Basketball

59:54: Nürnberg Falcons machen gegen Münster ein bisschen Werbung für sich

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Sebastian Gloser

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20.11.2022, 19:20 Uhr
Justinas Ramanauskas (Mitte) und die Nürnberg Falcons behalten in einem an Punkten armen Spiel am Ende die Nerven.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Justinas Ramanauskas (Mitte) und die Nürnberg Falcons behalten in einem an Punkten armen Spiel am Ende die Nerven.

Das letzte Heimspiel vor der Fußball-Weltmeisterschaft hatten die Falcons genutzt, um noch einmal Werbung in eigener Sache zu machen. Den Sieg gegen die Bayer Giants Leverkusen hatten sich Nürnbergs Zweitliga-Basketballer vor allem mit viel Aufwand erkämpft, vielleicht waren am Sonntag gegen die Baskets aus Münster auch deshalb immerhin 1507 Zuschauer in die Kia Metropol Arena gekommen. Und hatten sich das Auftaktspiel in Doha geschenkt.

Belohnt wurden sie beim 59:54 (25:29) mit einem weiteren Heimsieg.

Die Lust am Rebound

Der Aufsteiger war vor dem gemeinsamen Aufeinandertreffen als Tabellenzehnter angereist, die Falcons empfingen als Neunter, die Partie war also: richtungsweisend. Um die Playoffs mitspielen - oder gegen den Abstieg kämpfen, noch ist nicht klar abzusehen, für was die Mannschaft von Vytautas Buzas ihre Energie wird aufbringen dürfen, oder müssen.

Früher feierte Björn Harmsen mit Jena und Weißenfels Bundesligaaufstiege, nun hat er Münster zumindest in die 2. Basketball-Bundesliga geführt.

Früher feierte Björn Harmsen mit Jena und Weißenfels Bundesligaaufstiege, nun hat er Münster zumindest in die 2. Basketball-Bundesliga geführt. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Dass es sich bei Aufsteiger Münster nicht um eine Pflichtaufgabe handelte, verdeutlichten zwei Namen: Mit Björn Harmsen stand, fuchtelte, schimpfte da ein Trainer an der Seitenlinie, der bereits im Alter von 25 Jahren mit Jena in die Bundesliga aufgestiegen ist. Unter dem Korb stand, wühlte, dirigierte mit Andreas Seiferth ein Center, der zuletzt sechs Jahre mit Bayreuth die Bundesliga aufgemischt und sich 51 Mal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft übergestreift hatte.

Konsequenterweise entwickelte sich von Beginn an eine ausgeglichene Partie - und sahen die Zuschauer in der Arena den im Vergleich zum verlogenen Schauspiel in Katar, nun ja, sehr ehrlichen Sport in der Pro A. Auch diesmal, das zeichnete sich früh ab, würde es im ersten Schritt nur über die Lust am Rebound, an der Freude an enger Verteidigung gehen, und erst im zweiten Schritt über die Leichtigkeit des Spiels.

Rocky Kreuser zeigt seine Vielseitigkeit

Die Gäste aus Münster suchten zu Beginn wenig überraschend ihren 2,09 Meter großen Anker Seiferth, Nürnberg versuchte mit den Schwergewichten Jonathan Maier und Rocky Kreuser (phasenweise sogar mit beiden gleichzeitig auf dem Parkett) dagegen zu halten. So recht Stimmung kam allerdings erst auf, als der ewige Nürnberger Sebastian Schröder kurz vor der Halbzeitpause seine Falcons bis auf einen Punkt heranbrachte (25:26) und Harmsen gleich zweimal innerhalb von einer Minute zur Auszeit griff.

Die Höhepunkte hatten sich Schröder und seine Kollegen offensichtlich für die zweite Halbzeit aufgehoben. Kreuser zeigte seine Vielseitigkeit, Thomas Wilder produzierte konstant, alle zusammen befeuerten sie die Stimmung mit sehr guter Verteidigung und hatten am Ende tatsächlich wieder ein bisschen Werbung für sich gemacht.

Nürnberg: Wilder 13, Kreuser 9, Eberhardt 8, Schröder 7, Ramanauskas 6, Köpple 5, Maier 4, Gille 3, Boursiquot 2, Krimmer 2, Feneberg.

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