Kein Ende in Sicht

Nächster Preis-Schock: Markenbutter knackt die 3-Euro-Marke - wie Sie jetzt trotzdem sparen können

ama

4.5.2022, 11:15 Uhr
Auch der Preis für Butter kennt derzeit nur eine Richtung: Er steigt und steigt.

© pixabay Auch der Preis für Butter kennt derzeit nur eine Richtung: Er steigt und steigt.

Wer nicht vegan lebt, legt sie regelmäßig in den Einkaufswagen: Butter. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland bewegt sich seit rund 20 Jahren auf dem selben Niveau, in der Corona-Krise nahm er sogar zu und lag zuletzt bei 6,14 Kilogramm im Jahr 2021. Wie bei vielen anderen Dingen für den täglichen Gebrauch erleben Verbraucherinnen und Verbraucher derzeit aber heftige Preissteigerung bei der Butter.

In einigen Supermärkten hat das halbe Pfund - also 250 Gramm - Markenbutter nun sogar die 3-Euro-Marke geknackt. Bei Einzelhandelsriese Rewe beispielsweise liegt der Preis für 250 Gramm der Marken Weihenstephan, Andechser Natur und Meggle über dieser Schwelle. Anfang April kostete diese Menge Butter noch etwas mehr als 2 Euro. "Die Preise steigen in einem Ausmaß, das habe ich noch nicht erlebt“, erklärte Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbands, damals gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung.

Supermärkte und Discounter kontern mit Eigenmarken

Grund für den Preisanstieg: Landwirte müssen deutlich mehr Geld für Futtermittel, Dünger und Kraftstoff ausgeben. Ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht abzusehen. Einen Trumpf haben Ketten wie Rewe, Edeka, Aldi oder Lidl aber im Ärmel: Ihre Eigenmarken. Sie wissen genau, wie viel teurer die Produktion tatsächlich geworden ist - und können mit ihren Angeboten trotzdem für gute Alternativen zu Markenprodukten sorgen. Die Stiftung Warentest hat 2018 festgestellt: Jede zweite Butter hat mit der Note "gut" abgeschlossen. Unter den besten Produkten lagen damals unter anderem die Eigenmarken von Edeka, Aldi Süd und Rewe Bio.

Häufig kommen die Eigenmarken nämlich auch aus genau diesen Fabriken, die auch die Markenprodukte herstellen. Feststellen lässt sich das mit der sogenannten Veterinärkontrollnummer, auch als Milchnummer bezeichnet - einem Code, der auf diesen Produkten aufgedruckt oder eingeprägt ist und verrät, von welchem Unternehmen das Produkt hergestellt wurde. Auf Portalen wie wer-zu-wem oder direkt beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sind diese Nummern aufgelistet. Das erlaubt Rückschlüsse, in welcher Molkerei die Eigenmarke entstanden ist. Die einzelnen Bestandteile und die genaue Zusammensetzung des Produktes kann dabei allerdings variieren und dementsprechend vom Markenprodukt abweichen.

Wer also nicht zwingend auf das Markenprodukt setzen möchte, kann sich im Supermarkt oder Discounter die Milchnummer der Eigenmarken genauer ansehen und unter Umständen sogar feststellen, dass es aus der selben Molkerei kommt wie die Markenbutter. Ebenfalls nützlich ist dieser Tage, sich regelmäßig die Prospekte der Läden anzusehen. Dort sind beliebte Produkte wie Butter immer wieder im Angebot zu finden und regelmäßig zu einem guten Preis zu erwerben - sogar ganz ohne Hamsterkäufe.

4 Kommentare