Kein Kampfgeist und zu viel Angst: Cluberer strafen Mannschaft ab

30.11.2019, 17:02 Uhr
"Desaströs" ist das erste, was Julian (rechts) zum Spiel einfällt. Mehr Kampfgeist wünscht er sich, "da fehlt der Einsatz", resümiert er enttäuscht. "Die könnten es besser", glaubt Christoph (Mitte), "aber da wird ja nix trainiert", weder Ecken noch Laufwege. Lukas (links) pflichtet ihm bei - und meint: "Gegen den Tabellenletzten musst du gewinnen."
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"Desaströs"

"Desaströs" ist das erste, was Julian (rechts) zum Spiel einfällt. Mehr Kampfgeist wünscht er sich, "da fehlt der Einsatz", resümiert er enttäuscht. "Die könnten es besser", glaubt Christoph (Mitte), "aber da wird ja nix trainiert", weder Ecken noch Laufwege. Lukas (links) pflichtet ihm bei - und meint: "Gegen den Tabellenletzten musst du gewinnen." © Julia Ruhnau

Christian war vor 30 Jahren zum ersten Mal im Stadion, heute hatte Sohn Rafael seine Premiere. Dem hat es trotz Niederlage gefallen – sein Vater lässt an der Leistung der Spieler allerdings kein gutes Haar. "Die fangen nach 20 Minuten schon an, lange Bälle nach vorne zu hauen, lassen alles über sich ergehen", wettert er. Man könne nicht erkennen, was Trainer Jens Keller in den zwei Wochen seit seinem Antritt gemacht habe. "Wenn es so weitergeht, ist der an Weihnachten auch weg – auch, wenn eigentlich kein Geld mehr da ist", prophezeit Christian.
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"Die lassen das über sich ergehen"

Christian war vor 30 Jahren zum ersten Mal im Stadion, heute hatte Sohn Rafael seine Premiere. Dem hat es trotz Niederlage gefallen – sein Vater lässt an der Leistung der Spieler allerdings kein gutes Haar. "Die fangen nach 20 Minuten schon an, lange Bälle nach vorne zu hauen, lassen alles über sich ergehen", wettert er. Man könne nicht erkennen, was Trainer Jens Keller in den zwei Wochen seit seinem Antritt gemacht habe. "Wenn es so weitergeht, ist der an Weihnachten auch weg – auch, wenn eigentlich kein Geld mehr da ist", prophezeit Christian. © Julia Ruhnau

Das Problem? "Die Einstellung der Mannschaft, kein Teamgeist, jeder spielt für sich", rattert Julia (rechts) ihre Analyse herunter. Sie will weder dem frisch gestarteten Trainer die Schuld geben noch Keeper Dornebusch, der mit einer unglücklichen Aktion das zweite Gegentor zu verantworten hatte. "Das fängt ja schon vorne an, wenn die Mist machen, tut sich der Torwart auch schwer", findet sie.
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"Kein Teamgeist"

Das Problem? "Die Einstellung der Mannschaft, kein Teamgeist, jeder spielt für sich", rattert Julia (rechts) ihre Analyse herunter. Sie will weder dem frisch gestarteten Trainer die Schuld geben noch Keeper Dornebusch, der mit einer unglücklichen Aktion das zweite Gegentor zu verantworten hatte. "Das fängt ja schon vorne an, wenn die Mist machen, tut sich der Torwart auch schwer", findet sie. © Julia Ruhnau

Julia und Peter waren seit langer Zeit zum ersten Mal wieder im Stadion. Ein Sieg wäre den beiden natürlich lieber gewesen. Mit so einer Leistung sei das aber nicht möglich. "Da schlägt der Torwart den Ball ins Aus, das sind Ballverluste, die einfach nicht sein müssen", ärgert sich Julia. Ein Funke Optimismus ist aber noch übrig geblieben. "Es wird schon wieder aufwärts gehen."
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"Sie können es ja auch anders"

Julia und Peter waren seit langer Zeit zum ersten Mal wieder im Stadion. Ein Sieg wäre den beiden natürlich lieber gewesen. Mit so einer Leistung sei das aber nicht möglich. "Da schlägt der Torwart den Ball ins Aus, das sind Ballverluste, die einfach nicht sein müssen", ärgert sich Julia. Ein Funke Optimismus ist aber noch übrig geblieben. "Es wird schon wieder aufwärts gehen." © Julia Ruhnau

"Bis vor wenigen Wochen dachte ich, die Mannschaft ist gut zusammengestellt", sagt Bernd, für den der Stadionbesuch ein fester Bestandteil seines Lebens ist. "Jetzt sehe ich, dass sich keiner der Spieler sich hervortut", stellt er ernüchtert fest - und konstatiert: "Keiner der Nürnberger war in der Lage, einen Wiesbadener auszuspielen oder in den Schatten zu stellen." Und das gegen den Tabellenletzten. Lara findet, dass es zu wenig Zusammenhalt gebe, das Geschehen auf dem Platz sei ein Durcheinander. Die Niederlage ist ein weiterer Schritt nach unten, aber kein Endpunkt. "Wir kommen seit Jahrzehnten, und wir kommen auch wieder."
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"Keiner tut sich hervor"

"Bis vor wenigen Wochen dachte ich, die Mannschaft ist gut zusammengestellt", sagt Bernd, für den der Stadionbesuch ein fester Bestandteil seines Lebens ist. "Jetzt sehe ich, dass sich keiner der Spieler sich hervortut", stellt er ernüchtert fest - und konstatiert: "Keiner der Nürnberger war in der Lage, einen Wiesbadener auszuspielen oder in den Schatten zu stellen." Und das gegen den Tabellenletzten. Lara findet, dass es zu wenig Zusammenhalt gebe, das Geschehen auf dem Platz sei ein Durcheinander. Die Niederlage ist ein weiterer Schritt nach unten, aber kein Endpunkt. "Wir kommen seit Jahrzehnten, und wir kommen auch wieder." © Julia Ruhnau

Marc und Lorenz (rechts) geben sich nach der Niederlage stoisch. Mit null Toren hätten sie allerdings nicht gerechnet, "Wiesbaden ist für viele Gegentore bekannt", sagt Lorenz. Nun sei es aber zu spät. Trotzdem: "Wir sind zu gut zum Absteigen."
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"Wir sind gefasst"

Marc und Lorenz (rechts) geben sich nach der Niederlage stoisch. Mit null Toren hätten sie allerdings nicht gerechnet, "Wiesbaden ist für viele Gegentore bekannt", sagt Lorenz. Nun sei es aber zu spät. Trotzdem: "Wir sind zu gut zum Absteigen." © Julia Ruhnau

Pascal und Franziska sind routinierte Stadiongänger, diesmal sind sie mit Sieg-Erwartungen ins Max-Morlock-Stadion gekommen. Die wurden nun enttäuscht. "Ich weiß nicht, was die im Training üben", sagt Franziska, "irgendwie kann keiner Kopfbälle, Ecken, ... ."
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"Ich weiß nicht, was die im Training üben"

Pascal und Franziska sind routinierte Stadiongänger, diesmal sind sie mit Sieg-Erwartungen ins Max-Morlock-Stadion gekommen. Die wurden nun enttäuscht. "Ich weiß nicht, was die im Training üben", sagt Franziska, "irgendwie kann keiner Kopfbälle, Ecken, ... ." © Julia Ruhnau

Auch Philipp und Frank (rechts) bemängeln die Einstellung der Mannschaft, die sei Schuld an der ganzen Misere. "Die könnten, wenn sie wollten", glaubt Frank, der Misserfolg liege nur an der Psyche. "Die zweite Halbzeit gegen Fürth war ja gut", bestätigt Philipp ihn, das Spiel heute überschreibt er mit einem Wort: "Versagen". Die Mannschaft habe verdient verloren, habe einfach herzlos gespielt. Und noch eine Spitze gibt es: "Das ist eine Frechheit, wenn Mannschaft und Trainer sich nach so einem Spiel in die Kurve stellen", sagt Frank.
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"Frechheit wenn Mannschaft sich in Kurve stellt"

Auch Philipp und Frank (rechts) bemängeln die Einstellung der Mannschaft, die sei Schuld an der ganzen Misere. "Die könnten, wenn sie wollten", glaubt Frank, der Misserfolg liege nur an der Psyche. "Die zweite Halbzeit gegen Fürth war ja gut", bestätigt Philipp ihn, das Spiel heute überschreibt er mit einem Wort: "Versagen". Die Mannschaft habe verdient verloren, habe einfach herzlos gespielt. Und noch eine Spitze gibt es: "Das ist eine Frechheit, wenn Mannschaft und Trainer sich nach so einem Spiel in die Kurve stellen", sagt Frank. © Julia Ruhnau

Leonhard und Nico sehen das Problem ebenfalls im fehlenden Teamgeist. "Wenn man gegen den Tabellenletzten spielt und mit dem Rücken an der Wand steht, muss man was tun", findet Nico (rechts). Er glaubt: "Da fühlt sich jeder zu sicher." Die Spieler hätten genug auf dem Konto, und wenn es beim Club nicht klappe, wechsele man eben zu einem anderen Verein.
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"Mit dem Rücken zur Wand"

Leonhard und Nico sehen das Problem ebenfalls im fehlenden Teamgeist. "Wenn man gegen den Tabellenletzten spielt und mit dem Rücken an der Wand steht, muss man was tun", findet Nico (rechts). Er glaubt: "Da fühlt sich jeder zu sicher." Die Spieler hätten genug auf dem Konto, und wenn es beim Club nicht klappe, wechsele man eben zu einem anderen Verein. © Julia Ruhnau

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