1:3 in Bremerhaven

Ice Tigers können Pinguins nur ärgern: Niederlage Nummer acht in Serie an der Nordseeküste

Sebastian Böhm

Sportredaktion

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24.11.2023, 21:34 Uhr
Wo ist der Puck? Eben noch auf der Rückhand des fallenden Evan Barratt, gerade unter Bremerhavens Torhüter Kristers Gudlevskis und gleich im Tor.   

© IMAGO/kolbert-press/Burghard Schreyer Wo ist der Puck? Eben noch auf der Rückhand des fallenden Evan Barratt, gerade unter Bremerhavens Torhüter Kristers Gudlevskis und gleich im Tor.   

Der Sommer hatte sich noch nicht verabschiedet, als in der Deutschen Eishockey Liga eine Erfolgsgeschichte zu Ende zu gehen schien. So schwerfällig wie am letzten Freitagabend im September in Nürnberg hatte man die Fischtown Pinguins in der DEL noch nicht gesehen. Auf der anderen Seite war da eine junge schnelle, defensiv bestens organisierte Mannschaft, die sich auf einen souveränen Torhüter hatte verlassen können. In diesen zwei Monaten seit dem 3:0 haben sich die Eindrücke allerdings relativiert. Und als man sich an diesem letzten Freitagabend im November in Bremerhaven wieder begegnete, hatten die Pinguins doppelt so viele Punkte wie die Ice Tigers.

Sieben Mal in Folge hatte Nürnberg vor dem Eröffnungsbully beim Tabellenzweiten verloren. Mit Max Kislinger und Kapitän Marcus Weber hatten sich zwar zwei lange verletzte Spieler zurückgemeldet, viel Hoffnung auf ein Ende der Serie aber bestand nicht, als Schiedsrichter Lasse Kopitz den Puck erstmals einwarf. Zu eindrucksvoll war der Zusammenbruch in Iserlohn, als die Ice Tigers im Schlussdrittel ein 4:1 verspielten. Sehr viel besser präsentierten sie sich an der Nordseeküste. Für Punkte reichte es trotzdem nicht. Das 1:3 (1:2, 0:0, 0:1) war die achte Niederlage in Serie.

Urbas, Bruggisser, Urbas, Bruggisser

Tom Rowe versuchte es erneut mit Reihenumstellungen und mit seinem Lieblingstrick. Cole Maier, einen jener Importspieler, die bislang weit hinter den Erwartungen hergefahren waren, schickte er mit seiner Sturmformation zum Start aufs Eis und tatsächlich krachte es sofort. Dieses Signal nahmen seine Kollegen jedoch erst mit Verspätung auf.

Denn im ersten Drittel wollte den Ice Tigers eigentlich gar nichts gelingen - auch Maier nicht. Jake Virtanen hatte schon früh getroffen (2. Minute), als sich der US-Amerikaner bei angezeigter Strafe noch ein Foul leistete. In doppelter Unterzahl konnten die Ice Tigers das Zusammenspiel zwischen Jan Urbas und Philip Bruggisser nicht stören, der Däne traf unwiderstehlich mit einem perfekten Schlagschuss (12.).

Am Sonntag mehr als ein Tor?

Weil aber Niklas Treutle im Tor sein bestes Spiel seit dem 3:0 zeigte und Evan Barratt den Puck mit der Rückhand bei einem der wenigen Nürnberger Angriffe im Bremerhavener Tor unterbrachte (14.), blieben die Gäste im Spiel und fanden nach dem ersten Wechsel besser in selbiges. Vor allem wehrten sich die Ice Tigers. Mit anständiger Härte erlangten sie Kontrolle über das Geschehen, ohne dabei gefährlich zu werden.

Und so brachten die Pinguins das knappe Ergebnis unaufgeregt und eher passiv über die Zeit. Ross Mauermann traf ins leere Tor, da hatte Treutle kaum auf der Bank Platz genommen. Mehr als ein Tor zu schießen, würde die Chancen der Ice Tigers auf einen Punktgewinn im Heimspiel am Sonntag (16.30 Uhr) gegen Frankfurt ungemein erhöhen.

Nürnberg: Treutle; Braun/Shaw, Weber/Scheid, Byström/Mass, Böttner - Kislinger/Maier/Lobach, Hede/Stoa/Gerard, Schmölz/Leonhardt/Fox, Barratt/Fleischer/Kechter. - Tore: 1:0 Virtanen (1:39), 2:0 Bruggisser (11:34/5-3), 2:1 Barratt (13:08), 3:1 Mauermann (57:34/EN).- Schiedsrichter: Kopitz/Iwert. - Zuschauer: 4485. - Strafminuten: 10 - 12.

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