Der ehemalige Ferrari-Chef spricht bewegend

Todt über Schumacher: "Man kämpft mit den Folgen"

12.8.2021, 11:36 Uhr
Verbrachten gemeinsam viele Momente auf dem Sieger-Treppchen: Jean Todt und Michael Schumacher.

Verbrachten gemeinsam viele Momente auf dem Sieger-Treppchen: Jean Todt und Michael Schumacher. © via www.imago-images.de

Jean Todt ist begeistert von Corinna Schumacher, Lebensgefährtin des mehrfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher. Seit dessen schlimmen Ski-Unfalls im Jahr 2013, bei dem Schumacher ein schweres Schädelhirntrauma erlitten hatte und mehrere Tage um sein Leben kämpfte, habe Todt viel Zeit mit der 52-Jährigen verbracht. "Sie ist eine großartige Frau und führt die Familie", verriet der ehemalige Ferrari-Chef der Sport Bild.

Zudem sei es, neben der Arbeit der Ärzte, vor allem auch ihr Verdienst gewesen, dass "Schumi" den Unfall überlebt hatte. "Im Moment kämpft man gegen die Folgen an. Wir hoffen, dass sich die Dinge langsam, aber sicher verbessern", klärt der heutige Fia-Boss über den derzeitigen Zustand des erfolgreichsten deutschen Rennfahrers auf. Details über die gesundheitliche Lage sind indes seit längerem nicht bekannt, seit Jahren lebt Schumacher abgeschirmt von der Öffentlichkeit.

Was Mick von Michael unterscheidet

Während der siebenmalige Champion Michael Schumacher weiterhin um eine Rückkehr in ein "normales" Leben kämpft, ist sein Sohn Mick gerade dabei, in seine Fußstapfen zu treten. Seit dieser Saison ist der 22-Jährige in der Formel 1, er fährt für das US-amerikanische Team Haas. Auch wenn Schumacher Junior es im derzeitigen Auto nicht immer leicht hat, entwickelt er sich stetig - und ist seinem Teamkollegen Nikita Masepin zudem haushoch überlegen. "Er ist für mich noch mehr ein Junge als ein Formel-1-Fahrer. Er fährt gut, er macht das sehr gut. Er ist schüchtern und vorsichtig, weil er nicht will, dass die Leute denken, er würde mich als FIA-Präsident benutzen, aber wir sehen uns natürlich und haben eine besondere Beziehung", so Todt über Mick, der Dank der Errungenschaften seines Vaters eine exzellente Ausbildung genossen hat. "Michael musste sein Leben selbst aufbauen. Er war als kleiner Junge beim Kartfahren mit einem tollen Vater. Aber der Vater hatte kein Geld. Also musste Michael selbst das Beste für seine Karriere machen", zieht Todt den vergleich zu Mick.

Am 15. September erscheint auf der Streaming-Plattform Netflix derweil eine Dokumentation über Michael, in der auch Schumachers Frau Corinna und die beiden Kinder Mick und Gina zu Wort. Laut Managerin Sabine Kehm sei der Dokumentarfilm "das Geschenk seiner Familie an den geliebten Ehemann und Vater".

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