Freitag, 16.04.2021

|

zum Thema

Media-Markt-Saturn schließt 13 Filialen - auch Franken betroffen?

Bis zu 1000 Stellen könnten in Deutschland wegfallen - 31.03.2021 18:54 Uhr

Media-Markt-Saturn ist einer der größten Elektronikhändler der Welt. 

31.03.2021 © Armin Weigel, dpa


Die Pandemie, sagt die Deutschland-Geschäftsführung von Media-Markt Saturn, hat das Einkaufsverhalten grundlegend verändert. Immer mehr Kunden wandern ins Internet ab - das hat Folgen, warnt die Führungsetage des größten Elektronikhändlers der Republik in einem Brief an die Mitarbeiter. Die Kette will bis zu 13 Filialen schließen und 1000 Stellen abbauen, das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Der Deutschen Presse-Agentur und der Lebensmittel Zeitung etwa liegt der Brief vor.

Bilderstrecke zum Thema

Corona und seine Opfer: Diese Unternehmen hat es schon getroffen

Im März der erste Lockdown, nun zum Jahreswechsel der zweite: Die Ladenschließungen und andere Corona-Einschränkungen haben vielen Unternehmen massiv zugesetzt: eine Übersicht der betroffenen Firmen.


Darin heißt es mit Blick auf die Pandemie: "Vor diesem Hintergrund ist es aus Sicht der Geschäftsführung unumgänglich, von den derzeit 419 Märkten in Deutschland voraussichtlich 13 Märkte zu schließen." Die Filialen lassen sich nach einer grundlegenden Analyse nicht dauerhaft wirtschaftlich betreiben. Die Umstrukturierung soll bis September kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Filialen in ganz Franken - Welche sind betroffen?

Welche Filialen betroffen sein könnten, bleibt unklar. In Franken betreibt Media-Markt-Saturn mehrere Läden, etwa in Nürnberg, Fürth, Bamberg, Schwabach, Ansbach und Neumarkt. Der Stellenabbau von bis zu 1000 Jobs sei Teil eines konzernweit angelegten Sparprogrammes, das der Händler bereits im August 2020 angekündigt hatte. Europaweit könnten demnach sogar bis zu 3500 Stellen wegfallen.

Media-Markt-Saturn ist nicht das erste Schwergewicht, das durch die Corona-Pandemie in Probleme kommt. Arko, Eilles und Hussel etwa beantragten Insolvenz - allesamt beliebte Ketten mit Fokus auf den Innenstadthandel. Das Mannheimer Leibniz-Institutes für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeichnet ein düsteres Bild. Nach Ende der Staatshilfen könnten bis zu 25.000 Firmen in Deutschland vor dem Aus stehen. Die Experten erwarten eine Pleitewelle.

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus dem Ressort: Wirtschaft