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Petrak nach Paderborn: Schluss für Nürnbergs Dienstältesten?

Der Defensivakteur steht beim FCN möglicherweise vor dem Absprung - 29.08.2019 20:39 Uhr

Der Kopf entscheidet: War das Spiel in Dresden der letzte Auftritt von Ondrej Petrak im Club-Dress? © Sportfoto Zink / DaMa


Laut Bild-Zeitung soll Petrak das Interesse mindestens eines Bundesligisten auf sich gezogen haben. Namentlich nennt das Blatt den SC Paderborn, seit dieser Saison eine Klasse über Nürnbergs Lieblingsverein notiert, als potenziellen Abnehmer des Sicherheitsbeauftragten. Und schreibt, dass sich Petraks Berater Pavel Paska mit seinem Schützling in der Noris getroffen habe, um dessen Zukunft auszuloten.

Der 27-Jährige hat seinen Vertrag beim FCN zwar im November des Vorjahres vorzeitig verlängert. Seit Damir Canadi als Trainer beim Club auf der Kommandobrücke steht, war der Tscheche, der in seiner unaufgeregten Art als Abfangjäger und Ballverteiler immerhin auch in der zurückliegenden Bundesliga-Saison 22 Mal zum Einsatz kam und am Freitag gegen Heidenheim aufgrund von Adduktorenbeschwerden sowieso fehlt, meist jedoch außen vor. Lediglich beim Liga-Start in Dresden kam der Defensivspezialist die letzten knapp 30 Minuten zum Zug, um den Ball in der Nachspielzeit per Bogenlampe auf dem Querbalken des Dynamo-Gehäuses zu platzieren. 

Bundesliga und Canadi 

Getroffen hat Ondrej Petrak in den letzten fünfeinhalb Jahren und 133 Pflichtspielen lediglich dreimal für den Club. Mindestens einmal war ein entsprechend außergewöhnlicher Moment des bundesligaerprobten Ab- und Aufräumers für den FCN aber durchaus wertvoll. Ende April 2018 wies Petrak, der den Ball mit beeindruckender Schusstechnik und Präzision im Braunschweiger Kasten unter- und Nürnberg beim im Aufstiegsrennen vorentscheidenden damit mir 2:0 in Front brachte, den Weg ins Oberhaus. In der Bundesliga zeichnete der Blondschopf übrigens auch vor der vergangenen Spielzeit schon für den FCN erfolgreich. 2013/14 war der im Winter von Slavia Prag an den Valznerweiher gewechselte Akteur ein Lichtblick in der oft wackligen Abwehr des späteren Absteigers, ohne dass dies den Sturz in Liga zwei verhindern konnte.

 

 

Dass es dem spielintelligenten Quarterback in Nürnberg gefällt, machte der meist stille Petrak schon mehrfach deutlich. Auf Instagram, auf den Vereinskanälen, in Interviews. Ohne ausreichend Spielzeit gefällt es einem Profi-Fußballer auf Sicht jedoch nirgends allzu gut. Da die Überlegtheit in Petraks Vortrag mitunter zum apathisch anmutenden Auftritt changiert, könnte jedoch nicht unbedingt zu dem passen, was sich Damir Canadi von seinem Team auf dem Weg nach vorne wünscht. Dass der FCN auch nach dem vorläufigen Abschied von Törles Knöll noch Akteure abgeben will, ist zudem ein offenes Geheimnis. Ein Angebot jedenfalls - berichtet die Bild - ist beim Club für Petrak eingegangen. Es bleibt abzuwarten, ob der Verein und der Spieler es annehmen. 

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Er kann's doch, der Club! Gegen Osnabrück verdient sich das Canadi-Team einen 1:0-Heimerfolg. Doch wie gut war der FCN denn wirklich? Die Antwort gibt's jetzt: Nur Noten, kein Heckmeck - der Direktvergleich der Zensuren von NZ, kicker und unseren Usern, welche die im Vergleich zu den gruseligen Liga-Auftritten gegen den HSV und Sandhausen deutlich verbesserten Club-Jungs nach Abpfiff benoten haben. Hier ist er!


  

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