Vergleich mit Nachbarländern

Bereicherten sich Ölkonzerne am Tankrabatt? Fränkische Studie liefert überraschendes Ergebnis

Markus Maisel

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1.9.2022, 05:53 Uhr
Heute endet der bundesweite Tankrabatt.

© Stefan Hippel, NNZ Heute endet der bundesweite Tankrabatt.

Angesichts explodierender Ölpreise hat die Ampelkoalition beschlossen, die Steuer für den Liter Benzin für drei Monate um 35 und für den Liter Diesel um 17 Cent abzusenken. Am 1. Juni trat der Rabatt in Kraft - und endete am 31. August. In der Öffentlichkeit kamen Befürchtungen auf: Mineralölkonzerne könnten sich an jener Steuersenkungen bereichern - denn die Spritpreise stiegen weiter, trotz des Tankrabatts.

Vergleich mit Nachbarländern

Wie ein Forscherteam um Jonas Dovern, Inhaber des Lehrstuhls für Statistik und Ökonometrie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg kürzlich in einer Vergleichsstudie herausfand, haben sich die Mineralölkonzerne nicht am Tankrabatt bereichert. Dovern und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Entwicklung der Spritpreise in Deutschland mit denen der Nachbarländer verglichen, in denen es keine Steuersenkung gab: "Dadurch konnten wir abschätzen, ob und in welchem Umfang der Tankrabatt weitergeben wurde", erläutert Dovern, der drei Monate später berichten kann: "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass sich die Ölkonzerne nicht bereichert haben."

Seit Ende Juni ist die Entwicklung aber keineswegs mehr so eindeutig. Warum das so ist und wie erfolgreich der Tankrabatt in Deutschland nach der Meinung Doverns war, können Sie im Artikel "Bereicherten sich Ölkonzerne am Tankrabatt? FAU-Studie liefert erstaunliches Ergebnis" bei NN.de lesen.

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