22°

Sonntag, 21.07.2019

|

zum Thema

2017

Bundestagswahl

"Belastung für Deutschland": Ökonomen warnen vor AfD

Experten sehen ein Risiko für die Wirtschaftspolitik - 15.09.2017 07:44 Uhr

Demonstrationen gegen die AfD laufen schon seit einer ganzen Weile. Nun warnen Ökonomen vor negativen Folgen, sollte die AfD tatsächlich in den Bundestag einziehen. © Tina Ellinger


"Fremdenfeindliche Aussagen von Parteien, die in Parlamenten vertreten sind, können ähnlich wie fremdenfeindliche Übergriffe Investoren abschrecken", sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, dem "Handelsblatt".

Auch der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, befürchtet Folgen für den Standort Deutschland. "Wenn die Medien von einem wirtschaftsliberalen Flügel sprechen, gehen sie der Partei auf den Leim", sagte Hüther der Zeitung. "Es gibt in einer Partei, die auf Abschottung, Fremdenfeindlichkeit und Hass setzt, keine Reservate des Liberalismus. Deshalb wäre die AfD als drittstärkste Kraft eine Belastung für den Standort Deutschland."

Links zum Thema

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht in dem erwarteten Einzug der AfD in den nächsten Bundestag ein "Risiko" für die Wirtschaftspolitik. "Die Gefahr ist groß, dass die neue Bundesregierung mehr auf populistische Debatten eingehen wird, als sich auf wichtige wirtschafts- und sozialpolitische Reformen zu konzentrieren", sagte Fratzscher dem "Handelsblatt".

Umfragen zufolge kann die AfD damit rechnen, bei der Bundestagswahl am 24. September erstmals in den Bundestag gewählt zu werden. Je nach Erhebung könnte die Partei sogar drittstärkste Kraft werden. 

afp

44

44 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Wirtschaft