Durchbruch bei MAN: Sparplan steht, Stellenabbau von 3500 Jobs

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 31.08.16..FOTO: Michael Matejka ..MOTIV: Mitarbeiterporträt: Gregor le Claire..ANZAHL: 1 von 1.."Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung"
Gregor le Claire

Redaktion Politik und Wirtschaft

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26.1.2021, 20:23 Uhr
Der Protest war nicht völlig vergebens: MAN-Mitarbeiter bei einer Demo in Nürnberg im September 2020.

© Roland Fengler Der Protest war nicht völlig vergebens: MAN-Mitarbeiter bei einer Demo in Nürnberg im September 2020.

"Die Vorstände der MAN SE und der MAN Truck & Bus SE und die Arbeitnehmerseite haben eine Vereinbarung über die wesentlichen Eckpunkte für eine umfassende Neuausrichtung der MAN Truck & Bus SE unterzeichnet", hieß es in einer Adhoc-Mitteilung von MAN am Dienstag. "Diese Vereinbarung dient als Grundlage für die Ausgestaltung von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen, die in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen."

Kündigungen ausgeschlossen

Konkret sieht die Vereinbarung vor, dass allein in Deutschland 3500 Stellen gestrichen werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind dabei jedoch nach Informationen unserer Redaktion ausgeschlossen - eine zentrale Forderung der IG Metall in den Gesprächen. Stattdessen setzen die Parteien jetzt auf Maßnahmen wie Altersteilzeit, Abfindungen oder auch eine Versetzung innerhalb des VW-Konzerns.

Festgezurrt wurden darüber hinaus bestimmte Profile für die einzelnen Standorte. Demnach, verlautete aus Insider-Kreisen, ist für das Motorenwerk Nürnberg künftig eine Stammbelegschaft von 3100 unbefristet angestellten Mitarbeitern vorgesehen. Aktuell sind es rund 3600. Inklusive Leiharbeiter waren es vor einigen Monaten sogar noch etwa 4000.


Nürnberger MAN-Mitarbeiter prangern Managementfehler an


Angesiedelt werden soll in demnach zudem das Kompetenzzentrum Wasserstoff. Das war zwar bisher schon so vorgesehen, kam im Rahmen der Gespräche aber erneut zur Debatte. Nur wird es kommen.

Noch keine endgültige Lösung gibt es im Moment dagegen für die Standorte Plauen sowie Steyr/Österreich. "Hier prüft der Vorstand alle Optionen, inklusive die eines Verkaufs oder einer Schließung", heißt es in der Adhoc-Mitteilung. Deutlich verkleinert werden soll zudem der Standort Wittlich.

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