Adidas und Puma: Die Geschichte zweier fränkischer Sportgiganten

1.8.2018, 12:02 Uhr
In den 1920er Jahren bauten die beiden Dassler-Brüder und Schuhmacher-Söhne Adolf und Rudolf ihre eigene Schuhfabrik auf.
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So fing alles an

In den 1920er Jahren bauten die beiden Dassler-Brüder und Schuhmacher-Söhne Adolf und Rudolf ihre eigene Schuhfabrik auf. © privat

Die erste Schuhfabrik der Gebrüder Dassler, in der die beiden ihre ersten Sportschuhe herstellten.
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Die erste Fabrikationsstätte

Die erste Schuhfabrik der Gebrüder Dassler, in der die beiden ihre ersten Sportschuhe herstellten. © privat

Der erste Fußballschuh der Gebrüder Dassler von 1930. Er erinnert mehr an ein Modell von Charlie Chaplin als an einen Sportschuh.
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Erster Dassler-Sportschuh

Der erste Fußballschuh der Gebrüder Dassler von 1930. Er erinnert mehr an ein Modell von Charlie Chaplin als an einen Sportschuh. © Archiv

Später zog die Schuhfabrik über die Aurach und wurde erweitert: Links ist das Fabrikgebäude zu sehen, von dem heute noch der erhöhte Gebäudeteil ganz links steht. Rechts ist die Villa, in der vor dem Zerwürfnis die Familien von Rudolf und Adolf Dassler zusammen gewohnt haben.
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Schnelles Wachstum der gemeinsamen Firma

Später zog die Schuhfabrik über die Aurach und wurde erweitert: Links ist das Fabrikgebäude zu sehen, von dem heute noch der erhöhte Gebäudeteil ganz links steht. Rechts ist die Villa, in der vor dem Zerwürfnis die Familien von Rudolf und Adolf Dassler zusammen gewohnt haben. © privat

Rudolf Dassler war ein geschickter Verkäufer - dies zeigt sich an dieser Schuhwerbung aus den 1930er Jahren.
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Überzeugen durch Werbung

Rudolf Dassler war ein geschickter Verkäufer - dies zeigt sich an dieser Schuhwerbung aus den 1930er Jahren. © privat

Bei den Herstellern von Sportschuhen ist naturgemäß auch Betriebssport hoch im Kurs - hier die Aufnahme einer Gruppe aus dem Jahr 1936.
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Betriebssport stand bei Geda hoch im Kurs

Bei den Herstellern von Sportschuhen ist naturgemäß auch Betriebssport hoch im Kurs - hier die Aufnahme einer Gruppe aus dem Jahr 1936. © privat

Beim Weitsprung aus dem Stand siegten im Jahr 1939 die beiden
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Die Brüder als ehrgeizige Sportler

Beim Weitsprung aus dem Stand siegten im Jahr 1939 die beiden "Betriebsführer" (vorne). Die beiden waren fanatische Sportler und hatten ganz ursprünglich lediglich die Idee, Schuhe für ihren eigenen sportlichen Gebrauch herzustellen. Erst später entwickelte sich ihre Leidenschaft zu zwei Weltunternehmen. © privat

Die Olympiade 1936 in Berlin verhalf den Herzogenaurachern zum Durchbruch, denn zahlreiche Sportler trugen ihre Schuhe.
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Olympia 1936 - der Durchbruch für die Dassler-Brüder

Die Olympiade 1936 in Berlin verhalf den Herzogenaurachern zum Durchbruch, denn zahlreiche Sportler trugen ihre Schuhe. © privat

Darunter war auch der schwarze Leichtathlet Jesse Owens, der in Dassler-Schuhen vier Goldmedaillen gewann - sehr zum Ärger des Nazi-Regimes. Owens trug damals schon für ihn maßgefertigte Schuhe ganz in weiß. Die zwei Streifen, die sonst die gemeinsamen Dassler-Schuhe schmückten, wurden bei dieser Sonderanfertigung für den Superstar weggelassen.
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Jesse Owens siegt in Geda-Schuhen

Darunter war auch der schwarze Leichtathlet Jesse Owens, der in Dassler-Schuhen vier Goldmedaillen gewann - sehr zum Ärger des Nazi-Regimes. Owens trug damals schon für ihn maßgefertigte Schuhe ganz in weiß. Die zwei Streifen, die sonst die gemeinsamen Dassler-Schuhe schmückten, wurden bei dieser Sonderanfertigung für den Superstar weggelassen. © privat

Der Plakattext
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Die Erfolge erfüllen das Unternehmen mit Stolz

Der Plakattext "Dassler Sportschuhe lobt, wer sie erprobt" aus dem Jahr 1936 deutet auf die Erfolge bei der Olympiade hin. © privat

Adis Frau Käthe und Rudolfs Frau Friedel sind hier noch auf einem harmonischen Familienbild gemeinsam zu sehen. Die beiden verstehen sich aber nicht gut, was später das Zerwürfnis zwischen den beiden Brüdern begünstigt.
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Noch herrscht Harmonie

Adis Frau Käthe und Rudolfs Frau Friedel sind hier noch auf einem harmonischen Familienbild gemeinsam zu sehen. Die beiden verstehen sich aber nicht gut, was später das Zerwürfnis zwischen den beiden Brüdern begünstigt. © privat

Die beiden Brüder und ihre Frauen auf einem Familienfoto: Auf dem Auto sitzend ist Adolf zu sehen, der zweite von rechts ist Rudolf.
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Die Dassler-Familie noch vereint

Die beiden Brüder und ihre Frauen auf einem Familienfoto: Auf dem Auto sitzend ist Adolf zu sehen, der zweite von rechts ist Rudolf. © privat

Der deutsche Leichtathlet Josef Waitzer stellte den Kontakt zu den US-amerikanischen Leichtathleten her, die den Brüdern bei der Olympiade 1936 zum Erfolg verhalfen. Die Freunde Adolf Dassler (2. von links), Josef Waitzer (Mitte) und Rudolf Dassler (2. von rechts) trafen sich gerne zum Sport, zum Beispiel zum Golfen.
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Der Sprung ins internationale Geschäft

Der deutsche Leichtathlet Josef Waitzer stellte den Kontakt zu den US-amerikanischen Leichtathleten her, die den Brüdern bei der Olympiade 1936 zum Erfolg verhalfen. Die Freunde Adolf Dassler (2. von links), Josef Waitzer (Mitte) und Rudolf Dassler (2. von rechts) trafen sich gerne zum Sport, zum Beispiel zum Golfen. © privat

Im Jahr 1948 spalten die zerstrittenen Brüder das Unternehmen auf: Daraus gingen die Firmen Puma unter der Leitung von Rudolf Dassler und Adidas mit Adi Dassler als Chef hervor.
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Aufspaltung im Jahr 1948

Im Jahr 1948 spalten die zerstrittenen Brüder das Unternehmen auf: Daraus gingen die Firmen Puma unter der Leitung von Rudolf Dassler und Adidas mit Adi Dassler als Chef hervor. © privat

Die beiden bauten sich jeweils ein eigenes Sportartikel-Imperium auf.
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Zwei Sportartikel-Imperien

Die beiden bauten sich jeweils ein eigenes Sportartikel-Imperium auf. © Archiv

Die Mitarbeitenden der Dasslers mussten sich entscheiden, unter welchem der Brüder sie künftig weiterarbeiten wollten. Dieses Bild entstand 1955 bei einem Betriebsausflug der Gründungsmitglieder von Puma. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Firma bereits den Schraubstollenschuh zur Marktreife gebracht.
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Betriebsausflug der "Puma-Getreuen"

Die Mitarbeitenden der Dasslers mussten sich entscheiden, unter welchem der Brüder sie künftig weiterarbeiten wollten. Dieses Bild entstand 1955 bei einem Betriebsausflug der Gründungsmitglieder von Puma. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Firma bereits den Schraubstollenschuh zur Marktreife gebracht. © privat

Die Hauptzentrale von Adidas ist nach wie vor in Herzogenaurach.
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Adidas bleibt in Herzogenaurach

Die Hauptzentrale von Adidas ist nach wie vor in Herzogenaurach. © adidas

Auch Puma ist Herzogenaurach treu geblieben.
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Auch Puma bleibt im Ort

Auch Puma ist Herzogenaurach treu geblieben. © puma

Mit diesem Schuh schrieben die Brüder Geschichte: Der Schraubstollen-Fußballschuh von 1954. Beide brachten den Schraubstollenschuh zur Serienreife.
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Ein Schuh schreibt Geschichte

© Archiv

Doch Adolf Dassler stattete die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 1954 in Bern aus. Deutschland wurde Weltmeister nach dem 3:2-Finalsieg über Ungarn. Der Trainer Sepp Herberger (rechts) und Spieler Fritz Walter (links) wurden wie Helden gefeiert.
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Ausstatter zur Weltmeisterschaft

© dpa

Für Adi Dassler (1.v.l.) war das der Durchbruch. Obwohl Sepp Herberger (2.v.l.) vor allem bei Puma an der Entwicklung des Schraubstollenschuhs beteiligt war.
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Durchbruch für Adidas

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Selbstbewusstsein à la Puma

"Puma erobert die Welt" heißt es in dieser Anzeige von 1958. © privat

Adi Dassler präsentierte sich gerne mit seinen Schuhentwicklungen, so wie hier 1975. 1978 starb er im Alter von 78 Jahren.
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Stolz auf Schuhentwicklungen

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Sein Sohn Horst Dassler übernahm zusammen mit seiner Mutter das Unternehmen. 1987 starb Horst
Dassler überraschend im Alter von nur 51 Jahren. 1993 übernimmt Robert Louis-Dreyfus die Führung bei Adidas, die mittlerweile in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.
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Sohn wird zum Nachfolger

© Archiv

US-Schwergewichtsboxer Muhammad Ali (rechts) kämpfte mit extra angefertigten Boxschuhen von Adidas. Hier beim legendären Schlagabtausch mit dem Kanadier Trevor Berbick (links) am 12.12.1981. Der 38-jährige Ali verliert in Nassau auf den Bahamas gegen Berbick nach Punkten. Berbick war der letzte Boxer, der gegen Ali kämpfte.
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Legenden kämpfen in Adidas-Ausrüstung

© dpa

Die Boxschuhe von Adidas sind bis heute sehr gefragt.
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Boxschuhe bis heute sehr gefragt.

© adidas

Armin A. Dassler, Sohn des Firmengründers Rudolf Dassler, erfindet 1982 die Puma Duoflex-Sohle, mit denen Leichtathleten Weltrekorde aufstellen.
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Innovationen für Weltrekorde

© Archiv

Doch schon eher machte Puma vor allem mit prominenten Persönlichkeiten aus dem Sport auf sich aufmerksam. Pelé, der Weltfußballer des Jahrhunderts, trug Puma-Schuhe.
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Weltfußballer tragen Puma-Schuhe

© Archiv

Für Aufregung sorgte der von Puma entwickelte Einteiler für die Mannschaft aus Kamerun beim Africa-Cup 2004. Der Rechtsstreit zwischen Puma und der Fifa endete in einem Vergleich. Verhandelt wurde der Fall 2005 vor dem Landgericht Nürnberg.
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Einteiler sorgt für Aufregung

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Auch der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder war von dem Einteiler angetan, als er Puma 2005 einen Besuch in Herzogenaurach abstattete.
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Kanzlerbesuch bei Puma

© Archiv

Seit 1970 entwickelt Adidas für jede WM einen neuen Fußball. Der erste Ball hieß
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WM-Bälle von Adidas

© dpa

Die Produktionsstandorte von Adidas und Puma sind zum größten Teil ins Ausland verlegt worden. Doch auch in Scheinfeld wird noch produziert.
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Produktion in Deutschland

© dpa

Adidas und Puma reichen sich 2009 die Hand für den Frieden. In einem Freundschaftspiel auf dem Adi-Dassler-Sportplatz spielten Adidas Chef Herbert Hainer (mit Brille) und Puma Chef Jochen Zeitz (rechts) in einer Mannschaft.
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Friedensschluss 2009

© Harald Sippel

Helmut Fischer war ehemals Werbeleiter Deutschland bei Puma und hat uns einen Teil dieser historischen Fotos zur Verfügung gestellt.
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Chronist einer langen Firmengeschichte

Helmut Fischer war ehemals Werbeleiter Deutschland bei Puma und hat uns einen Teil dieser historischen Fotos zur Verfügung gestellt. © privat

In Herzogenaurach wurde zum 70. Jahrestag das neue Hauptquartier von Puma errichtet, das der neue Arbeitsplatz für 550 Mitarbeiter werden soll. Im Juli 2018 wurde die Firmenzentrale am neuen Puma Way 1 bezogen. 
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Puma bleibt und baut

In Herzogenaurach wurde zum 70. Jahrestag das neue Hauptquartier von Puma errichtet, das der neue Arbeitsplatz für 550 Mitarbeiter werden soll. Im Juli 2018 wurde die Firmenzentrale am neuen Puma Way 1 bezogen.  © Edgar Pfrogner