Ice Tigers: Playoffs gegen Wolfsburg - vielleicht

Sebastian Böhm
Sebastian Böhm

Sportredaktion

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8.3.2020, 16:17 Uhr
Arbeit erledigt: Kapitän Patrick Reimer schickt seine Ice Tigers nach seinem 3:2 gegen Düsseldorf mit einem Erfolgserlebnis in die Playoffs.

Arbeit erledigt: Kapitän Patrick Reimer schickt seine Ice Tigers nach seinem 3:2 gegen Düsseldorf mit einem Erfolgserlebnis in die Playoffs. © Thomas Hahn, Sportfoto Zink

Wirklich spannend war es zuletzt 2011. Ihr letztes Heimspiel hatten die Thomas Sabo Ice Tigers da gegen Krefeld verloren - und rutschten trotzdem noch auf Platz zehn in die Playoffs. Seitdem sind vor den letzten Spieltagen in der Punkterunde die großen Fragen meist beantwortet gewesen. Und auch an diesem Sonntagnachmittag ging es in der Arena Nürnberger Versicherung nur noch darum, wer am Mittwoch um 19.30 Uhr zum ersten Spiel der ersten Playoff-Runde mit auf dem Eis steht – zumindest,

Mit Spielende war in der Arena Nürnberger Versicherung noch nicht abzusehen, ob die Deutsche Eishockey Liga (DEL) die Playoffs trotzdem wie geplant durchführen wird. Direkt danach äußerte sich Wolfgang Gastner, der Geschäftsführer der Ice Tigers: "Wir haben uns mit der DEL festgelegt, dass wir weiter vor Zuschauern spielen, so lange es nur eine Empfehlung gibt." Nach einem typischen letzten Punkterundenspieltag wäre am Mittwoch also der EHC Wolfsburg Nürnbergs Gegner in der ersten Playoff-Runde. Die zwei Punkte, die Kapitän Patrick Reimer in der Verlängerung mit dem 3:2 (0:2, 1:0, 1:0, 1:0) sicherte, waren zu wenig, um Platz sieben zu sichern. Ingolstadt verschaffte sich dank des besseren Torverhältnisses ein Playoff-Derby gegen Augsburg.

Reimer bezwingt starken Niederberger - gleich zweimal

Ein Absatz zu einem seltsamen Spiel, das von harten Zweikämpfen und einer gewissen Unkonzentriertheit geprägt war, hatten die Ice Tigers das Pech trotz einer leichten Überlegenheit, mit einem 0:2 aus den 20 Minuten zu gehen. Chris Summers hatte den Puck in der 11. Minute ins eigene Tor geköpft. Und nachdem Ken Andre Olimb den Puck schnell aus der Gefahrenzone gefahren hatte, war es Johannes Johannesen, der zu viel Platz hatte (14.). Nürnberg musste doch noch ein bisschen mehr arbeiten, was angesichts eines konsequent defensiv eingestellten Gegners und des mit großem Abstand besten Torhüters der DEL kompliziert wurde. Patrick Reimer zwar eine scharfe Hereingabe von Brett Festerling präzise an Mathias Niederberger vorbei ins Tor (21.). Die ordentlichen Schüsse im Power-Play von Jack Skille, Chris Brown und Daniel Fischbuch parierte Niederberger ebenso souverän wie Fischbuchs Penalty (45.). Chancenlos war der künftige Berliner Torhüter erst, als Joachim Ramoser einen Schuss kunstvoll abfälschte (59.). In der Verlängerung nutzte Reimer dann auf Vorlage von Fischbuch die einzige Chance zum Siegtreffer.

6197 Zuschauer waren zufrieden - vielleicht auch, weil sie schon ahnten, dass es vorerst das letzte Eishockey-Live-Erlebnis war. Denn, so Gastner: "Natürlich würden wir uns daran halten, wenn man uns untersagt, vor Zuschauern zu spielen." Das zuständige Gesundheitsamt Nürnberg hat allerdings noch immer keinen Kontakt mit den Ice Tigers aufgenommen.

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