Identität ist geklärt

Tödlicher Hubschrauberunfall: Gründer von Augustus Intelligence ist drittes Opfer

20.10.2021, 16:35 Uhr

© Julian Buchner/imago images

Der 34-jährige Unternehmer hatte mit Lobbykontakten eine Affäre unter anderem um den CDU-Jungpolitiker Philipp Amthor ausgelöst. Das deutsch-amerikanische Start-up-Unternehmen Augustus Intelligence für künstliche Intelligenz mit Sitz in New York gehörte laut Wall Street Journal zu 68 Prozent dem schillernden deutschen Geschäftsmann. Haupt war vergangenen Sommer in die Schlagzeilen geraten, weil er prominente Fürsprecher in Deutschland engagierte, um Türen für sein Unternehmen im politischen Berlin zu öffnen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor erhielt für seine Dienste mindestens 2817 Aktienoptionen sowie einen Direktorenposten bei dem Start-up. Auch der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sowie der Ex-BND-Chef August Hanning berieten Augustus Intelligence.

Es war allerdings nie ganz klar, womit Augustus Intelligence Geld verdienen wollte: Das Unternehmen gab an, sich mit künstlicher Intelligenz zu beschäftigen, trat bisher aber nicht mit irgendwelchen Entwicklungen und Produkten an die Öffentlichkeit.

Wolfgang Haupt war am Sonntagmittag, den 17. Oktober, zusammen mit dem 61-jährigen Geschäftsführer eines Laufer Unternehmens und dessen 18-jährigen Sohn mit einem Hubschrauber von Herzogenaurach aus gestartet - mit bisher unbekanntem Ziel. Im Norden Baden-Württembergs stürzte der Hubschrauber aus bisher noch ungeklärter Ursache ab. Alle drei Insassen kamen ums Leben.