11°

Montag, 20.05.2019

|

zum Thema

Fränkischer Süßwarenhersteller schließt sich mit Rivalen zusammen

Eine fränkisch-schwäbische Schoko-Ehe zwischen Riegelein und Rübezahl - 24.04.2019 22:00 Uhr

Ziel sei eine stärkere Position gegenüber dem Handel, erklärte eine Riegelein-Sprecherin. Standortschließungen oder der Abbau von Arbeitsplätzen seien nicht geplant. "Es geht um Wachstum."

Die beiden Unternehmen sprachen von einer "Allianz auf Augenhöhe". Als geschäftsführende Gesellschafter an der Spitze stehen werde ein Trio, sagte die Sprecherin: Peter Riegelein sowie die Brüder Claus und Oliver Cersovsky. Sowohl Riegelein als auch Rübezahl blieben in der Allianz eigenständige Unternehmen, ebenso blieben die Unternehmensnamen wie gehabt.

Bilderstrecke zum Thema

Zehn Traditionsfirmen aus Franken, die durch die Insolvenz mussten

Die Nürnberger Modehauskette Wöhrl kämpft ums Überleben: Das Familienunternehmen will sich mit Einschnitten retten, um eine Pleite zu verhindern. Diesen Schritt haben auch schon andere Traditionsfirmen aus der Region unternommen.


Riegelein, gegründet 1953, beschäftigte zuletzt rund 800 Mitarbeiter in Cadolzburg, im sächsischen Oderwitz und in Jablonec/Tschechien. Der Umsatz lag bei 120 Mio. Euro. Rund 18.000 Tonnen Schokolade werden von den Franken pro Jahr produziert und verarbeitet.

Zum Vergleich: Bei Rübezahl mit Stammsitz in Dettingen bei Stuttgart und drei weiteren Werken waren es zuletzt zirka 40.000 Tonnen. Der Firmenname geht zurück auf einen Kaufmann aus dem Riesengebirge, der 1949 in Schwaben einen Süßwarenladen eröffnete. Rübezahl bringt rund 180 Mio. Euro Jahresumsatz in die Partnerschaft mit ein und beschäftigen aktuell rund 700 Mitarbeiter.

Die Unternehmen erklären, dass der Zusammenschluss zu Synergien führe: "Aufgrund der neu entstehenden Unternehmensgröße können unter anderem die rasant steigenden Vermarktungsaufwendungen, Logistikanforderungen und Corporate-Responsibility-Auflagen im Lebensmittelmarkt effizienter realisiert werden." Beiden Familienunternehmen sei es dabei "ganz wichtig", dass "die DNA des Mittelstands gewahrt bleibt". 

2

2 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Wirtschaft