Frankens Erstliga-Handballer haken Magdeburg ab

Hadern hilft nicht: Firnhabers HCE fokussiert das Finale gegen Stuttgart

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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18.12.2022, 14:59 Uhr
Vorwärts zum gelungenen Finale: Der HC Erlangen von Sebastian Firnhaber und Johannes Sellin möchte das Spiel in Magdeburg positiv verarbeiten.

© Sportfoto Zink / OGo Vorwärts zum gelungenen Finale: Der HC Erlangen von Sebastian Firnhaber und Johannes Sellin möchte das Spiel in Magdeburg positiv verarbeiten.

Die Enttäuschung darüber, dass sich sein HCE gerade nicht aus dem Ergebnistief gehievt hatte, war Sebastian Firnhaber anzuhören. "Uns fehlt momentan ein bisschen die Sicherheit und das Selbstbewusstsein", sagte Erlangens Kapitän zum ausgebliebenen Überraschungscoup in Magdeburg. Und damit zum Zumindest-Teilerfolg, der möglich war für Frankens Elite-Handballer.

Ein Schritt nach vorne

Großartig rechtfertigen nach dem 28:31 (13:16) in Sachsen-Anhalt musste sich Flamme, wie der weißblonde Kreisläufer seit jeher genannt wird, am Sky-Mikrofon freilich nicht. Warum auch? "Der Schritt nach vorne" war nach 60 von Erlangen engagiert geführten Handball-Minuten feststellbar gewesen zuvor. Auf die Platte gesetzt hatte ihn der von Infekten und Verletzungen geschwächte HCE beim Deutschen Meister deutlich. Im Vergleich vor allem zum beinahe über die komplette Spielzeit erschütternden Heimspiel gegen Gummersbach.

Gegen ein Topteam, noch dazu ein aufstrebendes, das zuletzt die Füchse Berlin und Paris Saint-Germain auswärts besiegt hatte, hatte Firnhabers blendend in die Saison gestarteten Erlanger gerade knapp verloren.

Voller Fokus auf Stuttgart

Dass man nicht überrollt worden war von Magdeburgs Tempohandball wie zuletzt PSG mit 37 Gegentreffern in der Champions League hätte Erlangens Spielführer - aus dem aufgrund beschriebener Beschwerden eh schon ausgedünnten Gäste-Mittelblock aufgrund einer weiteren Strafe da bereits ausgeschlossen – entsprechend richtig gut gefallen können. Seinen Blick richtete Firnhaber aber, durchaus enttäuscht, da bereits auf den Jahresabschluss gegen den Stuttgart (27. Dezember, 19.05 Uhr).

"Das ist ein Spiel, das wir auf jeden Fall wieder gewinnen müssen", appellierte Flamme unmittelbar nach der Schlusssirene in der Berliner Chaussee vor dem entsprechenden Heimauftritt folglich an sich und die Teamkollegen.

Helfen könnte dem HCE, für den Firnhaber in der Börde dreimal getroffen hatte, Erlangens bester Werfer in Magdeburg: Simon Jeppsson (sechs Tore). Mit der von ihm gewohnten Wucht im Abschluss, die der Schwede mit Zuspielen über die Dachrinne und Raffinesse paarte, könnte Jeppsson zum Faktor auch gegen Stuttgart werden.

Erleichterung vor Silvester

Dann also, wenn es darum geht, nach sieben Niederlagen in die Spur zurückzufinden. Aus Enttäuschung soll im Heimspiel gegen die Schwaben nach Weihnachten zum Auftakt der Rückserie endlich Erleichterung werden.

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