Bilanz für Saison 21/22

5,3 Millionen Euro: Fürth verkündet dank Bundesliga-Aufstieg satten Gewinn

Michael Fischer, Sportredakteur
Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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17.11.2022, 19:30 Uhr
Holger Schwiewagner hat derzeit viel Grund zur Freude: Sein Kleeblatt steht dank des Bundesliga-Aufstiegs finanziell gut da - und auch sportlich geht es wieder aufwärts.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Holger Schwiewagner hat derzeit viel Grund zur Freude: Sein Kleeblatt steht dank des Bundesliga-Aufstiegs finanziell gut da - und auch sportlich geht es wieder aufwärts.

Am Donnerstag dachten viele Menschen in Fürth nochmal zurück an den 23. Mai 2021. Mit einem 3:2 gegen Fortuna Düsseldorf stieg das Kleeblatt damals in die erste Bundesliga auf - wie wichtig dieser Aufstieg war, betonten alle Verantwortlichen in den Wochen und Monaten danach immer wieder. "Überlebensnotwendig" nannte es Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi sogar, dass es die Spielvereinigung neun Jahre nach dem ersten Aufstieg erneut unter die besten 18 Mannschaften des Landes schaffte.

Der Grund dafür lag in den großen Herausforderungen, die eine weltweite Pandemie mit sich brachte. Knapp 4,5 Millionen Euro Verlust machte das sonst sehr solide wirtschaftende Kleeblatt in den Geschäftsjahren 2019/2020 und 2020/2021 - vor allem das so wichtige Eigenkapital wurde aufgrund der mannigfaltigen Einschränkungen durch das Coronavirus immer geringer und lag zum 30. Juni 2021 nur noch bei 2,5 Millionen Euro.

So traurig und hart das Bundesliga-Jahr aus sportlicher Sicht oft war, so schön und wichtig war es finanziell. Wie das Kleeblatt am Donnerstag bekanntgab, betrug der Gewinn für das Geschäftsjahr 2021/22 nach Steuern "rund 5,3 Mio. Euro, bei einem Gesamtumsatz von 49,1 Mio. Euro (Vorjahr: 23,8 Mio.)." Zudem habe sich das Eigenkapital "im Vergleich zum Vorjahr auf 7,8 Mio. Euro verdreifacht".

"Fundament deutlich stabilisiert"

Entsprechend glücklich ist Finanz-Geschäftsführer Holger Schwiewagner. "Nach den sehr schwierigen Corona-Jahren war es aus finanzieller Sicht ein außerordentlich wichtiges Jahr, natürlich unterstützt von der Teilnahme an der 1.Bundesliga", ließ er ausrichten. Die Spielvereinigung hätte allerdings "auf allen Ebenen eine gute Entwicklung genommen, und das obwohl wir gerade im Zuschauerbereich noch mit stärkeren Corona-Beschränkungen über einen erheblichen Teil der Saison auskommen mussten".

Zurücklehnen kann er sich aber nicht - im Gegenteil. "Wie alle haben wir gerade auch mit der Teuerung zu kämpfen. Aufgrund des guten Geschäftsjahres konnten wir in dieser Saison die Preise zwar noch stabil halten, aber natürlich wird das bei anhaltender Entwicklung nicht dauerhaft möglich sein", so Schwiewagner. "Dennoch sehe ich uns insgesamt sehr gut für die Herausforderungen in den nächsten Jahren gewappnet. Wir konnten unser Fundament wieder deutlich stabilisieren und darauf lässt sich sehr positiv an der Zukunft arbeiten."

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