Vor Osnabrück-Spiel

Schlechte Nachricht: Niko Gießelmann fehlt dem Kleeblatt länger als erwartet

Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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26.10.2023, 16:08 Uhr
Wird noch länger nur Zuschauer und Fan sein: Niko Gießelmann (links) wurde in dieser Woche operiert.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Wird noch länger nur Zuschauer und Fan sein: Niko Gießelmann (links) wurde in dieser Woche operiert.

Größer könnte der Kontrast kaum sein. Am Mittwochabend reiste Alexander Zorniger nach Leipzig, um sich das Champions-League-Spiel gegen Roter Stern Belgrad anzuschauen. Auf Einladung seines ehemaligen Arbeitgebers schaute sich der Trainer an, was aus RB geworden ist, das er 2013 kurz nach der Gründung aus der Regionalliga in die dritte Liga geführt hatte. "Die Leistung von damals wird in Leipzig immer noch respektiert", sagte Zorniger am Tag darauf. "Da gibt es eine tiefe Verbundenheit, die wir bis tief in die Nacht hinein genossen haben."

Doch spätestens am Donnerstagmorgen war der Ausflug in die Königsklasse des Fußballs wieder vergessen - der Alltag heißt ja zweite Bundesliga. In der empfängt die Spielvereinigung am Freitagabend (18.30/Sky) den Tabellenvorletzten VfL Osnabrück. Mit einem Heimsieg könnte das Kleeblatt den Abstand auf die Abstiegsränge auf neun Punkte ausbauen und in der Tabelle nach oben klettern. "Wir wollen noch mehr Punkte und auch Mannschaften nach hinten dazwischen packen", betont der Trainer. "Dann können wir gucken, was in die andere Richtung geht."

SpVgg Greuther Fürth: Zorniger will nicht zu viel ändern

Nach dem 0:2 beim Hamburger SV, bei dem einige Spieler doch weit weg waren von ihrer besten Form, will der Trainer aber nicht alles komplett umkrempeln. Weder personell noch taktisch. "Ein grundsätzlicher Systemwechsel ist nicht angedacht", betont Zorniger. "Nach dem Hamburg-Spiel ist es wichtig, dass man ein paar Dinge stabil hält und nicht fünfmal wechselt und das System auch noch ändert." Auch nicht gegen einen Gegner wie Osnabrück, gegen den die Fürther voraussichtlich die meiste Zeit den Ball haben werden und das Spiel machen müssen.

"Es ist klar, dass man nach einem verlorenen Spiel jede Position nochmal genauer anschaut", sagt Zorniger, der aber überzeugt ist, dass es personelle Kontinuität braucht, um sich weiterzuentwickeln. "Wir wollen die Spieler weiterentwickeln, wollen uns als Mannschaft weiterentwickeln und dichter an das rankommen, was stabil für Leistung und damit auch für Punkte sorgen wird." Zuletzt habe ein "relativ stabiler Stamm dazu beigetragen, dass wir vier Spiele ungeschlagen waren".

Mit Niko Gießelmann fehlt am Freitag aber der Spieler, der bei diesen vier ungeschlagenen Spielen in der Startelf stand. Der 32-Jährige wird auch noch länger als ursprünglich angenommen ausfallen, weil sich die Verletzung als "problematischer herausgestellt hat". Wie Zorniger am Donnerstag verkündete, wurde der Linksverteidiger in dieser Woche operiert. "Er wird dieses Jahr auf jeden Fall fehlen und vielleicht auch noch die ein oder andere Woche des neuen Jahres", so der Trainer. Nachdem sich Marco Meyerhöfer im Training "das Knie verdreht" hat und Kerim Calhanoglu noch nicht weit genug ist, dürfte am Freitagabend wieder Oussama Haddadi auf der linken Seite starten.

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