Siegerehrung aus der Ferne

Ohm-Gymnasium Erlangen: Auch ohne Jugend trainiert für Olympia erfolgreich

20.10.2021, 05:55 Uhr
Ein Siegerfoto gab es auch im heimischen Erlangen: Das Triathlon- und Schwimmteam des Ohm-Gymnasium.

Ein Siegerfoto gab es auch im heimischen Erlangen: Das Triathlon- und Schwimmteam des Ohm-Gymnasium. © Thorben Pfister, NN

Für gewöhnlich entflammt die große Freude bei Sportereignissen erst nach der Bekanntgabe der Sieger, wenn Hymnen erklingen und Medaillen in Händen glücklicher Athleten funkeln.

Für die Triathlon- und die Schwimm-Mannschaft des Ohm-Gymnasium gab es diesmal aber bereits schon im Vorfeld einen Grund zum Feiern. Denn die in der Vorwoche erbrachten Leistungen bedeutet in beiden Disziplinen die Bayrische Meisterschaft und somit die Qualifikation für die Siegerehrung des Bundesauscheits.

In diesem Jahr konnten die Veranstalter die herausragenden Leistungen allerdings nicht im entsprechenden Rahmen würdigen. Anstatt sich wie üblich in Berlin im direkten Duell Schule gegen Schule zu messen und anschließend bei der Siegerehrung mit 4000 jugendlichen Sportlern in der Berliner Max-Schmeling-Halle zu feiern, blieb dieses Jahr nur ein Online-Livestream, um die Sieger auszuzeichnen. Diese hatte im Vorfeld jede Schule anhand der eingereichten Ergebnisse und Zeiten der selbst organisierten Wettkämpfe ermittelt.

Dienstag, elf Uhr, Start des Livestreams der Siegerehrung des Bundesauscheits. Vorfreude im Klassenzimmer. Doch der stockende Stream kann die Euphorie, die Moderator Kai Gemeinder schaffen will, nicht auf die Schüler übertragen. Und so bleibt es eine sehr triste Siegerehrung für die 14 Schüler des Ohm-Gymnasium.

Immerhin die Ergebnisse bringt Grund zur Freude: Rang vier für die Triathleten. Bei der Bekanntgabe wird es kurz laut im Klassenzimmer. Knapp am Podest gescheitert. "Das ist schade, aber jetzt haben wir ein Ziel für nächstes Jahr. Wir wollen aufs Podest", sagt Trainer Pablo Warter.

Ein Erfolg für die junge Mannschaft

Die Schwimmer belegen Platz 16. Ein Erfolg für die noch junge, von Annette Roeder betreute Mannschaft. "Es ist bereits ein großer Erfolg, dass wir uns für den Bundesausscheid qualifizieren konnten, Wir haben uns gegen viele Sportschulen durchgesetzt. Da brauchen wir uns mit Platz 16 nicht zu verstecken", lobt Annette Roeder ihre Mannschaft, die sich erstmals seit 2012 wieder für den Bundesausscheid in Berlin qualifizierte.

Neben dem üblichen Training im Schwimm- oder Triathlonverein trafen sich die Schüler mindestens zweimal die Woche nach der Schule, um am Schultraining teilzunehmen. "Sich in der Corona-Zeit so zu motivieren ist nicht selbstverständlich", betont Manfred Reinhart, langjähriger Betreuer der Triathleten, das Engagement der Sportler. Für den Jahrgang 2006 waren es die letzten Wettkämpfe bei "Jugend trainiert für Olympia".

Das Ziel bleibt: Berlin

Die Neuntklässlerin Alexa Puzicha war bereits vor zwei Jahren in Berlin dabei. "Das war eine andere Welt und nicht mit der heutigen Veranstaltung zu vergleichen", sagt die Schwimmerin. Jojo Topf aus der siebten Klasse nahm zum ersten Mal teil. Für den Triathleten ist klar: "Ich will nächstes Jahr wieder dabei sein, aber dann in Berlin." Dann werden hoffentlich 4000 Jugendliche gemeinsam in der Max-Schmeling-Halle ihre Leistungen feiern können.

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