Neuregelung zum Jahresanfang

Neues Gesetz ab Januar: Das ändert sich bald in Cafés, Restaurants und Bistros

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Johanna Mielich

Online-Redaktion

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1.1.2023, 08:38 Uhr
Ab 2023 müssen Restaurants, Bistros und Co. bei ihren Gerichten Mehrwegverpackungen mitanbieten. 

© dpa/Bernd von Jutrczenka Ab 2023 müssen Restaurants, Bistros und Co. bei ihren Gerichten Mehrwegverpackungen mitanbieten. 

Teller, Becher und Besteck: Auch in Bayern müssen sich Gastronomie-Betreibende mit der Verpackungsfrage ihrer Gerichte neu auseinandersetzen. So schreibt das neue Verpackungsgesetz ab Januar vor, dass bei Getränken und Speisen zum Mitnehmen neben Einweg- auch Mehrweggeschirr angeboten werden muss. Das Ziel: Weniger Verpackungsmüll und Einsparen von Rohstoffen. Die Gesetzesänderung hatte das Bundeskabinett bereits im Mai 2021 auf den Weg gebracht.

Mehrwegpflicht für Gastro-Betriebe - mit Ausnahmen

Gastronomie-Betreibende müssen ihre Kundinnen und Kunden ab Januar deutlich auf die Mehrweg-Alternative hinweisen, heißt es. Dabei dürfen die Mehrwegvarianten nicht teurer sein als die Gerichte und Getränke in der Einwegverpackung. Es ist aber erlaubt, die Mehrwegverpackung gegen ein Pfand auszugeben, das bei der Rückgabe dann wieder ausgezahlt wird. Die neue Pflicht gilt für alle "Letztvertreibenden", die Einweg-Verpackungen in den Verkehr bringen, damit also auch Kantinen, Tankstellen und Cateringbetriebe.

Eine Ausnahme soll es für kleine Betriebe geben – etwa Imbissbuden – mit maximal fünf Beschäftigten und maximal 80 Quadratmetern Verkaufsfläche. Sie sind nicht an die Mehrwegpflicht gebunden, müssen ihrer Kundschaft allerdings ermöglichen, ihre eigens mitgebrachten Mehrwegbehälter befüllen zu lassen. Große Ketten, wie beispielsweise Bahnhofsbäckereien, können von dieser Ausnahme allerdings nicht Gebrauch machen. Auch nicht, wenn die Ladenfläche nicht größer als 80 Quadratmeter ist, schreibt die Neuregelung vor.

In Deutschland entsteht täglich tonnenweise Verpackungsmüll durch Take-away-Einwegverpackungen. Aktuell werden laut einer Studie der Deutschen Umwelthilfe stündlich mehr als 800.000 Einwegverpackungen verbraucht.