Heiße (Sport)-Diskussion

Nach Ungeimpft-Geständnis: Kimmich erhält Zuspruch von der AfD

Stefan Zeitler

Online-Redaktion

E-Mail zur Autorenseite

26.10.2021, 14:39 Uhr

"An Joshua Kimmich wird offenkundig ein Exempel statuiert, um die Bürger weiter in Panikstimmung zu versetzen. Statt Stimmung für neue Einschränkungen zu machen, ist es längst an der Zeit, zur Eigenverantwortung des Einzelnen für seinen Gesundheitsschutz zurückzukehren. Joshua Kimmich kann in dieser Hinsicht durchaus als Vorbild dienen", erklärte die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel im Deutschen Bundestag.

Die Debatte sei grotesk, Kimmich habe als erwachsener Mensch eine rationale Entscheidung hinsichtlich einer medizinischen Behandlung getroffen, erklärte die Politikerin weiter. Die Entscheidung sei seine Privatsache – und ebenso zu respektieren wie die eines jeden anderen Bürgers, der sich für oder gegen eine Corona-Impfung entscheide.

Ob es Kimmich gefällt, von der durchaus umstrittenen Partei instrumentalisiert zu werden? Mehr als fraglich! Ähnlich ging es bereits Kimmichs Ex-Trainer beim deutschen Rekordmeister. So wehrte sich Hansi Flick – der Kimmich jetzt wieder beim DFB betreut – einst gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Johannes Huber. "Ich möchte mit dieser Partei nicht in Verbindung gebracht werden. Das sind nicht meine Überzeugungen, nicht meine Werte, die diese Partei vertritt", machte der Triple-Coach seine Gedanken damals mehr als deutlich.

Auch Bundesregierung äußert sich

Mittlerweile ist das Thema Kimmich sogar bis an die Spitze der Bundesregierung durchgedrungen. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, dass er darauf hoffe, dass Kimmich alle verfügbaren Informationen über die in der EU zugelassenen Impfstoffe "noch einmal auf sich wirken lässt" und sich doch noch gegen Covid-19 immunisieren lasse.

Auch beim FC Bayern München selbst meldeten sich zwei große Köpfe zu Wort – alles dazu haben wir hier für Sie zusammengefasst: