Schöner 31:27-Erfolg in Nürnberg

Auftakt mit ganz viel guter Stimmung: Der HCE startet gegen Wetzlar optimal

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

zur Autorenseite

1.9.2022, 20:54 Uhr
Alle auf den Zehnder? Ist dem erstmal sehr egal. Erlangens Neuzugang trifft.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Alle auf den Zehnder? Ist dem erstmal sehr egal. Erlangens Neuzugang trifft.

Über den Heimvorteil hatte Raul Alonso schon vor dem Auftakt gegen die HSG Wetzlar gesprochen. "Es immer positiv, zu Hause zu beginnen. Das kann sehr helfen", betonte der Coach. Beim formidablen 31:27 (16:13) gegen die Handballspielgemeinschaft aus Mittelhessen machte es dann auch tatsächlich den Eindruck, dass gerade die Unterstützung des Publikums dem HC Erlangen ein Stück weit half, erfolgreich in die neue Spielzeit zu starten.

Eine Vorstellung davon, wie ein Sieg gegen Wetzlar gelingen kann, hatte der HCE bereits bei seinen Abschlusstests gegen Magdeburg und Berlin vermittelt. Bei der Umsetzung gegen den Tabellensiebten der Vorsaison tat sich Erlangen früh schon mit Vehemenz hervor. Nachdem Christoph Steinert einen Wurf des riesenhaften Lenny Rubin geblockt hatte, brachte Christopher Bissel im Gegenstoß die Führung der Gastgeber auf den Videowürfel. Wetzlar-Experte Tim Zechel legte das 2:0 nach.

Nach knapp elf absolvierten Minuten war der HCE, der ohne den am Ellbogen verletzten Steffen Fäth, aber mit viel Energie und Entschlossenheit begann, sogar noch komfortabler vorne. Als nach einem neuerlichen Gegenstoß Hampus Olsson im Klatschpappengewitter Erlangens sechsten Treffer erzielte, reagierte Gästetrainer Ben Matschke mit Wetzlars erster Auszeit. Das 7:2 und 8:2 – verantwortet von Jeppsson und Büdel – sollte dies nicht verhindern.

Im Vorteil war der HCE auch aufgrund starker Deckungsarbeit und einiger Paraden von Klemen Ferlin. Die Stimmung in der Arena Nürnberger Versicherung war prächtig. Der Abschluss von Rechtsaußen Olsson, der nach Zuspiel von Büdel den Ball noch vor Viertelstundenfrist ins Tor drehte, war es auch.

Weil dem HCE in der Folge einige Pässe vielleicht etwas zu mutig und nachweisbar zu ungenau gerieten, aber auch Wetzlars Qualität nun häufiger durchdrückte, schmolz sein Vorsprung im Anschluss gleichwohl. 13:10 hieß es rund zehn Minuten vor der Halbzeit trotzdem. Steinert traf vom Siebenmeterstrich, Link verhinderte einen Torerfolg der Gäste mit Härte, Bissel mit Geschick. Büdels mit dem 14:10 abgeschlossenen Vertikallauf riss die Zuschauer von den Sitzen, 16:13 hieß es zur Pause.

Nach Wiederbeginn? Antwortete Olsson Wetzlars Erik Schmidt rasch. Und schraubte sich auch nach einem geblockten Freiwurf und Bissels Zuspiel die Sprungfedern an – 18:14 (33.). Erlangens Variabilität im Angriff verdeutlichten Antonio Metzner und Neuzugang Zehnder mit ihren Torerfolgen. Büdel, Firnhaber nach Zuspiel des facettenreich werfenden und passenden Zehnder und Firnhabers Kapitänskollege Bissel mit seinen Buden in rascher Folge erhöhten auf 24:17 (40.), Büdel presste den Ball in den Gäste-Kasten.

Das Publikum war voll da. Klemen Ferlin, wenn er gebraucht wurde, auch. Gegen fast schon etwas verzweifelt wirkende Hessen machte Olssons achter Treffer die Stimmung beim Stand von 28:21 noch besser. Wetzlar wehrte sich, musste vor 3745 Zuschauern aber Jeppssons famosen Heber und das damit verbundene 30:25 anerkennen (52.).

Kurz nachdem ein Jeppsson-Zuspiel misslungen war und Steinert vom Siebenmeterstrich gescheitert, war der HCE gleichwohl nur noch mit drei Toren vorne. Bissels brillanter Hüftwurf beruhigte natürlich nur vom Zwischenergebnis her. Ferlins Paraden-Show am Schluss machte am Ende alles nur noch schöner.

Verwandte Themen


Keine Kommentare