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Neuer Finanzbericht: Club bleibt wirtschaftlich auf einem guten Weg

Erstmals seit 2008 hat der FCN wieder positives Eigenkapital vorzuweisen - 13.10.2019 14:27 Uhr

Der kaufmännische Vorstand des 1. FC Nürnberg, Niels Rossow, plant mittelfristig mit etwa 100 Millionen Euro Umsatz. © Sportfoto Zink/DaMa


Die einjährige Bundesligazugehörig hat den FCN auf dem Weg zur finanziellen Gesundung ein erhebliches Stück vorangebracht. "Das ist das Resultat eines erfolgreichen Weges, den wir vor fünf Jahren eingeschlagen haben", sagte Niels Rossow, Kaufmännischer Vorstand des Clubs über das abgelaufene Geschäftsjahr 2018/19.

Der Bundesliga-Absteiger präsentierte am Sonntagmittag seinen Geschäftsbericht und darf sich über einen Rekordumsatz freuen: Unterm Strich erwirtschaftete der Club einen Umsatz von 72,9 Millionen Euro und übertraf das Vorjahresergebnis somit um satte 28,5 Millionen Euro. Nach Steuern blieb ein operativer Jahresüberschuss in Höhe von 8,1 Millionen Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro). Damit konnte der Club auch seine Verbindlichkeiten nahezu halbieren. Im Vergleich zum Vorjahr (17,4) drückt ihn nunmehr eine Schuldenlast von 8 Millionen Euro. Aber auch die Aufwendungen stiegen spürbar um 23,1 Millionen Euro auf 64,8 Millionen Euro. Auf den Personaletat im Lizenzspielerbereich entfielen davon 22,2 Millionen Euro (Vorjahr: 15,6).

Wieder positives Eigenkapital

Vor allem die im Vergleich zur zweiten Liga sehr üppigen Fernsehgelder im Oberhaus sowie Spielerverkäufe bescherten dem 1. FCN das sehr gute Ergebnis. Auch die höheren Einnahmen aus den Bereichen Spielbetrieb und Werbung hatten einen positiven Einfluss. Außerdem kamen Sondereffekte aus der Hebung stiller Reserven in Höhe von 4,8 Millionen Euro zum Tragen. Deshalb konnte der Verein auch das erste Mal seit 2008 wieder ein positives Eigenkapital (8,6 Millionen Euro) ausweisen.

"Der Club steht wieder auf gesunden Füßen. Diesen Weg gilt es weiter zu gehen und ich freue mich, eine positive Prognose für das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 in Aussicht stellen zu können“, sagte Rossow. Dann werden sich die Transfererlöse für Tim Leibold und Ewerton, die beide in der Sommerpause zum Hamburger SV gewechselt sind, sowie Eduard Löwen (Hertha BSC Berlin) im zweistelligen Millionenbetrag positiv auswirken.

Das Ziel: Zurück in die Bundesliga

Im Vergleich zu den Fußball-Erstligisten liegt der Club "auf Platz drei mit den niedrigsten Verbindlichkeiten", ergänzte der Kaufmännische Vorstand Rossow. In die Bundesliga wolle man so schnell wie möglich wieder zurückkehren, um von den wesentlich lukrativeren Einnahmemöglichkeiten zu profitieren und die Schuldenlast weiter zu reduzieren. "Als Ziel nehmen wir uns mittelfristig einen Umsatz von 100 Millionen Euro vor", erklärte Rossow. Doch den wird er im kommenden Geschäftsjahr zum Stichtag 30. Juni 2020 sicherlich noch nicht ausweisen können. Durch die Zweitligazugehörigkeit rechnet man am Valznerweiher mit einem um ein Drittel geringeren Jahresumsatz.

Auf die Jahreshauptversammlung, die um 14 Uhr begonnen hat, dürfte das einen beruhigenden Einfluss haben.

Stefan Jablonka

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