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Junge Mütter sollen entlassen werden: Linke kritisiert H&M scharf

Bernd Riexinger: "Firmen haben keine Moral, sie haben ein Profitinteresse" - 27.01.2021 14:42 Uhr

Bundesvorsitzender der Partei Die Linke, Bernd Riexinger, wird bei seiner Kritik gegen die Pläne der Modekette H&M deutlich. 

05.02.2020 © Daniel Bockwoldt, dpa


Bereits im Herbst 2020 hatte Helena Helmersson, Geschäftsführerin des schwedischen Mode-Riesen, angekündigt, weltweit 250 Filialen zu schließen. Einem Bericht des Business Insider zufolge, sollen deswegen nun auch 800 Mitarbeiter entlassen werden.

Angestellte in Elternzeit prädestiniert

In dem Freiwilligenprogramm, das die Geschäftsführung demnach dem Gesamtbetriebsrat vorgelegt haben soll, werden Angestellte in Elternzeit als prädestiniert für Entlassungen genannt. Dem Bericht zufolge sind das hauptsächlich junge Mütter. Grund sei vor allem, dass gerade Frauen mit Kindern weniger an den Abenden sowie am Wochenende arbeiten wollten.


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Kritik an den Plänen folgte zugleich von der Gewerkschaft Ver.di, nun werden aber auch Stimmen aus der Politik laut: Bernd Riexinger, Vorsitzende der Linken, schrieb in einem Statement: "Das Vorgehen von H&M zeigt den ungeschminkten Kapitalismus. Junge Mütter will man loswerden, weil sie weniger profitabel sind. Verantwortung für schutzbedürftige Mitarbeiterinnen sieht die Unternehmensführung offenbar nur als lästiges Hindernis beim Geld scheffeln."

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Riexinger sieht aber nicht nur das Unternehmen selbst, sondern auch die Politik in der Pflicht: "Nun greift es freilich zu kurz, die Unternehmensleitung an ihre moralischen Verpflichtungen zu erinnern. Firmen haben keine Moral, sie haben ein Profitinteresse. Was wir brauchen, sind verbindliche Vorgaben, die Unternehmen befolgen müssen, wenn sie weiter Profite machen dürfen wollen."


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Konkret fordert er einen arbeitsrechtlichen Schutz von Eltern kleiner Kinder und "bessere Absicherung von Beschäftigten bei Umstrukturierungen". Es müsse klar sein, dass ein Unternehmen, das eine Filiale schließt und zwei Straßen weiter eine andere aufmacht, das Personal der alten Filiale weiterbeschäftigen müsse, so Riexinger.

Weiterqualifikation für Onlinehandel?

Zudem sollten Unternehmen, die sich mehr auf den Onlinehandel fokussieren wollen, prüfen, ob sie ihre bestehendes Personal nicht für die neuen Aufgaben weiterqualifizieren könne, ehe es Kündigungen gebe.

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ankl

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