusstsein einhauchen könnte. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

In den nächsten Tagen haben die Handballer des HC Erlangen spielfrei. Nach anstrengenden Wochen können sie mal ein bisschen die Füße hochlegen, vor dem Fernseher beobachten, was die Konkurrenz treibt, daran arbeiten, dass die verletzten Spieler zurückkommen und sich gedanklich auf das Pokalspiel am 14. Dezember gegen die HSG Wetzlar vorbereiten.

Weil sich so eine Pause aber auch quälend lange anfühlen kann, wenn man sie nach einer Niederlage antritt, wollte der HCE nach drei sieglosen Partien am Sonntagnachmittag in Göppingen unbedingt ein Erfolgserlebnis erzielen.

Ferlin fehlt dem HCE

Das funktionierte nicht. Weil die Erlanger wie schon bei den letzten Auftritten nicht mehr so griffig verteidigten wie noch zu Saisonbeginn. Weil sich die Gegner immer besser auf das Angriffsspiel des HCE eingestellt zu haben scheinen – und oft nur die individuelle Klasse von Simon Jeppsson aufblitzt. Und weil Martin Ziemer derzeit die eigentliche Nummer eins Klemen Ferlin nicht adäquat ersetzen kann. Zur Halbzeit betrug der Rückstand in Göppingen bereits vier Treffer (12:16), nach 39 Minuten waren es acht (14:22), am Ende bejubelten die wenigen Zuschauer in der Hohenstaufenhalle einen 34:25-Heimsieg.

Hatte Haaß am Donnerstag bei der Niederlage gegen Wetzlar noch Verbesserungen erkannt im Vergleich zur Vorwoche, war die Leistung beim Tabellenfünften ein deutlicher Rückschritt. "Da wir bereits einige Heimspiele zu viel verloren haben, müssen wir alles daran setzen, uns die Punkte auswärts wieder zu holen", hatte Erlangens Trainer im Vorfeld gefordert und vor der Pause noch einmal an die Kampfkraft seiner Handballer appelliert.

Bissel sorgt artistisch für den Ausgleich

Genau vier Minuten lang war diese Kampfkraft am Sonntag auch zu erkennen, doch dann sah der seit Wochen überspielt wirkende Sebastian Firnhaber eine Zwei-Minuten-Strafe – und nahm das Unglück seinen Lauf. Nach neun Minuten hatte sich der HCE früh in dieser Begegnung ein Loch von drei Toren Rückstand gegraben und auch wenn Christopher Bissel Mitte der ersten Halbzeit artistisch den 8:8-Ausgleich erzielte, war den Gästen bald anzusehen, dass die Aufholjagd Kraft gekostet hatte; zu viel Kraft.

Jedes Tor musste sich der HCE gegen einen stark aufgelegten Urh Kastelic hart erarbeiten, Haaß wiederum brachte nach dem Seitenwechsel Michael Haßferter aus der zweiten Mannschaft und Johannes Sellin für den glücklosen Hampus Olsson, es erreichte aber nahezu kein Spieler seine Normalform. "Wir brauchen Tiefe", flehte der sehr ratlos wirkende Haaß in einer Auszeit. Mehr als Schadensbegrenzung war aber nicht mehr drin.

Erlangen: Ziemer, Haßferter; Jeppsson 7/3, Firnhaber 3, Steinert 3, Bissel 2, Overby 2, Sellin 2, Büdel 2, Leban 1, Zechel 1, Olsson 1, Metzner 1, Link, Jaeger, Fäth.

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