Ernüchterung beim Kleeblatt

"Einfach enttäuschend": Die Fürther Stimmen zur Derby-Niederlage

Michael Fischer, Sportredakteur
Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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23.7.2022, 16:55 Uhr
"Es tut weh, sehr weh": Fürths Kapitän Branimir Hrgota.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink "Es tut weh, sehr weh": Fürths Kapitän Branimir Hrgota.

Branimir Hrgota

"Es tut weh, sehr weh. Wir haben uns etwas anderes vorgestellt und wollten für die Fans ein sehr gutes Spiel zeigen. Das haben wir nicht gemacht. Wir kommen in der ersten Hälfte raus und sind sehr heiß, aber die Zweikämpfe sind nicht auf unserer Seite. Das liegt einfach an uns, am Ende des Tages haben wir zu wenig gemacht. Wir waren nicht überrascht, dass Nürnberg so gekämpft hat. Es ist die zweite Liga, da wird jedes Spiel so sein. Wir hatten die Energie beim Warmmachen, aber konnten es leider nicht auf dem Platz zeigen."

Luca Itter

"Der Schmerz ist noch nicht weg. Das dauert sicher auch noch ein paar Tage. Es ist einfach enttäuschend. In der ersten Halbzeit haben wir das Derby nicht richtig angenommen. Wir waren in den Zweikämpfen nicht präsent genug und haben vorne die Bälle nicht lange genug gehalten, um da auch mal Entlastung zu haben. Wir waren natürlich heiß vor dem Spiel, aber wenn so eine Wucht auf dich zukommt, dann musst du bereit und am Mann sein. Da haben wir uns in der ersten Halbzeit etwas abkochen lassen. In der zweiten Hälfte war es wie gegen Kiel. Wir waren deutlich überlegen, hatten viel Ballbesitz und viele Abschlusschancen, bei denen wir aber nochmal quer spielen und einen Schlenker zu viel machen, obwohl wir schon in guter Situation sind. Wenn man Selbstvertrauen hat, schießt man aus allen Lagen und dann geht auch einer rein. Da müssen wir hinkommen."

Marc Schneider

"Der Sieg für Nürnberg war verdient. Wir haben es vom der ersten Sekunde an nicht so auf den Platz gebracht wie wir es hätten tun müssen. Wir waren vorbereitet auf das, was uns erwartet und genau das ist auch eingetreten. Es ist manchmal schwierig und hängt dann an Nuancen, das Spiel in deine Richtung zu lenken. Wir waren nicht so in den Zweikämpfen und nicht bereit, um den zweiten Ball zu kämpfen. Dann haben wir ein bisschen den Faden verloren, die Jungs hätten klarer am Spielplan festhalten können und sollen. Das haben wir klar angesprochen in der Halbzeit, die zweite Hälfte war dann auch besser und wir haben unsere spielerische Klasse ausgespielt. Nach vorne waren wir zu inkonsequent. Wir hatten nach vorne Möglichkeiten, abzuschließen. Das haben wir leider nicht gemacht, weshalb das Resultat leider in Ordnung geht."

Rachid Azzouzi

"Nürnberg hat uns zu Beginn den Schneid abgekauft. Das war aber auch so zu erwarten. Die Jungs waren vielleicht auch ein bisschen überrascht, dass die Nürnberger so aggressiv sind. Es war unser Fehler, dass wir dann etwas gehadert und uns zu lange mit dem Schiedsrichter beschäftigt haben anstatt uns einfach zu wehren. Deswegen hatten sie dieses Übergewicht in der ersten Hälfte - nicht wegen spielerischer Klasse, sondern wegen ihres Einsatzes. Deshalb geht der Club in Führung und hat auch das Spiel gewonnen. In der zweiten Liga musst du erstmal den Kampf annehmen. Das haben wir heute leider nicht hinbekommen. Die Mannschaft kann das aber - und wir werden auch unserre Punkte holen.

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