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"Schlag in die Magengrube": Bleibt Gorpishin beim HCE?

Skopje verliert Mäzen - Link verlängert - 24.04.2019 14:41 Uhr

Sergej Gorposhin hatte einen Abschied vom HC Erlangen bereits geplant. Nun könnte sich das Blatt aber wenden, © Sportfoto Zink/OGo


Auf den einen Traum folgte für Sergej Gorpishin in den vergangenen Monaten schon der nächste: Erst wurde der 21 Jahre junge Kreisläufer des HC Erlangen für Russland zur Handball-Weltmeisterschaft gerufen, warf gegen Deutschland sogar ein Tor, dann meldete sich mit Vardar Skopje ein internationaler Topklub, um den Sohn von Olympiasieger Wjatscheslav Gorpishin zu verpflichten. Der hatte den kleinen Sergej, der in Erlangen geboren wurde, einst als Spieler der HG Erlangen schon auf dem Arm durch die Hiersemann-Halle getragen.

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Doch wie in diesen Tagen bekanntwurde, hat der Champions-League-Viertelfinalist kommende Saison nicht mehr so viel Geld zur Verfügung: Mäzen Sergey Samsonenko kündigte in einem "ehrlichen Brief" seinen Rückzug vom Champions-League-Sieger 2017 an. "Das ist ein Schlag in die Magengrube", sagt Sergej Gorpishin. Der hat trotz WM-Teilnahme einen schweren Stand bei HCE-Coach Adalsteinn Eyjolfsson, ist derzeit nur Kreisläufer Nummer vier und wird auch kommende Runde mit Petter Overby, Jan Schäffer und Sebastian Firnhaber, der vom THW Kiel kommen wird, große Konkurrenz haben.

Suche nach neuem Klub

"Ich bin einerseits enttäuscht, ich habe mich sehr auf die neue Aufgabe gefreut", sagt Gorpishin, "andererseits bin ich froh über die Transparenz des Klubs." Sein vor drei Monaten unterschriebener Vertrag beim mazedonischen Seriensieger habe keine Gültigkeit mehr, hat ihm Dimitri Kokscharow, Sportlicher Leiter Skopjes und russischer Nationaltrainer, telefonisch mitgeteilt. Somit muss sich Sergej Gorpishin nach einem neuen Verein umsehen – oder in Erlangen bleiben? "Ich bin offen für Gespräche und werde in Ruhe alle Angebote sondieren", sagt Gorpishin.

Link verlängert

Während die Personalie Gorpishin weiter Fragen aufwirft, hat man in Erlangen die Zukunft von Nikolai Link geklärt. Der Co-Kapitän hat sein im Sommer 2020 auslaufendes Arbeitspapier vorzeitig um weitere zwei Jahre verlängert.

Der zwei Meter große Rückraumspieler trug seit seinem Wechsel 2012 wesentlich zu der rasanten Entwicklung des HCE bei und bildet eine wichtige Säule bei den Franken. "Niko hat einen sehr wichtigen Stellenwert für unsere Mannschaft. Er ist eine absolute Identifikationsfigur", lobt Kevin Schmidt, Sportlicher Leiter der Erlanger, den 29-Jährigen.

Link selbst ist aktuell der Dienstälteste beim HCE und reifte in dieser Zeit zum Nationalspieler. "Ich fühle mich hier sehr wohl und bin stolz darauf, den Weg des Vereins weiterhin zu begleiten. In unserem Team steckt noch sehr viel Potenzial", freut sich der gebürtige Friedberger auf die kommenden Jahe.

 

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