Private Daten sollen ausspioniert werden

Betrugsversuch in Stein: 300-Euro-Energiepauschale nur gegen Stromzähler-Daten?

MOTIV: Melanie Kunze, Portrait; Mitarbeiterportrait, Kommentarportrait, - Auswahl..FOTO: Günter Distler, gesp. 2014.
Melanie Kunze

Politik und Wirtschaft

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20.4.2022, 05:55 Uhr
Ein Unbekannter rief eine Frau an und wollte wissen, wie hoch ihr Stromverbrauch ist. 

© Sabine van Erp/Pixabay, NN Ein Unbekannter rief eine Frau an und wollte wissen, wie hoch ihr Stromverbrauch ist. 

Neue Betrugsmasche: In Stein bei Nürnberg hat ein Unbekannter eine Frau angerufen - und sich dabei als Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums ausgegeben. Er wolle Nummer und Stand des Stromzählers abfragen, dies sei Voraussetzung, damit die Frau die staatliche Energiepauschale von 300 Euro bekomme, erzählt die Betroffene. Sie fiel nicht auf den Betrugsversuch herein und beendete das Gespräch.

"Verbraucher, die solche oder ähnliche Anrufe erhalten, sollten auf keinen Fall Daten am Telefon preisgeben und direkt auflegen“, rät Simone Bueb, Referentin für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Bayern. Sollte die Nummer des Anrufers angezeigt werden, sollte man sich diese notieren und der Polizei weiterleiten. Dass die Masche mit dem Stromzähler im großen Stil abgezogen wird, davon hat die Verbraucherexpertin bislang aber noch nichts gehört.

Energiepauschale wird mit dem Gehalt ausgezahlt

Um die stark gestiegenen Kosten für Strom und Gas abzufedern, hat die Bundesregierung eine Energiepauschale von 300 Euro beschlossen. Sie erhalten alle einkommensteuerpflichtige Erwerbstätigen, die in den Steuerklassen 1-5 einsortiert sind. Ausgezahlt wird das Geld voraussichtlich im Juni mit dem Gehalt. Die Beschäftigten müssen für den Erhalt der Pauschale - anders als von dem kriminellen Anrufer dargestellt - also nichts tun.

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