Inflation

Kommt die Entlastung im Supermarkt? Diese Produkte könnten bald wieder günstiger werden

Alice Vicentini

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ama

Online-Redaktion

29.6.2022, 06:25 Uhr
Einige Produkte könnten bald wieder billiger werden. Grund dafür sind starke Ernten in wichtigen Erzeugerländern.

© Jens Kalaene, NN Einige Produkte könnten bald wieder billiger werden. Grund dafür sind starke Ernten in wichtigen Erzeugerländern.

Der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie unterbrochene Lieferketten lassen seit Monaten die Lebensmittelpreise explodieren. Doch nun gibt es wieder Anlass zu etwas Optimismus: Die anstehenden Ernten in Erzeugerländern dürften üppig ausfallen. So üppig, dass die Reserven, die durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogenen wurden, wieder aufgefüllt werden können.

"Das Angebot ist möglicherweise nicht so stark beeinträchtigt, wie wir denken, weil andere Bereiche die Verluste aus der Ukraine flächendeckend ausgleichen werden", erklärt Stratege Marc Ostwald von ADM Investor Services dem Nachrichtenportal Bloomberg gegenüber. In Australien, das als einer der größten Weizenexporteure gilt, wird eine riesige Ernte erwartet, im größten Anbaugebiet Brasiliens wurde indes so viel Mais geerntet, dass er sich sogar vor den Silos stapelt.

Eine starke Maisernte sorgt dafür, dass ausreichend Futter für Schweine, Hühner und Rinder verfügbar ist - das wiederum könnte den Preis von Fleisch mittelfristig senken. Die US-Restaurantkette Darden Restaurants Inc., zu der die in den USA beliebten Restaurants Olive Garden und LongHorn Steakhouse gehören, stellt bereits sinkende Preise für Hähnchen- und Rindfleisch fest. Doch auch Mehl - und in Folge dessen Brot und andere Weizenerzeugnisse - könnte aufgrund guter Weizenernte günstiger werden.

Ob diese gesunkenen Preise auch tatsächlich am Ende der Lieferkette, also bei den Supermärkten und damit bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt, hänge dem Handelsblatt zufolge von den Kraftstoffpreisen ab. Bloomberg gegenüber erklärt Joe Glauber, ehemaliger Chefökonom des US-Landwirtschaftsministeriums, dass die Ausgaben für den Einkauf im Supermarkt in den nächsten sechs Monaten nachlassen sollten - "insbesondere wenn die Energiepreise fallen".

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