Männleinlaufen zum Zieleinlauf

Olympia-Starterin gewann bei den Frauen: So war der Triathlon in Nürnberg

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 14.09.16..FOTO: Michael Matejka ..MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait: Peter Schulze-Zachau..ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Peter Schulze-Zachau

Sportredaktion

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8.8.2021, 17:13 Uhr
Vom Wöhrder See bis in die Altstadt: Der Sonntag stand in Nürnberg ganz im Zeichen des Triathlons.

Vom Wöhrder See bis in die Altstadt: Der Sonntag stand in Nürnberg ganz im Zeichen des Triathlons. © Sportfoto Zink / Oliver Gold, Sportfoto Zink / Oliver Gold

Den Sonntagsausflüglern rund um den Wöhrder See bot sich ein ungewohntes Bild. Wo das Baden normalerweise nur den Kanadagänsen erlaubt ist, also jenseits der Norikusbucht, blitzten den ganzen Vormittag über Badekappen im Wasser auf. Mit Baden hatte das jedoch wenig bis gar nichts zu tun, was die Spaziergänger und Jogger dort sahen, die Frauen und Männer im Wasser schwammen – beaufsichtigt von zwei Booten der DLRG – 750 Meter am Stück ambitioniert um die Bojen in Nürnbergs Innenstadt-Stausee, schwangen sich danach auf die Fahrräder, um sich 20 Kilometer später zu Fuß auf den fünf Kilometer langen Weg zum Hauptmarkt zu machen. Die Triathlon-Bundesliga war in der Stadt.

Die Regensburger Straße war dafür gesperrt, auf dem Hauptmarkt, wo sich der Zielleinlauf befand, herrschte Volksfeststimmung: Pünktlich zum Männleinlaufen liefen die ersten Männer der 2. Bundesliga ins Ziel. Und die Touristen aus Nah und Fern wussten gar nicht, wo sie hinschauen sollten.

Nürnberg, Sportstadt. Ein Zweiklang, den sich die Stadtspitze gerne auf die Fahnen schreibt, und der am Sonntag neue Nahrung erhielt. Das Wasser im Wöhrder See war mit 16,6 Grad Celsius am Morgen recht frisch, aber sonst boten sich den insgesamt 242 Sportlerinnen und Sportlern beste Bedingungen beim ersten Bundesliga-Wettkampf überhaupt in Nürnberg. Bei den Frauen gewann Jolanda Annen, die kürzlich noch für die Schweiz in Tokio bei den olympischen Spielen über die Sprint-Distanz angetreten war, in 57 Minuten und 52 Sekunden. Bei den Herren war der Franzose Anthony Pujades (51:44 Minuten) am schnellsten. Simon Henseleit, der seit Jahren in Nürnberg lebt und am Stützpunkt trainiert, kam als Achter mit 55 Sekunden Rückstand ins Ziel. "Ich bin als Zweiter vom Rad gestiegen, aber dann leider ziemlich hart auf die Fresse geflogen", sagte er und lachte dabei. Zufrieden war er, zumal Nürnberg für den 21-Jährigen "ganz klar ein Trainingsrennen" war, denn schon am kommenden Samstag bricht Henseleit zur U23-Weltmeisterschaft nach Kanada auf.

Bei den Rennen der 2. Bundesliga waren zahlreiche Teams aus der Region am Start, aus Roth, aus Erlangen, aus Forchheim, ins Ziel schafften es nicht alle Athletinnen und Athleten. Alle aber waren sich einig, dass so ein Wettkampf in der Region noch ein bisschen mehr Spaß macht als ohnehin schon, der Zieleinlauf direkt am schönen Brunnen war ihnen ein besonderer Moment. "Man hat keine weite Anfahrt, es sind viele Leute da, die man kennt, das motiviert natürlich schon", sagte Jana Schmidt vom La Carrera TriTeam Rothsee stellvertretend.
Da macht sogar das Schwimmen im Wöhrder See Spaß. Nicht nur den Gänsen.


Zu den Ergebnissen:

1. Bundesliga Frauen, Einzel

1. Bundesliga Frauen, Team

2. Bundesliga Frauen, Einzel

2. Bundesliga Frauen, Team

1. Bundesliga Herren, Einzel

1. Bundesliga Herren, Team

2. Bundesliga Herren, Einzel

2. Bundesliga Herren, Team

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