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Vertragsverlängerung: Klose sagt Nein

Nürnbergs Abwehrstabilisator möchte nach Wolfsburg - und zwar sofort - 16.06.2013 12:59 Uhr

Endlich Klarheit: Timm Klose will nach Wolfsburg. © Sportfoto Zink/DaMa


Kloses Entscheidungsfindung hatte sich in der jüngeren Vergangenheit als echte Hängepartie dargestellt. Nun gibt es Klarheit, dass die Ehe zwischen dem FCN und dem Innenverteidiger vor ihrem Aus steht - spätestens im Sommer 2014.

Club-Sportvorstand Martin Bader gab auf der vereinseigenen Homepage bekannt, dass der 25-Jährige, der in der Hinrunde der jüngst abgeschlossenen Bundesliga-Saison Nürnbergs Abwehr in bravouröser Manier stabilisiert hatte, "das vor mehreren Monaten unterbreitete vorzeitige Vertragsangebot sehr schätzt und sich intensiv damit auseinander gesetzt hat". Der nächste Halbsatz ist entscheidender: Klose habe sich - laut Bader - "entschlossen, dieses nicht anzunehmen".

Auch O-Töne von Klose finden sich auf der rot-schwarzen Internetseite. Der Eidgenosse betont in diesen, dass sich "die Wertschätzung des Club" in den neu formulierten Arbeitspapieren "wiedergefunden hat" - sprich der FCN sich auch mit Blick auf neue Bezüge gestreckt habe. Dennoch habe er sich "nach langer Überlegung" entschieden, "wenn die Möglichkeit besteht, die neue Herausforderung anzunehmen" und "vorzeitig zum VfL Wolfsburg zu wechseln".

Der Verein aus der Autostadt - seit Jahresbeginn von Kloses Mentor Dieter Hecking trainiert - lockt den Abwehrhünen mit einem unterschriftsreifen Vertrag. Für den Club, der sich bis zuletzt Hoffnung gemacht hatte, Kloses Zuschlag zu erhalten, ist dessen deutlich formulierte Entscheidung ein Rückschlag. "Wir hatten gehofft, dass ihn der eingeschlagene Weg und seine Rolle als wichtiger Bestandteil des Club davon überzeugen würden, zu bleiben“, gibt Martin Bader unumwunden zu.

Um sich die Dienste des zuverlässigen, kopfball- und spielstarken Schweizers vorzeitig zu sichern, sind die Wolfsburger offenbar bereit, tief in die Tasche zu greifen. Eine Ablösesumme von fünf Millionen Euro wurde öffentlich zuletzt mehrfach kolportiert. Angesichts Kloses nun klar definierter Arbeitsplatzwahl haben sich die Verantwortlichen beider Vereine mittlerweile am Wochenende erstmals unterhalten.

Eines ist sicher: Wollen die "Wölfe" den Defensivspezialisten, der am 2. Juli in der Noris zurückerwartet wird, vorzeitig - also schon in diesem Sommer -, müssen sie ihre Anstrengungen intensivieren. Bader pocht auf den bis 2014 laufenden Kontrakt und ergänzt : "Wir gehen davon aus, dass Timm seinen Vertrag erfüllt".

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apö

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