Mitgliederversammlung am 25. November

JHV nur mit 2G: Kleeblatt schiebt Satzungsänderungen und geplante Fanabteilung auf

Michael Fischer, Sportredakteur
Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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16.11.2021, 15:00 Uhr
Schau, Fred, es gibt rechtliche Bedenken, wenn nur geimpfte und genesene Menschen zur JHV kommen dürfen: Kleeblatt-Präsident Fred Höfler mit Aufsichtsrat und Sponsor Thomas Sommer.

Schau, Fred, es gibt rechtliche Bedenken, wenn nur geimpfte und genesene Menschen zur JHV kommen dürfen: Kleeblatt-Präsident Fred Höfler mit Aufsichtsrat und Sponsor Thomas Sommer. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, NN

Sie hatten sich so viel vorgenommen für den 25. November. Bei der Jahreshauptversammlung der Spielvereinigung Greuther Fürth sollten die Mitglieder über Satzungsänderungen abstimmen, um mehr demokratische Mitbestimmung zu ermöglichen. Unter anderem sollte die faktische Sperrminorität des TSV Vestenbergsgreuth, der als juristische Person stets 20 Prozent der anwesenden Stimmen bei Versammlungen hatte, wegfallen.

Zudem galt bislang bei allen Abstimmungen, die eine Namens- oder Wappenänderung betreffen, eine Neun-Zehntel-Mehrheit, während für sonstige Satzungsänderungen eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig war. Künftig gilt generell eine Mehrheit von 75 Prozent. Um mehr Teilhabe zu ermöglichen, wird darüber hinaus der Wirtschaftsbeirat von fünf auf sieben Personen vergrößert, drei davon sollen künftig aus den Abteilungen kommen.

Doch zu den geplanten Anpassungen und zur Gründung einer eigenen Fanabteilung kommt es nicht. Zumindest nicht am 25. November. Aufgrund der Pandemielage muss die Veranstaltung kommende Woche unter 2G-Bedingungen stattfinden, das heißt, es dürfen nachweislich gemipfte oder von einer Corona-Infektion genesene Menschen in die Haupttribüne kommen. Laut Verein gibt es angesichts dieser Voraussetzungen „rechtliche Bedenken“, dass die gefassten Beschlüsse hinterher anfechtbar sind.

"Keine Rechtssicherheit"

„Durch die neue Vorgabe könnten Mitglieder ausgeschlossen werden und anschließend gegen die Beschlüsse klagen. Dann hätten wir während einer möglichen Prozessdauer keine Rechtssicherheit und das wollen wir nicht", sagt Präsident Fred Höfer. "Deshalb werden wir diese beiden Anträge Anfang kommenden Jahres auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zur Wahl stellen, wenn wieder alle Mitglieder die Möglichkeit haben daran teilzunehmen. Wir bedauern diese Verzögerung, müssen diese aber unter Abwägung aller Risiken nun so eingehen."

Die diesjährige JHV abzusagen, stand aber nicht zur Debatte, die letzte Versammlung liegt ja ohnehin schon lange zurück. "Wir wollen dennoch die Bekanntgabe der Geschäftszahlen aus mittlerweile zwei Jahren und die Entlastung der Gremien durchführen", so Höfler. "Deswegen haben wir uns gegen eine gänzliche Absage der Mitgliederversammlung entschieden.“

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