Wer wird Bundestrainer? Die heißesten Kandidaten

9.3.2021, 15:18 Uhr
Wohl der erste Trainer, der einen Online-Hype als Bundestrainer auslöst, lange bevor er überhaupt Bundestrainer ist. Wenige Stunden, nachdem Joachim Löw seinen Abschied verkündet hatte, trendete der Hashtag #Klopp auf Twitter. Er wäre, so sehen es viele der Möchtegern-Bundestrainer in diesem Land, der perfekte Kandidat. Mit Mainz 05 und Borussia Dortmund hatte er einst Historisches geleistet und das beim FC Liverpool sogar noch getoppt. In England gilt Klopp schon als unsterblich, weil es sportlich gerade schlecht läuft, könnte er trotzdem seinen Job verlieren. Er wäre nach dem EM also womöglich zu haben.
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Jürgen Klopp

Wohl der erste Trainer, der einen Online-Hype als Bundestrainer auslöst, lange bevor er überhaupt Bundestrainer ist. Wenige Stunden, nachdem Joachim Löw seinen Abschied verkündet hatte, trendete der Hashtag #Klopp auf Twitter. Er wäre, so sehen es viele der Möchtegern-Bundestrainer in diesem Land, der perfekte Kandidat. Mit Mainz 05 und Borussia Dortmund hatte er einst Historisches geleistet und das beim FC Liverpool sogar noch getoppt. In England gilt Klopp schon als unsterblich, weil es sportlich gerade schlecht läuft, könnte er trotzdem seinen Job verlieren. Er wäre nach dem EM also womöglich zu haben. "Es hängt von Jürgen Klopp ab: Er ist einer der wenigen Trainer, die selbst entscheiden, wann sie Bundestrainer werden wollen", sagte Rudi Völler. Doch Klopp sagte öffentlich ab. "Nein, ich werde im oder nach diesem Sommer nicht als möglicher Bundestrainer zur Verfügung stehen. Ich habe ja einen Job." Bei den Reds will der 53-Jährige seinen Vertrag bis 2024 erfüllen. © CLIVE BRUNSKILL, AFP

Was umgehend den aktuell wohl erfolgreichsten Vereinstrainer der Welt in den Fokus rückt: Mit dem FC Bayern München hat Hansi Flick (links) in nicht einmal einem Jahr sechs Titel geholt - und das in der so schwierigen Corona-Saison. Galaktischer geht es kaum und ein WM-Titel scheint hier ja fast schon sicher - denn sogar auf diesem Gebiet hat der 56-Jährige Erfahrung. 2014 krönte er sich als Assistent von Joachim Löw ebenfalls zum Weltmeister. Nun könnte er auf Löws Spuren wandeln, vom Co zum Chef, sozusagen. Dazu kennt er den DFB auch von seiner früheren Funktion als Sportdirektor in- und auswendig. Oliver Bierhoff hat bereits gesagt, es wäre
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Hansi Flick

Was umgehend den aktuell wohl erfolgreichsten Vereinstrainer der Welt in den Fokus rückt: Mit dem FC Bayern München hat Hansi Flick (links) in nicht einmal einem Jahr sechs Titel geholt - und das in der so schwierigen Corona-Saison. Galaktischer geht es kaum und ein WM-Titel scheint hier ja fast schon sicher - denn sogar auf diesem Gebiet hat der 56-Jährige Erfahrung. 2014 krönte er sich als Assistent von Joachim Löw ebenfalls zum Weltmeister. Nun könnte er auf Löws Spuren wandeln, vom Co zum Chef, sozusagen. Dazu kennt er den DFB auch von seiner früheren Funktion als Sportdirektor in- und auswendig. Oliver Bierhoff hat bereits gesagt, es wäre "verrückt", den Erfolgstrainer des FC Bayern auszuschließen. Nur: Auch Flick will offensichtlich nicht: "Ich weiß, was es bedeutet, beim FC Bayern zu arbeiten, und sehe keinen Grund, über etwas anderes nachzudenken", sagte er kürzlich. © CLEMENS BILAN, AFP

Ebenfalls ein Löw-Nachfolger im Löw-Stil wäre Marcus Sorg (55) - auch wenn sein persönliches Titel-Konto noch recht mau erscheint im Vergleich zu den beiden Erstgenannten. Sorg war Spieler und Trainer beim SSV Ulm, und dann ein halbes Jahr Bundesliga-Coach beim SC Freiburg. Und schon das zeigt, wie viel Zeit seither vergangen ist (bald zehn Streich-Jahre). Nach einer Zwischenzeit im Bayern-NLZ berief ihn Löw dennoch in den Trainerstab der Nationalmannschaft, als einen seiner engsten Vertrauten. Das könnte für ihn sprechen, oder gegen ihn. 
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Marcus Sorg

Ebenfalls ein Löw-Nachfolger im Löw-Stil wäre Marcus Sorg (55) - auch wenn sein persönliches Titel-Konto noch recht mau erscheint im Vergleich zu den beiden Erstgenannten. Sorg war Spieler und Trainer beim SSV Ulm, und dann ein halbes Jahr Bundesliga-Coach beim SC Freiburg. Und schon das zeigt, wie viel Zeit seither vergangen ist (bald zehn Streich-Jahre). Nach einer Zwischenzeit im Bayern-NLZ berief ihn Löw dennoch in den Trainerstab der Nationalmannschaft, als einen seiner engsten Vertrauten. Das könnte für ihn sprechen, oder gegen ihn.  © Christian Charisius, dpa

Ebenfalls aktuell ein Profifußball-Trend: Die Trainer der eigenen Jugend befördern und einfach mal machen lassen. So hat es der ein oder andere in den erlesenen Kreis der Bundesliga-Coaches geschafft. Stefan Kuntz könnte es im Rahmen des DFB genauso gehen. Der Europameister von 1996 hat bewiesen, dass er auch an der Seitenlinie Titel holen kann: 2017 führte er den deutschen Nachwuchs in Polen zum EM-Titel. Löw selbst hatte ihn vor einem Jahr als einen möglichen 
Nachfolger ins Gespräch gebracht: Kuntz leiste
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Stefan Kuntz

Ebenfalls aktuell ein Profifußball-Trend: Die Trainer der eigenen Jugend befördern und einfach mal machen lassen. So hat es der ein oder andere in den erlesenen Kreis der Bundesliga-Coaches geschafft. Stefan Kuntz könnte es im Rahmen des DFB genauso gehen. Der Europameister von 1996 hat bewiesen, dass er auch an der Seitenlinie Titel holen kann: 2017 führte er den deutschen Nachwuchs in Polen zum EM-Titel. Löw selbst hatte ihn vor einem Jahr als einen möglichen 
Nachfolger ins Gespräch gebracht: Kuntz leiste "hervorragende Arbeit" und habe "eine sehr gute Ansprache an die Mannschaft" mit sehr viel Empathie. Die kumpelhafte Art könnte sich bei den Stars jedoch schnell abnutzen, auf ein neues taktisches Niveau dürfte Kuntz das DFB-Team auch nicht heben. Der 58-Jährige wäre vielleicht eine gute Übergangslösung, bis die Top-Kandidaten doch noch Lust auf den Job entwickeln. Sonst hat der intern geschätzte U21-Trainer allenfalls Außenseiterchancen. © Patrick Seeger, dpa

Ein weiterer deutscher Trainer mit dem gewissen Glamour-Faktor. Allerdings auch, weil der 47-Jährige gerade erst vom Spitzenklub Paris St. Germain zu nächsten Spitzenklub, dem FC Chelsea, gewechselt ist. Bei den Blues erhielt er einen Vertrag bis 2022 plus Option. Tuchel hat einiges vor, eine herausragende Mannschaft, zuerst aber auch die dringende Aufgabe, Chelsea in der Premier League wieder flott zu machen. Nahezu ausgeschlossen, dass er London nun so bald wieder verlassen will. 
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Thomas Tuchel

Ein weiterer deutscher Trainer mit dem gewissen Glamour-Faktor. Allerdings auch, weil der 47-Jährige gerade erst vom Spitzenklub Paris St. Germain zu nächsten Spitzenklub, dem FC Chelsea, gewechselt ist. Bei den Blues erhielt er einen Vertrag bis 2022 plus Option. Tuchel hat einiges vor, eine herausragende Mannschaft, zuerst aber auch die dringende Aufgabe, Chelsea in der Premier League wieder flott zu machen. Nahezu ausgeschlossen, dass er London nun so bald wieder verlassen will.  © JOHN SIBLEY, AFP

Ebenfalls ein heißdiskutierter Trainer, wenn auch noch eine Stufe unter den Superstars wie Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel: Marco Rose. Diskutiert wurde und wird trotzdem viel über ihn. Er gilt als extrem ehrgeizig, wechselte von Salzburg zu Borussia Mönchengladbach und wird sich im Sommer Borussia Dortmund anschließen. Vielleicht greift aber auch wieder eine Ausstiegsklausel. Für ein paar Milliönchen könnte der DFB den 44-Jährigen sicher aus seinem Kontrakt loseisen. Wie es Gladbach und der BVB vorgemacht haben.
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Marco Rose

Ebenfalls ein heißdiskutierter Trainer, wenn auch noch eine Stufe unter den Superstars wie Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel: Marco Rose. Diskutiert wurde und wird trotzdem viel über ihn. Er gilt als extrem ehrgeizig, wechselte von Salzburg zu Borussia Mönchengladbach und wird sich im Sommer Borussia Dortmund anschließen. Vielleicht greift aber auch wieder eine Ausstiegsklausel. Für ein paar Milliönchen könnte der DFB den 44-Jährigen sicher aus seinem Kontrakt loseisen. Wie es Gladbach und der BVB vorgemacht haben. © WOLFGANG RATTAY, AFP

Ralf Rangnick hat schon einiges vorzuweisen. Der frühere Architekt des Erfolgsprojekts von RB Leipzig hat sich vom Red-Bull-Imperium gelöst und ist offen für neue Aufgaben.
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Ralf Rangnick

Ralf Rangnick hat schon einiges vorzuweisen. Der frühere Architekt des Erfolgsprojekts von RB Leipzig hat sich vom Red-Bull-Imperium gelöst und ist offen für neue Aufgaben. "Grundsätzlich ist das Amt des Bundestrainers für keinen deutschen Trainer ein Amt, das ihn nicht interessiert", sagte der 62-Jährige kürzlich. Fachlich ist Rangnick, der auch bei Schalke 04 und bei der TSG 1899 Hoffenheim gearbeitet hatte, über jeden Zweifel erhaben. Doch zwischen dem bekennenden Reformer und DFB-Direktor Oliver Bierhoff könnte es knirschen. Rangnick würde den Bundestrainer-Job wohl viel umfassender interpretieren und bei Nachwuchsarbeit, Trainerausbildung und Langzeitkonzepten mitreden wollen. Zudem könnte Rangnicks nicht selten pedantische Art und Detailversessenheit den Spielern aufstoßen. Fraglich, ob sich das der DFB das ins Haus holen will. © Jan Woitas, dpa